Babylon - Kommt
heraus aus ihr
Babylon - Kommt
heraus aus ihr
Der
nachfolgende Aufsatz ist aus der Schrift „Die Zehntenlüge”
heraus entstanden. Aufgrund der besonderen Thematik der in ihm
gemachten Aussagen
wird er an dieser Stelle als separate Schrift herausgegeben. Auch
würde sein Inhalt, obwohl er thematisch zu den in der
„Zehntenlüge” gemachten Aussagen gehören könnte,
den Inhalt derselben wohl sprengen. Wir hoffen weiterhin, daß
er so vielleicht noch eher gelesen werden wird. Das in ihm
Niedergelegte will warnen; es will vor allem warnen vor einer
Entwicklung, die heute im Gange ist, die viele verschlafen und deren
Gefährlichkeit die meisten bis heute nicht erkannt haben, eine
Gefährlichkeit, die die des heutigen Islamismus unserer Meinung
nach bei weitem noch übersteigt, vor allem dann, wenn wir auf
die in ihr verlaufenden Werdegänge nicht entsprechend
vorbereitet sind, nicht eingestellt sind auf Dinge, die zu ändern
nicht in unserer Macht steht. Für uns, die Kinder Gottes, gilt
es vor allem, wesensmäßig aus all dem herauszugehen, um
nicht ein Teil dieser Entwicklung zu werden und sich in ihren Sünden
zu verstricken, wie viele bereits getan haben. Wir greifen im
Folgenden einige Absätze auf, die wir bereits in der
„Zehntenlüge” niedergelegt haben, und entwickeln sie dann
weiter. Verschiedene Grafiken sowie ausführliche Erklärungen und Zitate
sollen das Gesagte ergänzen bzw. konkretisieren.
Heute
befinden wir uns gerade in einer Periode der Auflösung aller
Werte – außer dem des Geldes. Dieser Prozeß einer
gehirnwäscheartig fortschreitenden Kapitalisierung des Denkens
vollzieht sich mittlerweile bis in weite Gemeindebereiche hinein.
Nicht mehr der Wert der Arbeit, nicht mehr der der Ethik, nicht mehr
der der Gerechtigkeit und des Gemeinnutzes, und schon gar nicht der
Wert der Gottesfurcht und der Frömmigkeit, sondern der Wert des
Geldes ist der Maßstab, dem blind nun alles folgen soll.
Haben oder nicht haben, bezahlen oder nicht bezahlen können ist
zur Maxime aller Welt geworden. Eine antichristliche Ordnung ist im
Vormarsch, in der die Hure Babylon (hebr. Vermischung) eine alles
überragende Rolle einnehmen wird, mit der die Könige der
Erde so gerne gebuhlt haben werden, und durch deren Macht die
Kaufleute der Erde reich geworden sind (Off 18. 9 - 17).
Blind muß auch der sein, der in der sich in allen heutigen
Medien sintflutartig ergießenden Propaganda der sogenannten
Globalisierung und der mit ihr zusammenhängenden,
explosionsartig fortschreitenden Konzentration von Wirtschaft und
Kapital in den Händen stetig abnehmender Personenkreise nicht
ihre direkten Vorreiter erkennt. Und so soll auch hier nicht
unterschlagen werden dürfen, was Gottes Wort uns bezüglich
ihres Wesens so dringlich ans Herz legt: „Gehet aus aus ihr,
damit ihr nicht an ihren Sünden teilnehmt und damit ihr nichts
von ihren Plagen erhaltet; denn ihre Sünden türmen sich bis
zum Himmel auf, und Gott hat ihrer Untaten gedacht” (Off 18. 4).
Bald
wird der sich offenbaren, der an der Spitze dieses allumfassenden,
weltkapitalistischen Systems steht; dann wird niemand mehr kaufen
oder verkaufen können, er trage denn das Malzeichen des
Tieres, des Antichristen, der die ganze Erde verführt (Off 13.
16 - 18) – dann wird anhand dieses Besitzzeichens sichtbar
werden, wer wem gehört, wie fromm oder unfromm er sich
bis dahin auch gegeben haben mag: Denn der, der Gewinn und Ertrag
zur Maxime seines Lebens erkoren hat, der hat sich schon jetzt mit
ihm verbunden. Gewinnstreben, das Teilhabenwollen am Kaufen
und Verkaufen nach den Vorgaben dieser Welt, verquicken also auch
hier direkt mit der Finsternis und führen den, der daran Anteil
hat, in die stetig zunehmende antichristliche Knechtschaft hinein.
Wie viele Geschwister, besonders im Osten unseres Landes, unter dem
Sog des im Zuge der sogenannten „Wende” hereinbrechenden
Mammonsdienstes einst aufgebrochen waren, um endlich einmal reich und
wohlhabend zu werden, und so in die Gefangenschaft eines von Schulden
überhäuften Lebens geraten sind, ist kaum mehr
abzuschätzen. Aus vormals geistlich Freien – und ja, man
kann durchaus unter den Gegebenheiten eines totalitären
Systems geistlich frei sein – sind nun Sklaven des Kapitals,
der Banken und damit der hinter ihnen stehenden Finsternismächte
geworden. Denn Mammon ist ein Geist, der beherrschen will;
Jesus Selbst bezeichnet ihn sinngemäß als den „anderen
Herrn”, dem man nicht folgen kann, ohne Gott dabei vorher
aufgegeben zu haben, ganz gleich, wie „christlich” oder gar
„biblisch” sich dieser Weg auch gebärden mag (Mt 6. 24). Ist
man ihm aber erst einmal gefolgt, dann ist man auch unter seiner
Herrschaft, dann ist man Knecht; am Ende muß man ihm
dienen, ob man will oder nicht. Und so ist Mammon vor allem auch ein
Herr, der schon heute von denen, die sich ihm ergeben haben,
vor allem auf der materiellen Ebene ganz unbarmherzig, unnachgiebig
und gnadenlos seinen Tribut einfordert.
Wer
für solche Hinweise eine weiterführende Illustration
braucht, der betrachte sich doch einmal die Rückseite einer
amerikanischen Dollarnote.
Die hier enthaltene
Symbolik - unter anderem enthält sie die beiden Seiten des „Great Seal”, des „Großen Siegels” der Regierung der USA - beschreibt
uns weit mehr als nur die
Gründungsgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir müssen schon genauer hinschauen,
wenn wir von der Gründung zu den Hintergründen,
und damit zu den
geistlichen Fundamenten jener
Welt kommen wollen, die damals ihren sichtbaren
Anfang nahm und die nun ihrer Vollendung entgegenstrebt. Da erhebt sich
mitten in der amerikanischen Prärie
ausgerechnet eine ägyptische Pyramide, jenes
Illuminatensymbol, das die inneren Machtstrukturen und Hochgrade
dieser, der Öffentlichkeit freilich verborgen bleibenden Kreise
der internationalen Hochfinanz darstellt, das, von dem linksseitig
„schielenden Auge” des Gottes der oberen Freimaurerei
bekrönt, mit den Schriftzügen „Annuit C½ptis”
und „Novus Ordo Seclorum” eingerahmt wird: „Annuit C½ptis” heißt so viel wie „Wagemutig
begonnen – gewährt”,
d. h. die Unternehmungen, die jene Kreise „mutig begonnen”
haben, seien ihnen „gewährt”, „vom Erfolg gekrönt”
also; und „Novus Ordo Seclorum” – das ist die
„Neue Weltordnung”, jene „Ordnung
neuer Zeitalter”,
deren
Errichtung man hier wie damals anstrebt
und die in der heutigen
Medienlandschaft mal
offen und unverblümt erwähnt, mal eher „zwischen den Zeilen” hervorgeholt
wird. In den
dazugehörigen Erklärungen im
Anhang [1]
werden wir uns genauer mit diesen Dingen auseinandersetzen.
So vermag das alles dem aufmerksamen Betrachter dann auch
den Gott zu erklären – „in God we trust”, wie wir auf derselben
Seite
zu lesen bekommen (!) – , dem die Herausgeber solcher Banknoten in
Wahrheit vertrauen. [2] Der
Gott der Bibel, den die scheinbar Wissenden
und die Unwissenden, die Verführer und die Verführten
dieser Welt in das hier vorgezeigte schielende Auge
hineininterpretieren, ist dies ganz gewiß nicht. [3] Nein, es
ist Satan, der Fürst bzw. Gott dieser Welt, der hier und auf
diese Weise verehrt wird. Ja, dieser ist es, der einst auch als
König von Babel bezeichnet worden ist; seine Maxime sind
schon immer Handel und Gewinn gewesen; auf diesem Wege war er
vorzeiten schon zu Fall gekommen (Jes 14.3 - 14, Hes 28. 1 - 19).
Geistliche Hurerei und Vermischung, die Einflußnahme weltlicher
Macht und der Handel dieser Welt – wir sprechen ja oftmals auch vom
Welthandel – gehören demnach eng zusammen: Erinnern wir
uns nochmals an Babylon, die große Hure der Endzeit, die in der
Offenbarung im Zusammenspiel sowohl mit den Königen der Erde,
die mit ihr Hurerei betrieben haben, als auch mit den durch sie reich
gewordenen Kaufleuten der Erde erscheint – sie ist zu einer
„Wohnstätte der Dämonen” geworden (Off 18. 2 -
3). Wer an einem Ort wohnt, der bleibt, weil er sich diesen
Ort zu seinem Sitz erwählte. Dort, wo man Handel und
Gewinn zum gesetzmäßigen Lebensprinzip erhoben hat,
sind also die Mächte der Finsternis zu Hause!
Soweit
die Sätze, wie wir sie im Wesentlichen auch in der „Zehntenlüge”
niedergeschrieben haben. [4]
Spätestens jetzt enthüllt sich der
Kapitalismus als Religion; und zwar ist dies eine Religion, die sich
an die Stelle Gottes setzt und nun vorgibt, sie sei Gott, von
ihr hänge alles ab, sie gebe und sie nehme; ihre Vorgaben
seien unabdingbar, obwohl sie doch Menschen gemacht haben.
Werden im Kommunismus noch Roß und Reiter mit Namen genannt,
sind die Konsequenzen also von vornherein klar, setzt der
Kapitalismus alles daran, daß diese möglichst im
Hintergrund und damit unerkannt bleiben. Das Rezept des Kommunismus
ist Zwang und Gewalt, das des Kapitalismus ist Verführung und
Ausbeutung. Die Wege zwar sind verschieden. Beide Ideologien
aber stammen aus derselben Quelle; beide sind Ausgeburten
derselben Finsternis, und beide führen auch wieder in
dieselbe Finsternis hinein und enden damit gleichermaßen in
Sklaverei und Abhängigkeit. [5] Die
Grundschwäche des
Kommunismus liegt weniger in seinem Wirtschaftssystem, als vielmehr
in seiner erklärten, geradezu systemimmanenten
Gottlosigkeit und damit - wie der Kapitalismus auch - in der
Abwesenheit der Liebe. So stellte man
das System, das doch vorgab, den Menschen zu dienen, schließlich
über ihn. Marx und Lenin setzte man an die Stelle Gottes;
ihnen hat man geradezu religiöse Verehrung erwiesen. Ihre
Philosophien ersetzten nun die Bibel auch offiziell. Schon damals hat
man also versucht, das jeweils herrschende System „wissenschaftlich”
zu begründen. In den Thesen des sogenannten „Wissenschaftlichen
Kommunismus” fand dies seinen Niederschlag. Wo früher das Neue
Testament gelegen hatte, da las man nun das „Kommunistische
Manifest”. Hatten nicht die versagt, die den Namen Gottes so sehr
im Munde führten? War nicht darum auch ihr Gott abzulehnen?
Ideologisch
wähnte man sich also gerechtfertigt; so beging man Unrecht,
immer in „des Volkes” Namen. Man forderte von den Menschen ihr
Eigentum; man raubte und stahl, wo man es nicht bekam; es ging
schließlich um die Idee. [6]
Und diese Idee wollte man
durchsetzen, koste es, was es wolle. Wer anders dachte, gegen den
wußte man wohl vorzugehen. Die Furcht vor einem fast
allmächtigen Spitzelsystem war ständig präsent. Nie
war sie unbegründet. Stalins Millionen, die er in den Gulags
ermorden ließ, aber auch die vielen, die in den Zuchthäusern
der DDR und anderswo einsaßen – sie alle bezeugen die
traurige Unmenschlichkeit eines Systems, das doch so „menschlich”
sein, „den Menschen dienen” wollte. Er liebe doch alle, und er
habe sich für die Menschen einsetzen wollen, das waren denn
auch die letzten Sätze Erich Mielkes, die er in der
Volkskammer geäußert hatte, als er noch der führende
Kopf der DDR-Staatssicherheit war. Man kannte ihn unter den
Regierenden, man kannte ihn gut; so haben selbst sie diese Worte
schließlich mit lautem Hohngelächter quittiert. Das war
noch im Jahre 1989. Wohl kaum jemand kann ermessen, wieviel Elend und
Tod
allein dieser Mann im Verlaufe seines Lebens über viele Menschen
gebracht hat. So lag das Menschliche an diesem System nicht zuletzt
auch in seiner menschlichen, nur allzu menschlichen Bösartigkeit,
die beständig unter seiner Oberfläche gärte und immer
wieder hervorbrach. Weil es Gott ablehnte, mußte es auch die
Tatsache ablehnen, daß der Mensch sich nicht mehr in seinem
Urzustand befindet; er ist vor allem ein gefallener Mensch, bleibt
seiner Sünde verhaftet. Dies ist bis heute das eigentliche
Kernproblem des gottfernen Menschen geblieben und bleibt es auch
weiterhin. Und bis heute will der Mensch dies nicht wahrhaben,
behauptet weiterhin, im Kern sei er gut – vergeblich. „Denn
ich weiß, daß in mir (das ist in meinem Fleisch) nichts
Gutes wohnt; denn das Wollen liegt neben mir, aber das Treffliche
auszuführen gelingt mir nicht. Denn nicht das Gute, das ich tun
will, tue ich, sondern das Böse, das ich nicht tun will, dies
setze ich in die Tat um” (Rö 7. 18, 19). Die dem
menschlichen Fleisch innewohnende Unfähigkeit, das Gute zu tun,
die dem Menschen ganz eigene Selbstsucht – all dies zerstörte
seinen Traum von einer besseren Welt, noch ehe er überhaupt
begonnen hatte.
„Ohne
Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein”, sang man in
der frühen DDR. „Ohne Sonn’ und ohne Gott geht die ganze
Welt bankrott”, war die heimliche Erwiderung derer, die es
besser wußten. Diesen Bankrott finden wir allerdings bis heute;
er ist nicht auf ein Gesellschaftssystem beschränkt; er tritt
überall dort ein, wo man sich von Gott lossagt, ohne ihn
sein Leben meistern will. So versuchte man schon damals mit Gewalt zu
erzwingen, was nur Gott hätte geben können. Im Zuge dieser
und anderer Propaganda sind nicht nur in der damaligen Sowjetunion,
sondern auch in der ehemaligen DDR – hier gerade in der Frühzeit
der Zwangskollektivierung – zahlreiche Mißernten an der
Tagesordnung gewesen. Man kann eben nicht Segen dort erwarten, wo man
Gott flucht und die Menschen verfolgt, die nach Ihm fragen. Wo man
dazu noch Menschen einsperrt, kündigen sie die Gefolgschaft; wo
man sie bevormundet, laufen sie bald davon. Die innerliche Kündigung
seiner Bürger war geradezu die Crux dieses Systems. Sie war
permanent; alles war von ihr durchdrungen; man fühlte sie auf
den Straßen und Plätzen, man fühlte sie in den
Betrieben; man roch sie geradezu. Der Staat betrog nicht nur sein
Volk, das Volk betrog auch seinen Staat. So brach er am Ende
zusammen. Hier zerbrach allerdings mehr als nur ein System. Sein Weg
war zwar ein falscher, und die Art und Weise, mit Menschen umzugehen,
verwerflich. Das ist unbestritten, ganz gewiß. Wir reden also
nicht denen das Wort, die diese Dinge in einem allzu rosigen Licht
darstellen und sich so ihrer Verantwortung entledigen, sich von ihrer
eigenen Vergangenheit reinwaschen wollen. Denen, die uns dies gerne
unterstellen möchten, tun wir diesen Gefallen nicht und nennen
auch hier die Sünde beim Namen.
Hier
geht es jedoch um weitaus mehr. War hier nicht auch der Versuch
zerbrochen, eine gerechtere Welt aufzubauen? Viele haben dies
jedenfalls so verstanden und haben dies auch aufrichtig umzusetzen
versucht. Sie lebten danach, was die meisten ihrer Kritiker bis
heute nie taten; das war Maxime, war Richtschnur ihres Lebens.
Das mag man durchaus einmal wohlwollend zur Kenntnis nehmen, auch
wenn dies in der heutigen Meinungsbildung nicht mehr opportun
erscheint. Doch immer fand dies statt ohne den Gerechten,
ohne Gott Selbst; Ihn verwarf man. So verkam die Gerechtigkeit,
die man doch so sehr anstrebte und mit allen Mitteln durchzusetzen
suchte, schließlich zur Farce. Ohne Gott blieb der Sünder
dazu verurteilt, ein Sünder zu sein; der Ungerechte blieb ein
Ungerechter; gerecht zu leben, sich wie ein Gerechter zu
verhalten, das ist ihm unmöglich, wie wir oben gesehen haben.
Hier hatte man nie eine echte Wahl; dieser Weg mußte
scheitern. Heute nehmen andere dieses Scheitern allerdings zum Anlaß,
den Weg des Teilens, den durchaus richtigen Ansatz eines gerechten
Ausgleichs zu diffamieren, um ihn vor allem für sich selbst von
vornherein auszuschließen und ganz und gar unmöglich zu
machen. Sie zeigen damit, daß auch sie zu wenig nachgedacht
haben; sie haben nur das heute gängige Vorurteil übernommen
und reden es nach; ihr Glaube ist in dieser Frage verkümmert und
zurückgeblieben. So sollten sie, wenn sie wirkliche
Christen sind, doch etwas mehr in der Bibel lesen, um auch in dieser
Frage zu erfahren, was der Wille Gottes ist. Denn „was bei den
Menschen unmöglich (wörtlich: adynaton, ohne Kraft,
kraftlos) ist, das ist bei Gott möglich” (wörtlich: dynaton,
kraftvoll, in Kraft seiend, d. h. bei Gott wirksam; im Griechischen ein
Wortspiel; Lk 18. 27,
Schlachter).
Während
der Kommunismus noch die bewußte Pervertierung der Ordnung
Gottes darstellt – über diese Ordnung, nach der einer des
andern Last tragen soll, werden wir auch weiterhin noch zu reden
haben (vgl. Ga 6. 2) –, ist der Kapitalismus ihr von vornherein
erklärtes Gegenteil. Er gibt sich zwar vielfach „fromm”
und „christlich”. Dies ist allerdings kein Selbstzweck; es hat
vielmehr etwas mit Verführung zu tun und dürfte noch aus
der alten Zuordnung des Bürgertums zur Frömmigkeit der
Monarchie herrühren, die durch die volkskirchliche Prägung
– Staat und Kirche waren nie wirklich getrennt – in weiten
Bereichen bis heute überdauert hat. Heute scheint sich selbst
diese Prägung immer weiter zu verlieren, enthüllt die
Gottlosigkeit auch hier zunehmend ihr Gesicht. So diente die
Frömmigkeit für eine lange Zeit als Feigenblatt für
ein in sich selbst völlig gottloses System; heute, in
einer sich eher laizistisch darstellenden Gesellschaft, in der auch
die alten Traditionen mehr und mehr über Bord geworfen werden,
braucht man auch dieses Feigenblatt nicht mehr. Nicht umsonst haben
sich ja gerade die sogenannten „christlichen” Parteien in
Arbeiterkreisen über lange Jahrzehnte hinweg den Ruf einer eher
unsozialen Gesinnung erworben, wenn auch andere, die bislang im
„sozialen Mäntelchen” einhergegangen sind, ihnen heute emsig
nachzueifern scheinen.
Auch
auf diesem Sektor haben die, die doch Christen sein wollten,
katastrophal versagt; nur zu
lange haben sie eine Christenheit repräsentiert, die ihr
Selbstverständnis nicht mehr aus der Bibel und den in ihr
enthaltenen eindeutigen Worten ihres Herrn, sondern immer wieder aus
der eigenen Tradition, nicht zuletzt auch aus ihrer eigenen Herkunft
und vor allem aus ihrem gesellschaftlichen Stand entnommen hat. So
ist auch die Wahrung von Besitzständen bis heute ein
vieldiskutiertes Thema geblieben. Hier ist dem Feind in hohem Maße
Raum gegeben, ist ihm ein weites Feld überlassen worden (vgl. Eph 4.
27). Die Finsternis hat naturgemäß nicht darauf
verzichtet, diesen Raum auch einzunehmen, ihn für sich zu
besetzen und in ihrem Sinne umzudeuten, um ihn dann für ihre
Zwecke nutzen zu können. Ein paar Absätze weiter oben haben
wir ein wenig davon zu beschreiben versucht. Als ich vor einiger Zeit
einmal einen vermögenden Unternehmer fragte, weshalb es seiner
Meinung nach „linke” Parteien denn überhaupt gäbe
und ob er sich einen Reim darauf machen könnte, welche
Umstände zu ihrer Entstehung geführt hätten,
erntete ich jedenfalls betretenes Schweigen. Soweit es diese Frage betrifft, währt sein
Schweigen bis heute. In jenen Kreisen möchte man uns nur zu gerne
weismachen, daß die Einteilung und Trennung von Menschen in „Klassen”, in „Reich” und „Arm”, in „Mächtige” und „Machtlose” , in „Bedienstete” und „Diener”, in „Mündige” und „Unmündige” - wobei die eine von der jeweils
anderen „Klasse” sich „streng abgeschirmt” zu halten habe - eine Erfindung von „Kommunisten” , „Aufrührern” und „bösen Gewerkschaftern” gewesen sei. [7]
Dem ist nicht so; das waren sie schon
selbst; damit aber waren sie es auch, die denen, die sie heute
kritisieren, mitsamit ihrer verderblichen Ideologie ein gewaltiges
Einfallstor geöffnet haben.
„In jenen
Tagen... entstand ein Murren unter den Hellenisten gegen die Hebräer,
weil ihre Witwen bei der täglichen Handreichung übersehen wurden. Da
riefen die Zwölf [die
Apostel] die Menge der
Jünger zu sich und
erklärten: Es ist nicht wohlgefällig, daß wir das Wort Gottes
vernachlässigen und die Tische bedienen. Seht ihr euch um...” (Apg
6. 1 - 4). Diese Sätze der
Apostelgeschichte sind heute mehr als 1950 Jahre alt.
Es fällt schon auf, daß in der Behauptung, daß das Bedienen der Tische
für die Apostel nicht mehr „wohlgefällig”
sei, das Wort „Gott” fehlt. Und es sind ausgerechnet die
Sätze jener, die der Herr sehr eindrucksvoll, nämlich vermittelst des Wunders der Brot- und
Fischvermehrung bei den verschiedenen Speisungen der Viertausend und
der Fünftausend, darüber belehrt hatte, daß sie es doch sein sollten, die mit
der
Menge nicht nur das geistliche,
sondern auch das natürliche Brot zu teilen hätten. „Gebt
Ihr ihnen zu essen”,
das waren Seine ständig wiederholten Worte. (Mt 14. 16, Lk 19. 13 u.
a.). Der Herr hat diese Seine Worte
niemals aufgehoben. Nie waren diese Dinge getrennt - nicht nach
dem Willen Gottes. Menschen waren es, die hier eine Trennung vollzogen
haben; und wieder einmal waren es die, die es hätten eigentlich besser
wissen müssen.
In jenem „Gebt ihr ihnen zu essen” - als Ursprung gottgewirkter
Nahrungsvermehrung - finden wir auch die eigentliche Wirtschafts- und
Sozialordnung vor, wie Gott sie uns in Seinem Wort ganz klar vor
die
Augen stellt. Wenn jeder das gibt, was er über seinen eigenen unmittelbaren Tagesbedarf hinaus
hat, kann Gott schließlich alle versorgen:
die anderen, die tatsächlich Not leiden, wie auch die Gebenden selbst.
Und wie die zwölf Körbe Brot zeigten, die am Ende der Versammlungen
übriggeblieben sind, werden nicht nur alle satt; es bleibt tatsächlich
noch jede Menge übrig - wenn wir nur bereit sind, dem anderen zu geben,
wessen er bedarf, während wir es doch haben (Mt 14. 20). Bringen wir
das,
wir haben, Jesus - nicht
einer Gemeindestruktur, nicht einer Kirche, überhaupt nicht einem
menschlichen Gremium, sondern Jesus selbst, und Ihm zuerst - dann wird Er es für alle mehren, und zwar zuerst für die, denen die Gabe
gilt, dann auch für die
Gebenden selbst. ER wird es machen,
nicht wir. Das ist die
Lehre aus diesem Bericht. [8]
In der Vernachlässigung
und dann
auch
völligen Aufgabe dieser Dinge finden wir u. a. auch den Grund für das baldige Verarmen der Jerusalemer
Gemeinde vor, weshalb der Apostel Paulus, den Gott ganz offenbar
auch zur Richtigstellung dieser und anderer Fehlentwicklungen auf den
Plan rief, sowohl unter den Römern (!) als auch unter den Mazedoniern
und denen in der Provinz Achaja Sammlungen für die notleidene
Jerusalemer Gemeinde veranstaltete.
Obwohl Paulus Helfer hatte, tat er es doch selbst - und er tat es mit ganzem
Einsatz, während er sein eigenes,
selbstverdientes Brot aß und darauf bedacht war, daß er selber niemanden beschwerte.
Daraus erwuchs dann auch seine Vollmacht, andere zu lehren, es ihm
gleichzutun (2Thess 3. 7 - 15, s. a. 1Kor 4. 16, 10. 32 - 11. 1). Die
Berichte der Apostelgeschichte wie seine Briefe machen es ganz klar: Paulus
hat das „Irdische”
nie von dem „Geistlichen”
getrennt. Was der Kreis der Zwölf noch in Jerusalem verweigerte
- Paulus ist sich nicht zu schade dafür, auch den irdischen Bedürfnissen der
Geschwister zu dienen! Dabei begehrt er nie etwas für sich selbst (Apg
20. 33 - 36). Er bleibt auch
hier in der Liebe; und so sammelt er für die
Geschwister überall, er sorgt für ihr leibliches wie für ihr geistliches Auskommen,
damit aber auch für ihr leibliches und somit zuletzt auch für ihr
geistliches Überleben. [9] So
schreibt er den Römern: „Zunächst gehe
ich nun nach Jerusalem, um den Heiligen zu dienen. Denn Mazedonien und
Achaja haben es gut geheißen, eine Beisteuer (Koinonia) für die Armen
unter den Heiligen in Jerusalem zu geben. Sie heißen dies gut, weil
sie ja deren Schuldner sind; denn wenn die Nationen an deren
geistlichen Gütern teilnehmen, so sind sie auch verpflichtet, eine Beisteuer zu den
fleischlichen zu leisten.” (Rö 15. 25 -27). [10]
Jene Fehlstellungen am Anfang haben jedoch
weitreichende Folgen, die auch ein Paulus nicht mehr abwenden kann.
Haben jene doch die Worte umgedreht, die Jesus sie
lehrte. Und so setzen sie an die Stelle des „Gebt ihr ihnen
zu essen” ihr eigenes „Seht ihr euch um” - laßt es andere machen - „wir aber wollen” allein am Gebet und am Wort dienen
- wir sind zu „Wichtigerem”, zu „Höherem” berufen. Diese Haltung ist bereits
eingefleischt. Paulus tat dies nie. Sein
Denken ist in dieser Frage ein völlig anderes. Mit dieser verhängnisvollen Umkehrung
entsteht dann auch
wieder jene verderbliche Hierarchie, die die Menschen einteilt in jene,
die bedient werden, und in jene, die zu dienen haben, die sie einzwängt
in ein System vorgeblich „Wissender” und „Unwissender”, am Ende aber
auch wieder in ein System Besitzender und Besitzloser preßt.
Und begonnen hat
all dies - für jene kaum mehr sichtbar, da sie ihren Fokus statt auf
den Nächsten auf sich selbst, auf
ihren Weg, auf ihren „Dienst”
usw. gerichtet hatten - mit einer
Vernachlässigung der Liebe, der Handreichung des täglichen
Für- und Miteinanders. Von dem Murren jener Hellenisten (die, die
nichts
besaßen) gegen die Hebräer (die, die das Land, damit die
Gelderlöse aus
diesem Land und somit auch etwas zu verteilen hatten) aus der
Apostelgeschichte bis zu den Streiks und den sozialen Unruhen neuerer
Tage war es dann ein nur allzu folgerichtiger Weg. [11] Man hat dann
wohl
die Unruhestifter bekämpft, und das meistens mit Erfolg; aber auf die
Idee, daß man diese Unruhestifter selbst
hervorgebracht haben könnte, sind die Teilhaber der angeblich „besseren Gesellschaft” nie gekommen. In ihrer Haltung, für
den eigenen Gewinn über Leichen zu gehen, und dem sonntäglichen
Gottesdienstbesuch sahen sie offenbar keinen Widerspruch. Und dieser
Hochmut
währt bis heute. So fahren jene Kreise fort, in dieser
Frage zu sündigen; und immer haben sie diese
Sünde
mit ihrer vorgeblich „hohen Berufung” und mit dem in ihren Augen „gottgegebenen”, daraus resultierenden „höheren sozialen Stand” zu begründen gewußt - als ob das
alles
rechtens, alltäglich, selbstverständlich sei.
Auf diese Weise ist wiederum „das Volk” entstanden - als die zur
unkenntlichen grauen
Masse degenerierte und erstarrte, in Abhängigkeit gebrachte und
gehaltene Ansammlung Nächster,
die nach den Vorstellungen der „Besitzenden”, der
Käufer und der Verkäufer
dieser Welt, möglichst wenig zu leben,
dafür umso reibungsloser zu funktionieren
habe. Daß dieses „Volk”
irgendwann nach radikalen Lösungen sucht, wenn
es in seinen Nöten alleingelassen und der Bogen allzulange überspannt
wird, ist ja keine so neue
Erkenntnis.
Besser wird seine Situation davon freilich nicht. Im Gegenteil - hier
schlägt
meistens die
Stunde der Hetzer und der Demagogen, der Ultra-Rechten und der nicht
weniger radikalen Linken, der
neuerlichen Profiteure und der Bauernfänger beiderseits jenes Weges,
den man hätte eigentlich beschreiten
sollen (vgl. Spr 4. 20 - 27). Und gerade jene sind es, die für sich
stets einen gewissen „christlichen Anspruch” reklamiert haben, die diesen Fragen
bis heute ausweichen. Dies tun sie freilich mit einer Vehemenz, die
fast schon wieder bewunderungswürdig scheint - wenn es nur nicht so
traurig wäre. Und so bleibt man sich und anderen die
Antwort schuldig; das Gespräch aber und der Austausch, die so notwendig
wären, um das Miteinander der gespaltenen Gesellschaft zu heilen oder
ein solches Miteinander überhaupt einmal erst herzustellen, bleibt aus.
Hier besteht überhaupt kein Interesse. Wenn man schon den anderen nicht
offiziell „über den Tisch ziehen” kann, dann muß man ihn wenigstens „unmöglich” machen. Und so drischt man einfach immer
nur auf „die
anderen” ein, ohne einmal nach dem Woher und dem Wohin zu
fragen. Vor allem aber weigert man sich, sich dem klaren Urteil des
Wortes Gottes zu stellen und sich ihm auch in dieser Frage eindeutig
unterzuordnen.
In den im
letzten Teil der „Zehntenlüge”
enthaltenen Betrachtungen zur Kirchengeschichte sind wir auf die hier
angesprochenen Entwicklungen und Zusammenhänge noch einmal, wenn
auch nur kurz, eingegangen. Wer sich mit dieser Geschichte ein wenig
gründlicher und vor allem unvoreingenommener beschäftigt, als dies
weithin der Fall ist, der bemerkt bald, daß man hier nicht nur die Welt
eingelassen hat; man ist im Verlaufe der Jahrhunderte selbst wieder zur Welt geworden.
So ist es auch mit der kapitalistischen Ideologie, mit der wir uns im
Lichte des Wortes Gottes beschäftigen müssen,
wenn wir uns mit der Thematik Babylon
- der Einheit der Welt in politischer, wirtschaftlicher und religiöser Hinsicht -
tatsächlich auseinandersetzen wollen. So stellt der Kapitalismus einen
völlig
anderen, einen der Ordnung Gottes geradezu diametral
entgegengesetzten Weg dar. Man bezeichnet ihn gemeinhin auch als
Gewerbetreiben. Sein Lebenselixier ist darum der Weg des
porismos, des Bestrebens also, Erwerbs- oder Geldquellen
zu finden oder zu eröffnen; es ist der Weg des Verdienens,
des Ansammelns von Reichtümern oder überhaupt von Gütern
für sich selbst (1Tim 6. 3ff). Das Sammeln von Gütern
bezeichnet das Neue Testament als Mammonsdienst (vom hebr. mamona,
das Sichere, das Gespeicherte). Mammonsdienst schließt ohne
Ausnahme vom Dienst Gottes aus, wie der Herr sagte; es gibt keinen
„christlichen” Mammonsdienst, so gibt es also auch keinen
„christlichen” Kapitalismus, wie heute viele meinen; es ist ein
anderer Herr, dem man hier dient, damit aber handelt es sich
um Götzendienst (siehe Mt 6. 19 - 24, vgl. auch Lk 12. 13 - 21).
Bereits hier wird der Hörende also mit falschen Begriffen und
Zuordnungen getäuscht.
Auch Paulus
warnt vor diesem Weg und beschreibt ihn als eine Versuchung und
als
einen Fallstrick; er hat „viele und schädliche
Begierden” zur Folge, was schließlich den, der ihn geht,
in „Ruin und Untergang” führt (1Tim 6. 9). Insgesamt
baut er auf der philarguria, der Liebe zum Geld auf;
er erwächst also aus einer Philosophie, die die Bibel „eine
Wurzel aller Übel” nennt (1Tim 6. 10). „Geldgier
(philarguria) sei nicht eure Weise”, heißt es dann auch
im Hebräerbrief; „euch genüge, was vorhanden ist”
(Hbr 13. 5). Neben anderen Dingen ist zunehmende Geldgier
ein Phänomen der letzten Tage (2Tim 3. 2). Wir werden auf diese
letzten Tage im Zuge unseres Artikels noch einzugehen haben. Die
zweite Quelle des Kapitalismus ist mit der Geldgier eng verwandt; es
ist die pleonexia, die Habgier, das Mehr-Haben-Wollen
im Wortsinn. Dem entspricht der ihm ganz eigene Hang, Güter
bzw. irdisch faßbare Werte über das gegebene Maß
hinaus vermehren zu wollen. „Mehr als dies”, „mehr als
das”, das ist seine Grundhaltung; ohne eigenen Gewinn kann er
nicht sein. So bestimmt Habgier geradezu sein Wesen; sein Ziel ist
der Profit, d. h. der Vorteil (lat. der vor anderen erzielbare
Anteil). Immer geht es ihm darum, mehr zu haben; er will mehr
haben als das Gegebene, und er will mehr haben als Andere; und er
will es vor allem vor ihnen haben. Der ständige Ruf nach
„mehr” – „mehr Geld”, „mehr Gewinn”, „mehr
Wachstum”, „mehr Lohn” – er ist der Ruf grenzenloser,
unersättlicher Habgier.
In
denselben Bereich gehört damit auch das Übervorteilen
(pleonektéo, so in 2Kor 7. 2, 12. 16, 17; 1Thes 4. 6). Das
Übervorteilen ist die Habgier der Tat bzw. die
ausgeübte Habgier und wird im Neuen Testament auch als
Unreinheit bezeichnet (1Thes 4. 6). Seine wohl
krasseste Form ist der Konkurrenzkampf, der Versuch, den
Mitbewerber zu verdrängen, ihn aus dem Feld zu schlagen, um den
Gewinn selbst einzuheimsen. Immer ist Druck dabei; die Grenzen
zwischen psychischer und physischer Gewalt sind oft fließend.
Man nennt dies heute auch Ellenbogenmentalität. Auch wenn
sie nicht nur den Gewinn von Geld im Auge hat, sondern
durchaus auch andere Dinge, hat sie also immer auch etwas mit Habgier
zu tun; sie ist ihre zweite Form. Hier spielt auch das Ausüben
von Macht hinein. Die dritte Variante der pleonexia, der Habgier
und des Übervorteilens, ist der Geiz. Wir beschreiben
ihn am Besten als zurückhaltende, am Eigenen festhaltende
Habgier. Wer Dinge oder auch Dienstleistungen vorrangig nach
ihren Kosten beurteilt, wer einkauft nur noch nach dem Preis, wer
also spart und festhält ohne Not, der hat ohne Zweifel
die Sünde des Geizes in seinem Leben! Geiz hält zurück,
um die Kosten zu begrenzen; er will den Vorteil des Gebers
bewahren bzw. nicht aufgeben; so beschneidet er die Gabe und
übervorteilt damit den Nächsten, den Lohnempfänger,
den Bruder usw., dem sie gelten soll. Eine Gabe soll nicht wie
Geiz, wörtlich: wie Habgier aussehen (pleonexia, dasselbe
Wort, 2Kor 9. 5f). Die zunehmend üblich werdende
Lohnzurückhaltung bzw. das Verlangen nach Billiglöhnen
dürfte in diese Kategorie wohl mit einzurechnen sein. Auch der
Ruf nach Fördergeldern, ohne die man nicht einstellen würde,
gehört dazu. Aber hier steht noch sehr viel mehr. Hier geht es
nämlich gerade auch um die Rechnung Leistung –
Gegenleistung, von der die hier beschriebene Ideologie geradezu
lebt und in der sie ihr Dasein hat. Nach dem Neuen Testament ist sie
vollkommen zu verwerfen. Denn jede Gabe, die wir geben sollen,
soll ja ohne Habgier sein, wie wir gerade gelesen haben, ohne die
pleonexia, ohne die Erwartung also, daß sie sich für
den Gebenden vermehren oder doch wenigstens erhalten solle. Im
Reich Gottes gilt nicht der Gewinn, sondern die dem Nächsten
erwiesene Liebe (Ga 5. 6b, 13, 14); das, was mir früher Gewinn
war, das gereicht mir heute zum Schaden, es ist für Abraum zu
halten, wie Paulus an die Philipper schrieb (Phil 3. 7, 8). Die
Liebe ist kein Geschäft; nie fragt sie danach, was sie bekommt
(1Kor 13. 5). Damit ist auch die Wohlstandslehre der sog.
Glaubensbewegung, unter deren Joch sich so viele Geschwister begeben
haben, eindeutig der Lüge überführt; ihre Quelle ist
das Begehren, und ihr ganzer Beweggrund ist nichts anderes als
Habgier!
Die
Bibel nennt Habgier mehrfach Götzendienst, und sagt klar, daß
die, die solches verüben, keinen Anteil am Reich Christi und
Gottes haben bzw. kein Losteil an der Königsherrschaft
Gottes erhalten werden (1Kor 6. 9 - 11, Ga 5. 19 - 21, Eph 5.
5ff). Götzendienst ist wiederum ein Werk des Fleisches (Ga 5.
19). Um dieser Dinge willen – der Apostel nennt die Habgier mit
Hurerei und Unreinheit in einem Atemzug – „kommt der
Zorn Gottes über die Söhne der Widerspenstigkeit” (Eph 5.
6; derselbe Wortlaut auch Kol 3. 5). Dieser Weg wird demgemäß
als Weg der Finsternis bezeichnet, an dem wir keinen Anteil
haben sollen. Der Ausschluß dieses Weges ist im Neuen Testament
so deutlich, so rigoros, so drastisch, daß wir mit dem
pleonéktes, dem Habgierigen, der sich einen Bruder
nennt, keinerlei Gemeinschaft pflegen sollen; mit einem
Solchen sollen wir nicht einmal essen; so sollen wir „den
Bösen” (gemeint ist hier der Teufel
bzw. sein Einfluß) aus unserer Mitte entfernen (1Kor 5. 10f).
Hinter jedem Mammonsdienst, der immer auch mit Habgier
einhergeht, steht demnach „der Böse”, der Teufel
selbst; wer also mit diesen Dingen in Verbindung steht, gibt ihm, dem
Bösen, Raum, öffnet sich der Finsternis, verbreitet sie,
trägt sie weiter, bringt andere in sie hinein (vgl. Eph 4. 27). „Werdet
daher nicht
gemeinsame Teilhaber mit ihnen”, schreibt Paulus an die
Epheser; „denn einst wart ihr Finsternis, nun aber
seid ihr Licht in dem Herrn” (Eph 5. 7, 8). Somit gehört
auch der Kapitalismus von seinem ganzen Wesen her zu den
„unfruchtbaren Werken der Finsternis”, an denen wir als
„Kinder des Lichts” (Vers 9) nicht teilhaben, sie aber als
solche entlarven, ins Licht stellen sollen (11, 13). Wie die im
Kommunismus zur Schau getragene Gottlosigkeit, so stellt damit auch
die kapitalistische Grundlehre eine rein materialistische
Ersatzreligion dar, eingeführt und zelebriert von Menschen, die
den biblischen Gott längst verworfen und den Profit an
Seine Stelle gesetzt haben. Ihn vor allem möchte man nur allzu
gern auf den Trümmerhaufen derselben Gesellschaft schieben, die
man gerade, so sagt man, „umzubauen” gedenkt.
Das
Dreigespann Habgier – Hurerei – Unreinheit tritt in der
Schrift regelmäßig zusammen auf. Es ist also ganz gleich, ob wir uns in
Habgier (pleonexía) befinden,
oder
ob wir uns in den Bereich der Hurerei
(porneia) und damit auch der Unreinheit
(akathasia) begeben haben – wir
bewegen uns mit allen diesen Dingen
auf ein und demselben Weg der Sünde und des Götzendienstes. Der, der
sich mit Habgier abgibt und
sie propagiert, der ist also keineswegs „besser”
als der, der sich mit Unzucht und Pornografie
beschäftigt; er lebt in ein und derselben Unreinheit und benötigt daher
die Reinigung durch Jesu Blut, wenn er in die Gemeinschaft mit Gott
eintreten will. Wie schon die zahlreichen Hinweise der
alttestamentlichen
Propheten auf die geistliche Hurerei
Israels zeigen, entstammt beides derselben
Wurzel; beides hat dieselbe Kraft, und so führt beides auch in dieselbe
Trennung von Gott hinein. Dieser Zusammenhang zwischen geistlicher
Hurerei und Habgier ist
gerade in Kreisen, die
sich den Anspruch
einer gewissen „Bibelgläubigkeit” gegeben haben, zumeist unbeachtet geblieben.
Die Wege der Habgier wie der Hurerei wurzeln jedoch beide
ausnahmslos in der Begierde des Fleisches (vgl. Ja 4. 1 - 10;
siehe auch Off
18.
14). Wer immer auch diesen Weg geht, ist ein „Sohn der
Widerspenstigkeit”, wie Paulus sagte, den wir oben angeführt
haben; er kommt vom Widersacher her, befindet sich also im offenen,
direkten Widerstand gegen Gott. Von solchem Widerstand gegen Gott bis
zur
offenen Zauberei ist es dann nicht mehr weit, denn „Ungehorsam ist
Zaubereisünde, und Widerstreben ist Frevel und
Abgötterei” (1Sam 15. 23; wir sprachen eben vom Götzendienst).
Spätestens hier wird also der okkulte
Hintergrund dieses
Weges deutlich. Er wird die letzten Tage dominieren und dominiert sie
bereits. Wen wundert es da noch, daß auch Babylon, die Stadt
der Könige und der Kaufleute, die Stadt des Kaufens und des
Verkaufens als Ort bezeichnet wird, in dem diese Dinge eine ganz
zentrale Rolle spielen, wie wir eingangs bemerkt haben (Off 18. 2 -
3). So wird sie nicht umsonst die „große Hure”
genannt (17. 1, 15 usw.). Aber sie ist noch mehr; sie die Quelle
jeglicher Finsternis; von ihr geht sie aus; sie ist die „Mutter
der Huren und der Greuel der Erde” (17. 5). Und so werden wir
nicht im Unklaren gelassen darüber, wer die Macht hat auf
Erden. Wieder ist es Babylon; sie hat die
Königsherrschaft über die Könige der Erde erlangt (17.
18); diese haben sich mit ihr eingelassen, haben mit ihr gehurt, sind
mit ihr Bindungen eingegangen; so sind „durch den Wein ihrer
Hurerei” ihr dann auch alle Nationen anheimgefallen, über
die die Könige einmal gesetzt waren (18. 3). Wiederum gehören
Kaufleute und Zauberei zusammen; sie erscheinen in einem
Satz, so nahe, so eng stehen sie beieinander. Ein unübersehbarer
Machtwechsel findet statt. Am Ende sind es die Kaufleute Babylons,
die die Macht haben; jetzt sind sie die „Magnaten der
Erde” geworden; durch die Zauberei ihrer Stadt, die man auch
„die Große” nennt, wird nun die ganze Welt irregeführt
(18. 23). Damit ist die Religion der Endzeit klar beschrieben; wir
wissen nun, wo genau sie steht. Ihr einziger Inhalt ist Kaufen und
Verkaufen, ihr Lebenszweck ist der Gewinn, und ihre
Priester sind die Kaufleute der Erde. In ihr wird der
Widerstand gegen Gott weltweit kulminieren; so wird man einmal das
Blut all der Heiligen und der Propheten in ihr wiederfinden, die auf
Erden hingeschlachtet worden sind (17. 6, 18. 24).
Und
so besitzt dieses System schon heute eine deutlich religiöse
Dimension; es ist in sich selbst so religiös, daß selbst
in diversen intellektuellen Kreisen bereits ganz offen von der
Religion des Kapitals gesprochen wird, von einer Religion des
Geldes, des Reichtums, der Banken und der Bosse. Ihr hat sich
alles unterzuordnen, ihren Schranken soll sich jedermann fügen.
So gilt nun nicht mehr, daß der Starke den Schwachen trage, der
Reiche Verantwortung für den Armen habe (Apg 20. 33 - 35). Dem
entzieht man sich – und geht den billigen Weg. „Der Markt
allein werde alles richten”, so meint man in den Kreisen derer,
die an den Gott dieses Systems glauben. Ach ja, wirklich? Nun,
fragen wir nur in den Elendsvierteln dieser Welt, was der
Markt denn gerichtet hat! In den Kathedralen der Banken und des
Kapitals interessiert dies freilich wenig. Babylon hat viele davon;
Türme sind es, die bis in den Himmel reichen (s. 1Mo 11. 1 - 9).
Da werden Produkte verkauft, als sei ihr Verkauf ein Gottesdienst;
Waren werden in Tempeln präsentiert, in Glitter und Glamour,
hochthronend, angestrahlt, musikumschmeichelt, göttergleich;
selbst Menschen (man nennt sie Arbeitskräfte) werden feilgeboten
wie auf einem Basar, sollen verheizt werden für eine Religion,
die sich Kapitalismus nennt. Rational gibt sie sich, kühl
und aufgeklärt. Und doch stellt sie nichts anderes dar als
primitivstes Heidentum in hochwissenschaftlichem Gewande. Hier darf,
ja soll der Mensch unaufhörlich seiner Hände Werk anbeten
und vor ihm niederfallen (vgl. Off 9. 20, 21).
So
gerät diese Anbetung zu dem größten Opferkult in der
Menschheitsgeschichte. Profit heißt der Moloch, dem man
sich in den Rachen
wirft, und die Befriedigung
seiner Gier wird zum
ersten Gebot. Erfolg sei das Ziel und Rücksichtslosigkeit der
Weg; der Nächste bleibt dahinten. „Tanze ums Goldene Kalb”,
heißt die Parole seiner Gläubigen, „tanze doch
schneller” – wehe dem, der nicht mithalten kann, den Tanz
nicht mittanzen will. „Modernisierung” nennen dies die
„Modernisierer”, und doch ist das Ganze ein uralter Hut,
hervorgekramt aus der Mottenkiste der Geschichte und mit zeitgemäßem
Anstrich versehen. Hier stehen falsche Propheten wieder auf, Priester
eines Markt genannten Götzendienstes, dem Baalskult in
neuem Kleid. Männer von Format sind es, die ihn ausüben,
und sie scheinen in der Überzahl, wenige nur sind es, die ihnen
Paroli zu bieten wagen. Wer anders denkt, wird diffamiert,
ausgegrenzt und totgeschwiegen. Denn der Zeitgeist regiert, und der
Zeitgeist diktiert. So hüpfen sie gleichsam um den Altar, den
sie gemacht haben, beschwören ihren Gott, berauschen und
verletzen sich in ekstatischem Tanz. Und sie möchten gern, daß
das Volk ihnen folge; es soll sich zum Tanz verführen lassen,
damit es sich an diesem Altar ebenso berauschen und verletzen, ja
endlich dahinschlachten ließe wie sie (vgl. 1Kö 17. 21 -
29, 40). „Wollt ihr den totalen Krieg?” hatte man die
Deutschen vor über sechzig Jahren noch befragt, benebelt vom totalen Rausch, gefangen im totalen Wahn; heute fragt man
nicht
mehr; man verfügt – den totalen Kapitalismus. Denn das
Kapital hat längst die Macht, zunehmend durchdringt es alle
Lebensbereiche; schließlich
nimmt es auch den Regierenden das
Heft aus der Hand, es
bestimmt das Staatswesen, und das Wort vom
Turbokapitalismus macht die Runde.
Seine
Hintermänner
sind noch immer dieselben, und so werden auch die Ergebnisse ihres
Tuns einmal dieselben sein. Die Geister, die man rief, die wird man
nicht mehr los. So wird die ganze Welt verführt und
rennt in ihr
Verderben. Hier ist nicht weniger als ein neuer Totalitarismus am
Entstehen – unter den Deckmäntelchen von „Demokratie”,
„Wohlstand”, ja sogar von „Freiheit”.
In
solchem Götzendienst erfüllt sich längst, was die
Offenbarung prophezeite. Noch schwärmen maßgebliche
Politiker von seinem vermeintlichen Siegeszug, vom Sieg des
Kapitalismus, sich und ihre Ideologie feiernd. Von Habgier getrieben,
verführen sie die Ahnungslosen mit geglätteten Worten, ja
mit christlich klingenden Phrasen und machen sie so zur Handelsware
(vgl. 2Ptr 2. 1 - 3). Schon lassen sie die Maske fallen. Und doch ist
ihr Gericht beschlossen, bleibt Gott im Regiment. „Warum
schnauben die Nationen und kümmern sich die Völkerstämme
um Vergebliches? Die Könige der Erde stehen dabei, und die
Oberen versammeln sich am selben Ort gegen Jawe und Seinen Gesalbten:
Wir wollen zerreißen ihre Bande und ihr Joch von uns werfen.
Der in den Himmeln thront, verlacht ihr Tun, Jawe hohnlacht ihrer.
Dann wird Er sprechen in Seinem Zorn, und in Seiner Zorneshitze
verstört Er sie...” (Ps 2. 1 - 5). So wird auch hier das
Gericht kommen, und es kommt schnell; in einer Stunde ist es
da, und Babylon, die sich so groß gebärdete, ist dann
nicht mehr; Gott trifft das Kapital an seiner Wurzel, zerstört
die Räuberhöhle: „Auch die Kaufleute dieser Erde
trauern und jammern über sie, da niemand mehr ihnen ihre Fracht
abkauft: Fracht an Gold, Silber, kostbaren Steinen, Perlen, Batist,
Purpur, Seide und Scharlach, jede Art Zitrusholz, jedes Gerät
aus Elfenbein, jedes Gerät aus kostbarstem Holz, aus Kupfer,
Eisen und Marmor, dazu Zimt und Ingwer, Räucherwerk, Würzöl
und Weihrauch, Wein und Öl, Feinmehl und Getreide, Vieh und
Schafe, Pferde und Karossen, sowie Körper und Seelen von
Menschen... Die Händler, durch diese Waren an ihr reich
geworden, werden aus Furcht vor ihrer Qual von ferne stehen und
trauernd sagen: Wehe, wehe, du große Stadt, die du mit Batist,
Purpur und Scharlach umhüllt, mit Gold vergoldet und mit
kostbaren Steinen und Perlen geschmückt warst; daß in
einer Stunde soviel Reichtum verödete!” (Off 18. 11 - 17).
Für
die Kaufleute dieser Welt ist der Mensch zur Ware geworden, er
bringt nicht viel, ist wenig wert; er ist der letzte in ihrer
Warenkette (Vers 13). Zum Material wird er erklärt, zum Mittel
des Profiterwerbs, zum verfügbaren Gegenstand, er, der
doch das Ebenbild Gottes sein sollte. So kennt die in der Verachtung
des Menschen liegende Mißachtung Gottes, oft ausgeübt
unter pseudo-christlichem Anstrich, keinerlei Grenzen mehr. Man
schmäht dem Schöpfer, indem man Sein Geschöpf mit
Füßen tritt – und es zur Handelsware erklärt,
die für Geld zu haben sei. Indessen macht man weder vor dem
Ungeborenen, noch vor dem Geborenen halt. Der Mensch verkommt zur
bloßen Ressource; zunehmend wird er zum Ersatzteillager für
eine reiche und solvente Kundschaft degradiert. Sogar an der Börse
handelt man ihn; sein Körper wird zerlegt und auf den Markt
geworfen und landet schließlich auf den Fleischtheken des
Kapitals. Der weltweit operierende Organhandel, der sich der Ärmsten
der Armen bedient, wie der mit Embryonen zeigen dies in
erschreckender Weise. Die ersten Opfer sind immer die, die sich nicht
wehren können. Es sind die Ungeborenen, die kleinen Kinder, die
Armen und die ganz Alten. Der Jugendwahn grassiert, narzißtischer
Ausdruck einer kranken Gesellschaft. Nicht der Mensch definiert mehr
die Leistung, sondern die Leistung definiert den Menschen. Wer die
geforderte Leistung nicht mehr erbringen kann, hat deshalb seinen
„Wert” verloren und wird zügig, sehr zügig aus der
Gesellschaft ausgegrenzt. Das, was sich also nicht zu Geld machen
läßt, vielmehr noch jenes, das dem selbstgefertigten, in
eigenen Augen perfekten Menschenbild nicht entspricht, wird lediglich
als Kostenlast empfunden; es wird entlassen, weggesperrt oder auch
weggeworfen, „entsorgt”, wie man auf neudeutsch sagt.
Man
diskutiert sie wieder, die Frage nach der sogenannten Euthanasie, die
Frage des vermeintlich werten oder unwerten Lebens. Schon streitet
man darüber, ob man den Alten noch jede medizinische Hilfe
zukommen lassen soll. Ist Leben bezahlbar, entspricht es dem
selbstgemachten Ideal, dann darf es bleiben, wo nicht, ist es keiner
Zuwendung mehr wert, setzt man es beiseite – und bringt es damit um
(1Jo 3. 15). Das, was doch niemand bezahlen kann, das soll
sich nun in Geld ausdrücken und in Geld, in Plus und Minus
abgerechnet werden. Alles, aber auch alles wird zur Währung
gemacht, jeder handelt mit jedem und, was man übersehen hat –
Gott hat es gesehen. [12] All
dies sind Sünden, die längst
zum Himmel schreien, und zwar seit Jahrhunderten schon; und doch wird
der Schrei überhört, ja offen übertönt. Man
spendet vielleicht hier ein wenig und dort ein wenig, um sein
Gewissen zu beruhigen, das um solcher Sünden willen nicht mehr
schweigen kann. Dafür darf man sich dann auf Bronzetafeln
verewigen und feiern lassen, die Gesellschaft ist endlich abgespeist
und gibt Ruhe, und der gute Name ist wieder einmal gerettet, weil
Firma Soundso schließlich gespendet hat. Da werden die
Angestellten erpreßt und getrieben, die Löhne gekürzt,
ihre Zahlung immer wieder hinausgezögert oder auch ganz
verweigert. Wer sich nicht dreingibt, der fliegt aus der Firma –
Macht zu haben, das ist doch eine feine und bequeme Sache.
Gleichzeitig aber fastet und opfert man, um Gott zu nahen, und jeden
Sonntag sitzt man in der Gemeinde in der ersten Reihe, dort, wo sonst
auch die Ältesten sitzen, gleich neben dem Pastor und seiner
Frau...
In
einem christlichen Internet-Forum stand einmal folgendes zu lesen:
„Ich
habe ganz miese Erfahrungen in einer Firma gemacht, in welcher sowohl
der Inhaber als auch der Geschäftsführer bekennende
Christen sind und obendrein wie ich in der ... (Name der
Gemeinde) sind und wo überall an den Wänden Bibelsprüche
hängen”, schrieb ein Bruder da.
Und
weiter: „Über den Inhaber stand neulich ein Bericht im
Manager Magazin, als es um die 100 reichsten Deutschen ging. Der
Titel lautete: Milliardär von Gottes Gnaden.
Der
Untertitel: Daß geschrieben steht, ein Kamel käme leichter
durch ein Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel, das ficht X.Y.
nicht an.
Und
genauso ist es. Alles, was seinem selbstherrlichen Lebensstil
entgegensteht, ficht ihn nicht an. Es passieren Dinge in dem Laden,
die sind unglaublich. Da wird der Sohn eines Missionars der
Allianz-Mission, wo der Geschäftsführer im Vorstand sitzt,
mit dessen Wissen total be..., aber sie tun nicht das Geringste
dagegen. Mir selbst ist es ähnlich ergangen.
Der
Unternehmer und seine Firma betätigen sich ungewöhnlich
sozial. Das finde ich auch aller Ehren wert. Absolut. Allerdings
frage ich mich, welchen Wert es hat, wenn ich ein paar Milliarden
habe, ein paar Millionen spende und dies immer lauthals öffentlich
mache. Ich weiß es nicht. Darüber muß auch ein
anderer urteilen.
Was
ich jedoch glasklar weiß, ist die Tatsache, daß in
besagtem Unternehmen gelogen und betrogen wird und daß die
Großkopferten dies wissen. Und das finde ich armselig, und
deshalb werde ich, sollte irgendwann mal wieder ein potentieller
Arbeitgeber Christ sein, sehr genau hinsehen”.
Ein
anderer erwiderte ihm: „Mein Eindruck ist auch, daß in
Unternehmen, die christlich geführt sind, oftmals härtere
Bedingungen herrschen! Es wird meist schlechter bezahlt und man muß
mehr leisten, so habe ich es oft schon gehört...”
Auch
andernorts erklingt immer wieder derselbe Tenor. Überall höre
ich darüber reden, daß in betont „christlichen”
Unternehmen schlechter gezahlt, gleichzeitig aber mehr getrieben,
mehr Druck ausgeübt würde als anderswo. So hat sich dies
überall herumgesprochen; in jeder Ecke weiß man davon; und
so pfeifen es auch hier die Spatzen von den Dächern. In diesem
Bereich scheint sich also ein genereller Trend abzuzeichnen; damit
aber erweisen sich jene Verhältnisse als krank, und zwar von
ihrer Grundlage, von ihrer Wurzel und ihrem Selbstverständnis
her. Wir wollen dabei allerdings jene nicht antasten, die ihre
Verantwortung wahrnehmen oder noch wahrnehmen. Für nicht wenige
kommen zuerst ihre Mitarbeiter, dann erst kommen sie. Auch davon hört
man, das darf man also nicht vergessen. Ihre Mitarbeiter sollten zu
ihnen stehen, auch in weniger guten Zeiten, gerade dann, wenn sie
Kinder Gottes sind. Sie brauchen jede Hilfe und Unterstützung,
die sie finden können; für Außenstehende könnte
sich eine solche Hilfe etwa darin äußern, daß man
ihre Waren oder Dienstleistungen vor denen der anderen kauft oder in
Anspruch nimmt. Eine gute, d. h. nach Möglichkeit postwendende
Zahlungsmoral gehört unbedingt dazu; für Christen ist sie
geradezu Pflicht. Auch hier gilt, daß der Arbeiter
seines Lohnes wert ist (vgl. Lk 10. 7, 1Tim 5. 18). Nicht zuletzt
sollte ihnen auch in besonderer Fürbitte gedacht werden. Sie
stehen unter einem immensen Druck; in besonderer Weise sind sie den
Mächten dieser Welt ausgesetzt, und der Feind schläft
nicht, wie wir alle wissen. Daß Kinder Gottes nicht betrügen,
sondern zu einer gewissenhaften und ordentlichen Arbeit angehalten
sind, sollte hier nicht erst besonders erörtert werden müssen.
Jenen aber, die sich wie vorstehend beschrieben verhalten, gilt
Gottes dringender Ruf zur Umkehr. Entweihen sie doch Seinen Namen,
machen ihn stinkend in den Augen der Welt. Jene, die immer wieder
Gründe für ihren Unglauben finden, bekommen sie so „frei
Haus” geliefert. Sollte es unter uns Christen nicht gerade sehr
viel besser sein als anderswo? Was für ein schlechtes
Zeugnis ist dies doch, und wieviel Gründe findet die Welt darin
für ihre Lästerungen! Meinen wir etwa, daß es nicht
auch vor die Ohren Gottes gekommen sei? Wie denkt Gott über
einen Unternehmer, der sich so verhält, was sagt Gottes Wort
über sein Gebaren?
Die
nach weltlichen Maßstäben wohlorganisierte „Gemeinde”
mag das Opfer eines solchen wohl freudig angenommen haben. Gott
aber ist es ein Greuel, was bedeutet, daß es Ihn ekelt; und so
wird nicht nur dessen Opfer, sondern auch dessen Fasten abgewiesen.
Nein, Gott hört so ein Gebet nicht, weil ein solcher Mann (oder
manchmal auch eine solche Frau) Sünde aufgerichtet hat, Sünde
gegen Gott, und Sünde gegen den Nächsten (Jes 58. 1 - 14,
59. 1 - 15, 66. 1 - 4; Ja 5. 1 - 6). Und Sünde trennt immer –
sie trennt nicht nur von Gott, sie trennt auch von den Mitmenschen.
Da mag man sich ob seines Erfolges und wegen seiner Gaben hofieren
lassen, wie man will. „Bruder Sowieso sitzt im Gemeindevorstand und
gibt regelmäßig seinen Zehnten, und für unseren
Kindergarten in der und der Straße hat er gerade ein überaus
großes Opfer gegeben, ach ja, und die rechte Hand unseres
Pastors ist er auch”. Vergiß es, vergiß es ganz
schnell, und kehre um, solange es noch Zeit ist. Heute ist es
geradezu üblich geworden, sich „die Leute zu kaufen”, die
man „braucht”. Hat man erst Gott gekauft, mit einer Gabe
zufriedengestellt und also auf seine Seite gebracht – als sei Er
wie ein heidnischer Götze zu „gebrauchen”, mit dem man das
ungestraft machen kann – dann ist man erst recht über jeden
Zweifel erhaben und darf selbstredend auch Seine Gemeinde regieren.
Was kümmern uns dann noch die Kinder, die in Indien Teppiche
knüpfen oder Fußbälle nähen, von denen derselbe
Bruder vielleicht gerade einen größeren Posten geordert
hat und nun wegen des geringen Einkaufspreises gewinnbringend wieder
verkauft? Was geht uns auch das Blutgeld an, das sein Gewinn in
unsere Kassen spült, solange es nur – Geld ist, das
unsere Paläste und unsere vermeintliche „Erweckung” von
morgen finanziert? Was interessiert uns das, wo der Bruder
doch so überaus „gesegnet” ist?
Und
was interessiert das noch den Bruder, nachdem er doch der
vermeintlichen Gerechtigkeit Genüge getan hat? Der „Status
quo” muß schließlich aufrechterhalten werden, das
Geschäft soll weitergehen, koste es, was es wolle, solange diese
Kosten sich nicht in Geld ausdrücken lassen oder wenigstens doch
von der Steuer abziehbar sind. Und so bleibt allen alles recht,
solange nur gezahlt wird, solange nur der Gewinn bleibt, solange nur
die Aktienkurse steigen und es wieder einmal gelungen ist, die
Aktionäre auch in diesem Jahr zufriedenzustellen. Der Ehrliche
und Gewissenhafte ist der Dumme, weil er sich der Konkurrenz der
Billigen nicht mehr erwehren kann. Wer noch etwas über
Verantwortung weiß und sich darum nicht in die allgemeine Riege
der Ausbeuter einreihen will, der kann auch dort nicht mithalten und
wird gnadenlos niedergewalzt. Geld regiert die Welt, sagt man.
Regiert es auch die Gemeinde? Der kapitalistische Totalitarismus,
Ausdruck des dem Mammon ganz eigenen Herrschaftsanspruches, enthüllt
sich jedenfalls in allen Bereichen, und um jene Organisationen, die
sich heute als „Gemeinde” bezeichnen, macht er keinen Bogen. Auch die
Kirchenleitungen erleben wir zunehmend gleichgeschaltet. [13] Man
hat schließlich zur totalen Privatisierung des Lebens
aufgerufen; die Kommerzialisierung der Gesellschaft steht kurz vor
ihrer letzten Vollendung; in ihr sieht man geradezu das Heil. Nach
außen zeigt sich dies besonders an der Arbeitswelt. Billig, billiger,
am billigsten, heißt auch hier die Devise. Heute geht man dahin, wo es
billiger ist, und schielt gleichzeitig dahin, wo es morgen noch billiger sein könnte. Die
„chinesische Lösung”
ist wieder ganz modern. Firmen, die heute
noch Gewinne machen, werden morgen aufgekauft, ausgeplündert,
plattgemacht. Wer sich nicht ausbeuten lassen will, der fliegt. Während
Zehntausende
entlassen werden, weil sie in den Augen der
Großindustriellen, Manager und Spekulanten offenbar ihres Lohnes nicht wert sind, steigen die
Börsenkurse in schwindelerregende Höhen. Die Gehälter der oberen
Zehntausend explodieren. Kritik an diesem Gebaren wird als Neid-Debatte
diffamiert. Menschen, die bei geringsten Sozialleistungen irgendwie
doch noch zu
überleben suchen, werden kurzerhand zu Schmarotzern
erklärt. [14] Der Kult ums
Goldene Kalb hat
jedes Maß verloren.
Unternehmen
|
Vorstandsgehalt
|
Zuwachs
zum Vorjahr
|
Unternehmen |
Vorstandsgehalt |
Zuwachs
zum Vorjahr
|
Deutsche
Bank
|
6,7
Millionen
|
+58,5%
|
E.ON
|
4,4
Millionen
|
+108%
|
DaimlerChrysler
|
4,3
Millionen
|
keine
Angabe
|
Allianz-Versicherung
|
2,8
Millionen
|
+45,6%
|
Siemens
|
2,4
Millionen
|
+20%
|
Deutsche
Telekom
|
1,9
Millionen
|
+3,9%
|
Volkswagen
|
1,8
Millionen
|
keine
Angabe |
Deutsche
Post AG
|
1,3
Millionen
|
keine
Angabe |
| Commerzbank |
1
Million
|
-
19,1%
|
Lufthansa
|
500.000
|
-
42,7%
|
Tabelle:
Durchschnitts - Jahresgehälter von Vorstandmitgliedern
einzelner großer Unternehmen 2003 in Euro (nach IdeaSpektrum 36/2004)
„Hiobsbotschaften
am Arbeitsmarkt sind die Siegesbotschaften an der Börse”,
hat Heiner Geißler von der CDU dieses Verhalten kürzlich wieder einmal
gebrandmarkt (ZDF, JBK-Show am 4. 10. 2005). Er gehört zu den wenigen,
die dieser Entwicklung Paroli bieten. Im Kreise derer, die diesen Weg
vertreten, im Kreise der vorgeblich „Wissenden”, die geringschätzig lächelnd ihre
Lippen schürzen, haben solche Leute freilich wenig zu sagen.
Die vielpropagierte Freiheit des
Einzelnen - hier endet sie.
Arbeitsmarkt heißt der moderne Sklavenmarkt von heute,
und heute wie damals werden auch hier lebende Menschen feilgeboten,
ganz offen, unwidersprochen. Begriffe wie Leiharbeiter oder
Personalagenturen sind modern, Ausweise kommerziellen und
öffentlich forcierten Menschenhandels. Humankapital, so
nennt man die Menschen nun. Fußballspieler kauft man ein,
Manager handelt man wie andernorts Immobilien; Einstellungen gibt es
oft nur gegen „Cash”; ohne Fördergelder wird kaum mehr
Arbeit geschaffen. Und es sind regelmäßig dieselben, die
für sich den Staat wohl zu bemühen wissen, die dann
aber über „zu viel Staat” jammern, wenn es um Zuwendungen
für die Armen oder um eine Absicherung für die
Beschäftigten geht. Gar nicht zu denken ist an Geiselnehmer und
Schleuserbanden; illegaler Menschenhandel
reicht dem legalisierten mittlerweile die Klinke in die Hand.
Viel Geld, auch Steuergeld läßt sich aus der Not von
Menschen schlagen. So hat man wohl den Namen geändert, den
Stecken des Treibers auch – der Markt und die darauf angebotene
Ware aber sind geblieben...
Darf
man einen Menschen zu Markte führen? Darf man also mit den
Leibern und den Seelen von Menschen Handel treiben und damit sein
Geld verdienen? Man darf offenbar, solange man den Menschen nur als
Arbeitskraft oder als Personal benennt. Heute freilich bietet man
sich selbst feil; die Sklaventreiber, die damals sichtbar
dabeistanden, agieren in diesen Tagen im Hintergrund, häufen
ihre so erworbenen Reichtümer an und gebärden sich doch als
Wohltäter der Nation. Hier soll nicht der Gewinn dem Menschen
dienen, sondern der Mensch dem Gewinn. Hier gilt der Profit,
nicht mehr das Leben. Für die, die sich dem Kaufen und Verkaufen
verschrieben haben, kommt darum immer erst der Körper,
die Arbeitskraft, danach erst kommt die Seele (Off 18. 13). Auch die
wird dem Markt unterworfen; denn trefflich läßt sie sich
zu Geld machen, wie die zahlreichen esoterischen Angebote unserer
Zeit beweisen. Der aber, der Körper und Seele kauft, der
besitzt sie, hält sie gefangen – und kann fortan mit ihr
machen, was er will. Der die Seele kauft und dafür Geld
gibt, ist der Teufel. Darum „fürchtet euch nicht vor denen,
die den Körper töten, die Seele dagegen nicht töten
können. Fürchtet aber vielmehr den, der die Seele wie auch
den Körper in der Gehenna umbringen kann” (Mt 10. 28).
In
dem hier beschriebenen „Umbau der Gesellschaft” erkennen wir in
der Tat die letzten Vorbereitungen, die nur dem einen Zweck
dienen sollen: es gilt, der Herrschaft des Antichristen und der
Errichtung seines Weltreiches endgültig den Weg zu ebnen, und
langfristig all das zu zerstören, was der Anbahnung dieser
Herrschaft hinderlich sein könnte. Um diesen Weg zu bereiten,
muß die Welt unregierbar gemacht werden; Tod und Elend, Hunger
und Not, Krieg und Zerstörung sollen sich auf der ganzen Welt ausbreiten. Da muß zuvor alles das
beseitigt werden, was diesen
Dingen auch nur im Ansatz begegnen und die Menschen auch nur
irgendwie vor ihnen schützen könnte; sie sollen nicht
geschützt, sondern ausgeliefert werden. Dazu wird die
Wirtschaft stranguliert, die Gesellschaft sturmreif geschossen; ihre
Sozialsysteme, die immerhin der Mehrheit ihrer Bürger dienen,
werden an die Wand gefahren, zugrundegerichtet, kaputtreformiert;
werden Stück um Stück eingerissen unter dem Vorwand, man
wolle sie auch für zukünftige Generationen erhalten, immer
gerade so weit, wie das Volk eben noch stille hält. Dieses Vorgehen ist
beschlossene Sache – europaweit, und sicherlich auch
weltweit. „Wir beschließen
etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was
passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände,
weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann
machen wir weiter – Schritt für
Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt”, sagte Jean-Claude Juncker, heute
amtierender EU-Ratspräsident und Premierminister von Luxemburg, in
einem Spiegel-Interview (52/1999, S. 136). Dazu, vor
allem dazu dient heute der Kampfbegriff Globalisierung,
ein Kunstwort, das man erfunden hat, um Weltoffenheit, um Freiheit
und „Modernität” zu suggerieren; dazu dienen auch die
Medienpropaganda, die stetig zunehmende Gehirnwäsche und die
offenkundigen Lügen, die in diesen Tagen in ihr verbreitet
werden – Lügen, die so abenteuerlich sind, daß es jedem
seriösen Wirtschaftsfachmann graust, der ausnahmsweise einmal
nicht an der Leine der Neoliberalen, des Kapitals und der
Konzerne, der bürgerlichen Gazetten oder der Banken hängt. [15]
„Es ist
zuviel bewußte Irreführung, zuviel Betrug mit
diesem Begriff verbunden”, schrieb denn auch der Publizist
Peter Scholl-Latour 2001 (Aus: Der Fluch des neuen Jahrtausends,
Bertelsmann, S. 318).
Hier
greift sie, die Kraft der Lüge (2Thes 2. 9, 11). Und die
Lüge wird wiederholt, bis das Volk sie glaubt, bis sie ihm zur
Wahrheit wird, bis sie von den Massen verinnerlicht worden ist und
endlich zustande kommt. Schon Goebbels wußte davon,
Hitlers falscher Prophet; er wußte von deren Wirksamkeit; er
wußte davon, daß die Lüge ins Dasein kommt, wenn man
sie nur glaubt, nachdem sie nur oft genug wiederholt worden ist, und
er hatte sich nicht einmal gescheut, dies in einer seiner Tiraden
auch öffentlich kund zu machen. Terroristenführer, wie
Arafat einer war, wissen davon, Geschichtsfälscher jeglicher Couleur
wissen
davon, belügen und betrügen die ganze Welt. [16] Selbst in
der
Welt weiß man davon; und so weiß man auch in der
Wirtschaft davon. Man kommt schließlich aus der Werbung;
man weiß, die Leute durch stete Wiederholung betrunken zu
reden, ihr Gehirn solange zu entleeren, bis sie endlich alles und
jedes aufnehmen, alles und jedes kaufen. Man weiß, daß
und vor allem wie die Lüge funktioniert. Es ist nach wie vor
dieselbe Strategie. Täglich dürfen wir ihr im Fernsehen bei
der Arbeit zusehen, dürfen wir uns am Radio ihre Reden anhören,
in den Zeitungen von ihr lesen. Die Medien sind in dieser Frage
gleichgeschaltet; schon pfeifen es die Spatzen von den Dächern...
„Und
wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge
glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten –,
dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit”,
schrieb 1948 der Romanautor Eric Arthur Blair unter dem
Pseudonym George Orwell (1903-1950) in dem Buch „Nineteen
Eighty-Four” („1984”). Das Werk schlug damals ein wie eine
Bombe. Blair – respektive Orwell – war seiner Zeit weit voraus;
viele der in seinem Buch damals noch vorstellungshaft beschriebenen
Mechanismen finden sich in der heutigen Realität wieder. „Orwell
zeichnet in seinem Roman ein fast vollständiges und exaktes Bild
der Mechanismen eines totalitären Staates. Daher kann man viele
der Strukturen und Vorgehensweisen in 1984 in der Gegenwart
(besonders natürlich in totalitären Staaten, aber auch in
demokratischen Staaten und Unternehmen) wiedererkennen”, lesen
wir in der „Wikipedia”, der freien Internet - Enzyklopädie [17]. Recht hat sie.
Man mag über Sinn oder Unsinn dieser Literatur zwar streiten.
Auch können wir unseren Glauben nicht auf solche Dinge gründen;
wir gründen ihn auf Gottes Wort, die Bibel. Jedoch kommt man
nicht umhin, zu konstatieren, daß auch Leute wie Orwell
davon wußten, wie man die Lüge einsetzt, um mit ihr die
Gesellschaft zu verändern und aus den so erzielten Veränderungen
Nutzen zu ziehen. Eingedenk der Tatsache, daß die meisten
Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen, hätte man dies vielleicht
als frühe Warnung auffassen können. Man hat es jedoch
nicht; die Ohren blieben verschlossen. Und so sind es viele geworden,
die sich der Lüge bedienen; doch nur einer ist es,
von dem sie ausgeht; es ist ein und derselbe Teufel, und es ist
derselbe
Teufel geblieben. Er ist ihr Vater (Jo 8. 44).
Ein
gewaltiger Verdummungsprozeß ist längst im Gange; es ist
ein Prozeß, der vor allem durch die elektronischen Medien
eingeleitet wurde, vorbereitend als auch parallel zur heutigen und
zukünftigen Entwicklung. Wohl kaum haben wir in aller
Öffentlichkeit jemals eine solche bewußte
Vernebelung der Wahrheit
erfahren wie in diesen Tagen. Die Propheten des Markfundamentalismus
haben sich genug Zeit gelassen; lange blieben sie unter der Decke;
sie haben mithin ganze Arbeit geleistet. Stück für Stück
lugen sie nun unter der Oberfläche hervor, bedienen sich der
Medien, die zum größten Teil ihnen gehören oder deren
Gremien sie wenigstens mitbestimmen. Denn daß die Medien großen
Einfluß haben, ist vor allem ihnen nicht verborgen. Sie
haben ihn schließlich bezahlt, und sie wissen ihn gut zu
nutzen. Kaum gab es einmal weniger Propaganda, kaum einmal ist sie
weniger allgegenwärtig gewesen wie in diesen Tagen, kaum einmal
gab sie sich weniger ausschließlich und totalitär. Dieser
Totalitarismus erinnert nur allzu gut an die Regimes vergangener
Zeiten. So wird von Neuem eine Endlösung betrieben; wieder ist
sie sehr deutsch, und wieder gibt sie sich unerbittlich; von Neuem
versucht man, sie „wissenschaftlich” zu begründen und so dem
staunenden Volk vorzuführen. Diesmal betrifft sie keine
Minderheiten; diesmal betrifft sie die Arbeitenden, vor allem die
abhängig Beschäftigten und ihre Arbeitswelt. Zunehmend
werden sie wehrlos gemacht, jeglichen Schutzes beraubt. Sie sind die
alten und nun auch die neuen Opferlämmer des wieder salonfähig
gewordenen Raubtierkapitalismus.
„Deregulierung,
Deregulierung”, schreien seine Propagandisten und faseln vom
„Ende der Bürokratie”. Gesetze, die die Menschen
schützen, stehen nur im Wege; darum weg damit, sie schaden nur.
„Wildwestkapitalismus”, so hat man diese Form der
Anarchie, der immer offener werdenden Gesetzlosigkeit
berechtigterweise genannt. Denn hier duldet man nur ein Gesetz
– es ist das Gesetz des Kapitals; man spricht von „Freiheit”
(andere nennen es Liberalismus) und meint doch nur seinen
eigenen Profit. Viele Ideologien und Heilslehren hat dieses Land
schon ertragen müssen. Die beiden letzten bedeutenden waren die
des Nationalsozialismus und die des Kommunismus. Heute nun hat man
sich die Ideologie des grenzenlosen „freien Marktes” zur neuen
Heilslehre erkoren. Sie klingt doch sehr viel besser, moderner; auch
sieht sie sehr viel „sauberer” aus; vor allem aber bringt sie
ihren Kolporteuren immensen Profit, und das mit sehr viel weniger
Mitteln. Da kann man endlich sogar seine Weste rein halten,
wenigstens nach dem Augenschein. Und doch sind die Folgen dieselben.
Auch hier bleibt das Menschenrecht auf der Strecke; auch hier wird es
auf dem Altar des Kommerzes, dem Moloch des Kapitals geopfert. Von
den Rechten Gottes spricht man ohnehin nicht mehr; man hat sie
einfach wegrationalisiert und abgeschafft. Die auch am Sonntag
geöffneten Läden, die am Feiertag betriebenen Fabriken
beweisen dies längst. Daß der Feiertag zu heiligen sei,
der eine Tag, der vor allem der Anbetung Gottes und nicht zuletzt
auch der Ruhe und der Erbauung der Menschen dienen soll –
diese Ordnung (s. 1Mo 2. 2 - 3) gilt lange
nicht mehr. Dies wird, neben anderen Sünden, verheerende Folgen
nach sich ziehen; vor allem werden langfristig die so erhofften
Gewinne ausbleiben; statt dessen werden immense Mehrkosten die Folge
sein, die die Kraft des Gemeinwesens bei weitem übersteigen
werden. In einem kaum noch zu finanzierenden Sozialwesen zeichnet
sich dies bereits heute ab; ebenso nehmen Krankheiten und Armut im
Volk immer mehr zu. Gottes Gesetz, das die Liebe zu Gott und die
Zuwendung an den Nächsten an die erste Stelle setzt
und beides miteinander untrennbar verbindet, übertritt
man nicht ungestraft (2Mo 20. 5ff, 3Mo 19. 18, 5Mo 6. 5; Mt 5. 17, 7.
11 - 12, 22. 34 - 40, 23. 23; Rö 13. 8 - 10, Ga 6. 2; siehe auch
1Tim 1. 8 - 11). Es hat, wie das Gesetz sagt, vor allem Folgen für
die nächsten Generationen.
Im
Wesen des Menschen selbst hat sich zwar nichts geändert, gar
nichts; die Habgier seines Herzens ist geblieben wie seine
Gottlosigkeit auch. Und doch erleben wir große Veränderungen;
so wird jeder Wert verdreht und auf den Kopf gestellt (vgl. Dan 7.
25). Heute erklärt man die Medizin zum Gift und das Gift zur
Medizin. Es ist die menschliche Geldgier, die sogar zur Heilung
der ganzen Nation dienen soll. Da gilt es, sich möglichst rasch
all dessen zu entledigen, was der Befriedigung dieser Geldgier auch
nur irgendwie entgegenstehen könnte. Daß Gott die Habgier
als Wurzel alles Bösen bezeichnet, interessiert da
herzlich wenig. Das als Medizin deklarierte Gift führt ganz
unweigerlich zur Krankheit; bald, sehr bald wird es dem Patienten den
Tod bringen. Man hat damit Erfahrung. Schon einmal hat man in diesem
Land eine Endlösung betrieben. Auch heute betreibt man sie, wie
wir oben gesagt haben; sie trägt nur einen anderen Namen. Man
betreibt sie mit Nachdruck, „nachhaltig”, mit aller Gewalt drückt
man sie durch, nichts wird ausgelassen. So ist sie endlich nahe, die
„Endlösung der sozialen Frage” (aus: Robert Kurz,
Schwarzbuch Kapitalismus, Eichborn). Man frohlockt in seinem
Wahn, man reibt sich die Hände; man hofft, noch mehr davon zu
bekommen; denn sehr, sehr nahe ist sie gekommen; fast hat man es
geschafft, den „Umbau”, wie man sagt, vollendet. Die Parteien
sind erfolgreich unterwandert; eine echte Alternative gibt es nicht
mehr; so ist die Demokratie vollends ausgehöhlt; der
Parlamentarismus endlich zur Farce gemacht. Die Macht haben längst
Andere; so werden die Debattierenden zu Marionetten, bewegt von den
Händen des Kapitals. Ihre Strippenzieher begnügen sich
nicht mehr nur mit den oberen Wirtschaftsetagen. Mittlerweile sitzen
sie auch in der Regierung selbst und spinnen von dort aus ihre Fäden.
Heute stellen sie sogar das Staatsoberhaupt. In diversen
Hochglanzmagazinen spricht man offen schon von der „Revolution
von oben”. Den meisten ist sie dennoch unbemerkt geblieben. Daß
sie eine Marionette ist, davon weiß die Marionette nichts.
Die Weichen sind gestellt...
Heute
stehen wir am Scheitelpunkt dieses Weges; er war kein Naturereignis,
er war geplant, von langer Hand und mit langem Atem vorbereitet. Der
Krieg, in dem man das Volk trieb, nahm ihm die Männer und Väter;
dann verlor es seine Vorbilder; es bekam nun Vorbilder, die keine
mehr waren. Die meisten unter uns haben Elternhäuser erlebt, die
von der Sünde und von der Gottlosigkeit geprägt gewesen
sind, von der Härte der Nachkriegsgenerationen. So ist der
Mangel an Liebe zur Krankheit eines ganzen Volkes geworden; an die
Stelle der Liebe traten Beziehungsunfähigkeit und Selbstsucht;
auch wir sind hart geworden. Heute verwechselt man regelmäßig
Härte mit Stärke. Mitgefühl zu zeigen, gilt als
unmännlich, ist wenig angebracht in diesen Tagen. Die
letzten Generationen unseres Volkes sind heimatlos gewordene,
entwurzelte und vor allem tief verletzte Generationen, die heutige
eingeschlossen; nicht umsonst spricht man von der „vaterlosen
Gesellschaft”. Wer verletzt wird, schlägt oft um sich; die
meisten aber ziehen sich bald in ihr Schneckenhaus zurück; so
entsteht die „Nischengesellschaft”, in der jeder in seiner
Ecke sitzt, seine Tür hinter sich schließt und
seinem Steckenpferd frönt. Aus unserem Volk, in dem die
Familie einmal als großes, schützenswertes Gut galt, ist
ein Heer von Einzelgängern, von Singles geworden. Die
Kinderlosigkeit in unserem Land ist nur eine Folge davon, der
Verlust an Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt eine
andere.
Auf
den Einzelnen läßt sich leicht Druck ausüben;
und so hat man das ganze Volk zu Einzelnen gemacht. Ein in
viele Einzelwesen aufgelöstes Volk, dessen Menschen voneinander
isoliert und zurückgezogen leben, läßt sich gut
kontrollieren; nicht nur dort, wo man Gott verlassen hat, sondern vor
allem auch dort, wo man nicht mehr zusammensteht, wo jeder für
sich lebt und nur noch auf seine eigene kleine Welt sieht,
da läßt es sich leichter über ihn verfügen,
weicht der Schutz, ist jeglicher Willkür Tür und Tor
geöffnet (vgl. 5Mo 32. 30, Pr 4. 7 - 12). Die heute immer
massiver werdende staatliche Kontrolle, die immer lückenloser
werdende Überwachung der Bürger, die datenschutzrechtlich
immer bedenklichere Züge angenommen hat und in weiten Bereichen
an die Bespitzelungstechniken diverser Diktaturen erinnert, ist nur
ein Indiz davon. Viele dieser Dinge habe man wegen der „aktuellen
Terrorbekämpfung” eingeführt, sagt man; eine nähere
Betrachtung der verschiedenen Maßnahmen (z.B. digitaler
Fingerabdruck und Biometrie, Rasterfahndung, Telefonüberwachung,
Verschlüsselungsverbot u.v.a.m.) zeigt jedoch bald, daß
diese Begründung nicht greifen kann, da sie auf die Masse der
Bevölkerung, d. h. auf den Normalbürger
zugeschnitten ist. Ein anderes zentrales Merkmal, das mit dem eben
beschriebenen unmittelbar korreliert, ist die zunehmende Entrechtung
der abhängig beschäftigten Bevölkerung durch das
Kapital und durch die seine Interessen vertretende Politik, gleich
welcher Färbung oder Partei. Hinzu kommen die in letzter Zeit
besonders in rechtskonservativen Kreisen immer wieder neu
diskutierten Bestrebungen eines Einsatzes des Militärs im
eigenen Land, die vom Innenministerium angestrebte Gründung
einer neuen Bundespolizei und andere deutlich militarisierende
Tendenzen in der Innenpolitik. In dieser Hinsicht sind auch
Grundgesetzänderungen immer wieder einmal in Erwägung
gezogen worden, ohne daß dies in der Öffentlichkeit allzu
sehr aufgefallen wäre. So war diese Entwicklung von Anfang an
eine schleichende; auch sie dürfte nicht ganz zufällig oder
absichtslos gewesen sein. Heute bricht sie um so mehr hervor.
Materialismus
hatte zu lange schon die Religion der Vorväter ersetzt, und
Esoterik, der Umgang mit Geistern also, war an die Stelle der
Gemeinschaft mit Gott getreten. Die Väter waren zunächst
der Naziideologie gefolgt, lebten als Verführte unter
Verführten. Dann aber floh man die Verantwortung des Krieges und
der Greuel, die in ihm geschehen waren; man floh geradezu in den
Wiederaufbau, vollbrachte das „Wirtschaftswunder”, um nur nicht
mehr an diesen Krieg denken zu müssen. Die Entwicklung im
Osten war in dieser Frage zwar gedämpft; doch war sie nicht so
unähnlich, wie uns viele glauben machen wollen. Nie ist diese
Zeit einmal wirklich aufgearbeitet worden, nie hat man sich in
Gänze ihren Fragen je gestellt, nie hat ihre Diskussion auch
einmal das Volk durchdrungen. Wenige nur sind ausgenommen, und
das sind meist die Betroffenen, die Opfer selbst, inzwischen auch
ihre Nachkommen. In der Masse blieb der Krieg tabu, und die Fragen,
die er aufwarf, blieben tabu; rasch hat man sie übertüncht,
die Schatten der Vergangenheit. Man tünchte, was das Zeug hielt,
und man tüncht bis heute; viel Tünche hat man
verbraucht seitdem. Es ging wieder aufwärts, das war die
Hauptsache. Kaum hat man wirklich nach Gott gefragt; die Sünde,
die doch zum Himmel schrie, durfte nicht zum Thema werden. Die
Straßen füllten sich wieder, die Geldbörsen auch, die
Häuser wuchsen, und die Bäuche wurden strammer. Bald reiste
man umher, man fuhr jetzt Auto; schließlich „war man
wieder wer” in der Welt. So ist man zwar schnell zu äußerlichem
Wohlstand gekommen; die Fragen aber blieben unbeantwortet, und auch
die innerliche Leere ist geblieben. Da war die Rebellion und
Zügellosigkeit der Achtundsechziger geradezu zwangsläufig;
gewiß, man war verletzt von Härte und bürgerlicher
Doppelmoral, von Lüge und Vertuschung.
Das
Ganze war mehr als nur ein Ausbruchsversuch. Es war Ausdruck des
Dilemmas einer ganzen Generation, die man im Stich gelassen hatte;
darin aber war sie auch Ausdruck einer zutiefst gespaltenen
Gesellschaft, einer Spaltung, die man lange nicht hatte wahrhaben
wollen und nun offen aufbrach. So floh nun auch die Jugend, nachdem
ihr Lebensfundament ins Wanken geraten war, ihr Halt sich als
trügerisch erwiesen hatte. Sie floh ihrerseits die Väter,
die die Antworten auf ihre Fragen schuldig geblieben waren; sie floh
in die Ablehnung, sie rebellierte gegen die öffentliche Ordnung,
die für sie wiederum ihre Väter repräsentierte
– Väter, die in ihren Augen versagt hatten. Sie flüchtete
sich in den Rausch des Marihuana und des Kokain; sie folgte der
Propagierung der freien Liebe, der Verfall moralischer Werte setzte
ein; man verlor die Achtung vor dem Leben: die Abtreibungsdebatte
begann. Heute sitzen dieselben Leute in der Regierung, geben ihre
Verletzungen und Rebellionen weiter, münzen sie um in
Tagespolitik. Und man setzte die Flucht fort; man floh vor allem vor
sich selbst; bis heute flieht man und weicht den Fragen weiter aus,
kleistert sie zu mit vorschnellen, undurchdachten, bestenfalls
halbwahren Antworten, die man dann zum Gesetz erhebt. Auf das
Plakative setzt man, auf das schnelle Bild, und flieht die gründliche
Analyse. Nachzufragen, selbst zu denken hat man aufgehört; so
setzt man darauf, daß nun auch das Volk zu denken aufhöre.
Zunehmend gab man ihm Spiele statt Bildung; man beschäftigte die
Jugend, um sich nur nicht mit ihr beschäftigen zu müssen;
man drückte ihr Gameboys in die Hand statt einmal auch
ein Buch; man setzte sie vor Computer und Fernseher, fütterte
sie mit Videorecordern und playstations. Was das
Bild sagt, kann nicht falsch sein, hat man uns über lange
Jahre zu denken angewöhnt. Schöne neue Medienwelt!
So
haben wir uns zu einem Volk machen lassen, das weithin nicht mehr
zusammenhängend lesen und deshalb auch kaum noch zusammenhängend
Gedanken bilden, richtig schlußfolgern kann. Ja, es ist
schwierig geworden, jemandem ein Buch in die Hand zu geben, das
einmal mehr als fünfzig Seiten umfängt; mehr als hundert
sind da schon eine Zumutung, auch unter Christen. „BILD-Leser
wissen mehr”, gaukelt die Werbung vor; man liest die
Schlagzeile, konsumiert das halbseitige Bild, dazu kommen drei Zeilen
Text. Denken braucht man dann nicht mehr. Schläfrig, fett
und faul ist es geworden, unser Volk, schläfrig, fett und faul
auch durch den Wohlstand, an den man es über lange Jahre hinweg
gewöhnte. Jahrzehnte hat man ihm alles vorgekaut, paßgerecht,
fertig serviert, zum Instantkaffee kamen die Instant-Gedanken.
Kaufen, hieß die Maxime, also kaufen wir; wir lösen ein
Pulver auf, stecken den Löffel ins Gefäß, rühren
um, schlucken das Ganze herunter und hetzen weiter durch den Tag.
Schnell muß es gehen, nur schnell; wir sind ein Volk der
schnellen Lösungen geworden, zu Konsumenten des jeweils
Vorgegebenen. Man erzog uns nicht zum Leben, sondern zum Verbrauch
von Waren, zur Oberflächlichkeit. Wie kleine Kinder
schlürfen wir unseren Brei, konsumieren das Einerlei der
Medienflut, da unsere Vorfahren uns nie zu kauen gelehrt
haben. Flimmernde Mattscheiben bestimmen unsere Zeit; rechtzeitig
informieren sie uns darüber, was und vor allem wie wir
gefälligst zu denken haben; Mediendemokratie nennen die
Medien ihr Diktat heute. Und sie tun viel dafür, damit wir
nur nicht ohne sie zu denken beginnen, statt zu schlürfen einmal
auch zu kauen wagen. Ost wie West nehmen sich da gar
nichts; die Manipulation des Volkes ist geblieben; es ist nur
schwerer gemacht worden, sie zu durchschauen. Und so zog man ganze
Generationen heran, die es mittlerweile verlernt haben, selbstständig
zu denken, zu fragen nach dem Woher und dem Wohin.
Heute
braucht man den Konsumenten, der nicht mehr fragt, sondern sich
bereitwillig von der Mattscheibe bedienen läßt. Man möchte
ihn möglichst gläsern und pflegeleicht. So mag man ihn als
Objekt der Werbung, und so wünscht man ihn sich auch als
Angestellten. Und so soll er überall verfügbar sein, zu
allem soll er Ja sagen, an jedem Ort, selbstredend sofort, zu
jeder Zeit, rund um die Uhr, bei Tag und bei Nacht. Stets abrufen
will man ihn können, für jeden Befehl bereit, für
jeden Auftrag zu haben, natürlich schnell, billig, genügsam,
willenlos und dabei möglichst still. Flexibel sein, so
nennt man das heute. Rotieren soll er, Maschine sein; Befehle
ausführen soll er, nicht mehr fragen, nicht mehr denken. So wird
ein ganzes Volk umgeformt, wird endlich umerzogen, in ein Heer von
Sklaven verwandelt, zu willfährigen Marionetten gemacht,
paßgerecht für die Zielgebungen der Vorstandsetagen.
Stetig abrufbar soll es sein, im Handling leicht, und vor
allem bequem abzulegen, wenn man es einmal nicht mehr braucht. Alles
ist recht, und jeder Weg ist richtig, solange nur die Geldgier der
Manager befriedigt, den Begierden der Besitzenden Genüge getan
wird. Das ist dann wohl der moderne Inbegriff von „Freiheit”
und von „Menschenwürde”. Und wehe dem, der zu widersprechen
wagt, sich dem Mainstream der selbsternannten „Modernisierer”
nicht aussetzen will. Wer selbstständig denkt, ohne sich in das
vorgefertigte Korsett der Manipulierer und Meinungsbildner zwängen
zu lassen, der ist nicht erwünscht in diesen Tagen. Wer noch
dazu glaubt und Gott vertraut, der muß den Gottlosen geradezu
suspekt, als gefährlich erscheinen. Wieder braucht man
ein Volk, das man nach Belieben lenken und dirigieren kann; man
braucht vor allem ein verwirrtes, ein dummes Volk, ein
Volk, das sich führen läßt, das keine Begriffe mehr
deuten kann und nicht merkt, wohin die Reise wirklich geht. So
kann man denn auch vom Umbau sprechen, wo man in Wahrheit einreißt;
die Rezepte von Vorgestern heißen Modernisierung; wer denkt und
die herrschende Meinung hinterfragt, den betitelt man als den
Gestrigen; wer Gerechtigkeit anmahnt, der gilt als linksradikal; wer
nach Ordnung fragt, wird als Rechter hingestellt; die Zerstörung
nennt man Reform, und den Rückschritt nennt man Fortschritt...
Und
dann, wenn das Zerstörungswerk vollendet und die Verzweiflung
der Massen groß genug geworden ist, wird man ihn aus der
Versenkung hervorholen, den neuen Brotkönig, der allen, allen
wieder eine Existenz gibt; er wird eine überaus willige
Menschheit vorfinden, die sein Siegel an der Stirn (Denken) und an
der Hand (Handeln) annehmen werden, ohne das es nicht mehr möglich
sein wird, zu kaufen oder zu verkaufen – und damit
auch zu essen und zu trinken, sich zu kleiden, sich zu schützen
oder auch nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Niemand, gar
niemand wird dann überleben können, der nicht vor ihm
niederfällt und sein Götzenbild anzubeten bereit ist (Off
13. 15 - 18). Und es werden ihn alle anbeten, „jeder,
dessen Name nicht in der Rolle des Lebens geschrieben steht” (13.
8). Dann wird es sie wieder geben, das Brot und die Spiele, wie
der Kaiser Nero sie gab, der im Kolosseum die Christen hinschlachten
ließ, zum Gaudium der Nation. „Führer, befiel”,
wird es dann wieder heißen, „wir folgen dir, du läßt
uns bauen, gibst uns Arbeit und Brot”. Dann wird sich jene
letzte Diktatur offen erheben, die alle anderen Diktaturen bei weitem
in den Schatten stellt. Niemand wird ihr dann entfliehen, niemand
wird etwa aus ihr auswandern können, weil diese Diktatur die
ganze Welt umfaßt, alles und jeden kontrolliert. Dann kann man
endlich, endlich die Maske fallen lassen; political correctness
benötigt man dann nicht mehr; endlich kann man offen gegen sie
vorgehen, gegen die Juden und auch gegen die Christen, die wirklich
Christen sind, nicht nur dem Namen nach (Off 3. 1b). Sind sie es
doch, die ach so Bösen, die Gefährlichen, die
Spielverderber, die man schon immer für die Grundübel
der Welt gehalten hat. Ja, die Welt haßt Gottes Volk (Jo 15.
18 - 19, 1Jo 3. 13). Nie gehörte es zu ihr; wie ein
Fremdkörper in einer schwärenden Wunde ist es, denn
seine bloße Gegenwart erinnert sie täglich daran, daß
es einen Gott gibt, der sie erlöst hat und darum Sein Recht an
ihr fordert. Die Finsternis hat großen Haß
angesammelt; sie ist voller Wut; sie steht hinter all dem; sie weiß,
daß nur noch eine kurze, eine sehr kurze Frist für
sie da ist (Off 12. 12). „Gottes Kinder stehn im Licht; doch die
im Dunkeln sieht man nicht.” Die Anfänge sind schon da
und, wie wir bereits sagten, werfen die meisten Ereignisse ihre
Schatten voraus.
Epilog
Wir
haben lange mit uns gerungen, ob wir diese Sätze in der
vorliegenden Form in die Öffentlichkeit geben sollten. Mehrmals
haben wir an diesem Kapitel geschrieben, die Dinge besprochen, haben
gelöscht, wieder geschrieben. Dann wollten wir alles wieder
herausnehmen, eine „geglättete” Fassung einfügen. Ob es uns zustünde,
die Regierung in einem solchen Maße zu kritisieren, hatten wir gedacht, und uns gefragt, ob wir
uns nicht aus diesen Dingen doch lieber ganz heraushalten sollten? Wir
kamen zu dem Schluß, daß wir uns aus diesen Dingen
nicht heraushalten können; so ist es nun bei dieser Fassung
geblieben. Sie hat ihre Ecken und Kanten, gewiß; die sollen auch
bleiben. Man mag
darüber streiten; doch ist sie aktuell für diese Tage. So haben wir uns
auch in dieser Sache von Gott geführt gesehen. Eine andere
Frage war, ob dieser Aufsatz - nicht zuletzt wegen seiner politischen
Inhalte - in eine Reihe mit den anderen Schriften, wie sie hier
aufgelistet sind, mit
hineingehört, da sie sich doch mit Bibel und Gemeinde beschäftigen.
Doch gerade sie gehört, da es um Geldlehren,
um ihre Wirksamkeit, ihre Quellen und nicht zuletzt auch um ihre
Folgen geht, dort mit hinein. Wie wurden uns selbst die Augen
geöffnet, als wir im Verlaufe dieser Studien gewahr wurden,
welche zentrale Rolle gerade diese Dinge des Geldes, des Kaufens und
des Verkaufens, jener Grundessenz des Kapitalismus also, in der
Endzeit spielen! Wieviel Falsches ist uns hierüber gerade in
vielen sogenannten „erwecklichen” Kreisen über lange Jahre hinweg
erzählt worden! Ein anderer Aspekt ist, daß das Ganze wohl
auch nicht völlig ungefährlich sein dürfte. Die
Entwicklung, der wir heute entgegengehen, ist jedoch so brisant, ist
gerade für uns so wichtig, daß wir diese ihre
Zusammenhänge nicht verschweigen können. Sie betreffen uns
Christen in höchstem Maße. Wir bleiben dabei auf jeden
Fall in der Unterordnung, wie Gottes Wort sie uns gebietet (Rö
13. 1 - 7 u. a.). Wir geben auch weiterhin „dem Kaiser, was des
Kaisers ist”, aber vor allem geben wir, was entscheidend ist,
„Gott, was Gottes ist” (Mt 22. 21 usw.). Wir rufen also definitiv
nicht zu irgendwelchem Widerstand oder gar zum Aufbegehren gegen die
von Gott eingesetzte Obrigkeit
auf. [18] Die Welt zu verändern, aktiv Politik
voranzutreiben, das ist nicht unsere Aufgabe; Gottes Reich ist, wenn
zwar in, so doch nicht von dieser Welt (Jo 18. 36).
Wir
bleiben allerdings von politischen Entwicklungen weder unberührt,
noch kann unser Handeln die Welt unberührt lassen. Vor allem aber gilt uns,
daß wir Gott mehr zu gehorchen haben als den Menschen (Apg 4. 19 - 20,
5. 29). Wie die
Christen Roms ihrem Kaiser offen widersprachen, als er ihnen gebot,
seinen Göttern zu huldigen, so sollten auch wir dort klar
widersprechen, wo man uns heute gebieten will, anderen Göttern,
namentlich dem Mammon zu huldigen. Dort, wo wir die Ellbogen
gebrauchen sollen, dort, wo wir andere Menschen übervorteilen,
unterdrücken, ausbeuten sollen, aber auch dort, wo wir uns in
ein solches System auch nur hineingeben sollen, dort haben wir uns in
Jesu Namen ganz klar zu verweigern, und dort gilt es auch, die Stimme
zu erheben und die Sünde deutlich beim Namen zu nennen! Jetzt
ist die Zeit, heute ist die Gelegenheit; in diesen unseren Tagen, in
denen man den Mammon (oder, wie man sagt, die Gesetze des Marktes)
über alles setzt, da haben wir dafür einzustehen, daß
wir einen Gott haben, der über allem steht; Sein Wille ist
heilig und absolut, und Seine Gebote sind unauflöslich – durch
nichts und durch niemanden werden sie jemals auflösbar sein,
nicht ohne Folgen (vgl. Mt 5. 17 - 20, Off 22. 18 - 19).
Hier
haben wir nicht weniger als die Anfänge eines antichristlichen,
gottwidrigen und nicht zuletzt darum auch menschenfeindlichen Reiches
vorliegen, eines Reiches, das gottwidriger und menschenfeindlicher
nicht sein kann, wenn zu seiner Entfaltung ihm nur genügend Zeit
gegeben worden ist.
Vorzeiten schon ist es in der Bibel geweissagt worden, nicht nur in
der Offenbarung, sondern auch in den Propheten. Ganz allmählich
bricht es hervor. Wir, die wir das Himmlische suchen sollen, werden
jedenfalls nicht weiterkommen mit unserer in unseren christlichen
Kreisen eingerissenen „In - der - Marktwirtschaft - ist - das - nun
- einmal - so” - Mentalität. Denn dies ist der Maßstab
dieser Welt, in der wir auf diese Weise wohl Erfolg haben mögen;
doch sie ist nicht der Maßstab Gottes; sie
war es nie und wird es nie sein, denn Gott ändert sich nicht. „Jesus Christus ist gestern und
heute und derselbe auch in Ewigkeit” (Hbr 13. 8, Schlachter). Wer
auch immer nach
der oben beschriebenen Maxime lebt, und gäbe er sich noch so
christlich, der wird unweigerlich sein ihm gesetztes
himmlisches Ziel
verfehlen. Denn „was wird es dem Menschen nützen, wenn er die
ganze Welt gewinnen, doch seine Seele verwirken würde?”
(wörtlich: zêmioo, nicht nur Schaden nehmen, sondern
regelrecht verwirken, so in Mt 16. 26, auch in Mk 8. 36). Hier
bedeutet Unterordnung nicht, die Lüge für wahr zu halten,
sie anzunehmen, sie zu pflegen, sie aufrechtzuerhalten und damit
immer weiter zu verbreiten. Wie Petrus und Johannes ganz am Anfang,
so haben auch wir Gott mehr zu gehorchen als den Menschen (Apg 4. 15
- 20, 5. 25 - 29). Darum können wir Falsches nicht als richtigen
Weg deklarieren, weil dies die Herrschenden dieser Welt auch so tun,
und das dann Unterordnung nennen. Wer hier Unterordnung verlangt, der
verlangt keine Unterordnung mehr, im Gegenteil - er verlangt von uns
offene
Rebellion gegen Gott und damit den Austritt aus Seiner Herrschaft.
Ich
erinnere mich an einen älteren Bruder, einen Pfarrer, der in
früheren Zeiten des öfteren mit den DDR-Oberen
zusammengestoßen war. Man hatte ihn gefragt, wie er dazu käme,
ja wie er es wagen könne, Menschen zu beeinflussen. „Das ist
mein Beruf”, hatte er zunächst erwidert. Und ob er denn die Gesetze des
Landes respektiere, wollte man dann noch von ihm wissen. „Die Gesetze
der
Regierung achten wir ganz selbstverständlich”, war seine
Antwort. Er hatte Mut; den brauchte er auch. „Dort aber, wo man
Gesetze erläßt, die nicht mit unserem Gott, nicht mit der
Bibel konform gehen, werden wir im Namen Jesu Christi diese Gesetze
übertreten”. So sagte er, das waren seine Worte. Daraufhin war
das Gespräch dann beendet. Die Stasi-Leute trollten sich
endlich, und er blieb bis auf Weiteres von ihnen verschont, was
durchaus auch hätte anders ausgehen können. So hat er es
mir erzählt, so verkündigte und lebte er es, darin war er
uns ein Vorbild. Und so haben wir alle es damals so gehalten; wir
fuhren gut damit; und ich sehe keinen Grund, wirklich keinen
einzigen, weshalb wir dies heute auch nur irgendwie anders halten
sollten. Die Regierenden sind andere geworden, zumindest
vordergründig, gewiß. Der Machtwechsel findet jedoch
weder auf der Straße, noch nach den Plänen der Mächtigen dieser Welt,
sondern letztlich immer vor dem Thron Gottes
statt. Gott „führt andere
Zeiten und Stunden herbei; er setzt Könige ab und setzt
Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den
Verständigen ihren Verstand” (Dan 2. 21, Schlachter). Er
Selbst aber ist Derselbe geblieben; Sein Wort ändert sich nicht.
Wenn die Mächtigen sündigen, werden wir nicht mit ihnen
sündigen, noch werden wir die Ungerechtigkeit als Gerechtigkeit
bezeichnen. Wir sind also verpflichtet, auch weiterhin die Wahrheit
da zu sagen, wo wir sie erkannt haben oder auch nur erkannt zu haben
glauben. So geht es uns darum, die Dinge aufzuzeigen, soweit sie uns
etwas angehen, damit nicht nur möglichst viele davor bewahrt
werden können, sich in diese Dinge hinein zu begeben, sondern
auch die vielen herausgerufen werden können, die sich in all
dies bereits verstrickt haben.
Wer
ohne Wissen sündigt, sagte der Herr, der wird wenige Schläge
erleiden; wer aber wissentlich sündigt, der wird viele Schläge
erleiden müssen (Lk 12. 47 - 48). Dies sagte Er ausdrücklich
im Zusammenhang Seiner Wiederkehr. Nur der, der Gott gehorcht, der
kann auch von Ihm bewahrt werden. Gott kann Seine Kinder sogar im
Elend führen (vgl. Off 12. 13 - 17). Gott vermag
hindurchzubringen, nicht nur in guten, sondern auch in schlechten
Tagen; Er kann versorgen über Bitten und Verstehen. Vertrauen
wir doch Ihm, treten wir doch zu Ihm ins Licht. So wollen wir rufen,
solange es geht, wollen auch weiterhin „die Posaune erschallen”
lassen (vgl. Jes 58. 1, siehe auch 1Kor 14. 8). Allerdings würde
sich wohl kaum ein Verleger finden, der diese Seiten drucken, und
wohl auch kein Büchertisch, der sie auslegen würde. Niemand
sägt sich gerne den Ast ab, auf dem er sitzt. Und auf diesem Ast
sitzen heute viele. So scheint die Christenheit blind zu sein für
die hier niedergelegten Wahrheiten. Wo man sich an das Dunkel so
gewöhnt hat, da blendet, da schmerzt ihr grelles Licht. Wer nur
das Zwielicht der Lauheit kennt, der wird im Sonnenlicht der Klarheit
die Augen schließen müssen. Und wer die Liebe der Wahrheit
nicht angenommen hat, der bricht nicht zur vollen Errettung durch, der
bleibt in der Lüge, dem sendet Gott „die Wirksamkeit des
Irrtums”, wie geschrieben steht (2Thes 2. 10, 11).
In den
etablierten Gemeinden mag man diese Wahrheiten nicht hören. Wir
nutzen also die Möglichkeiten, die uns bis jetzt geblieben sind,
und rufen so auf unsere Weise. Denn wer die Wahrheit kennt und doch
verschweigt, der macht sich schuldig an dem Blut der Menschen, die er
hätte warnen sollen (Hes 33. 1 - 9, vgl. Apg 20. 26). Die
heutige Situation gleicht mehr und mehr der in den zwanziger und
dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Vor allem vielen der
ganz Alten ist dies nicht entgangen; sie kennen diese Zeit noch aus
Erfahrung. Es war die Zeit der Weimarer Republik. Es war wie heute
die Zeit der Börsenspekulanten, des schnellen Geldes, bevor aus
ihr die Zeit der Inflation geworden war. Es war wie heute eine Zeit
eines millionenfachen Arbeitslosenheeres. Und es war wie heute eine
Zeit, in der der Judenhaß sich frech erhob. Damals fuhr die
Politik in vielen Dingen eine sehr ähnliche Schiene. [19] Schon
damals hofierte man die Falschen. So ist die Wahrheit schon in jener
Zeit zurückgehalten worden, bewußt und zielgerichtet. Von
denen, die sie hätten wissen müssen, haben sie die
meisten verschwiegen.
Es
war in erheblichem Maße auch das Schweigen derer, die ihre
Bibel gelesen hatten oder die zumindest vorgaben, ihre Bibel gelesen
zu haben. Das Ergebnis dieses Schweigens war das sogenannte
„tausendjährige Reich”, das zwölf Jahre währte und im dreizehnten
zerbrach. Es
wurde initiiert, finanziert und ausgehalten vom Kapital dieser Welt,
und es
wurde benutzt als Werkzeug zum Umbau, zur Neuordnung Europas. [20] „Das Gerümpel kleiner Staaten, die
heute noch in Europa bestehen, muß liquidiert werden”, hatte damals ein kleiner Mann
namens Hitler gesagt, und er hatte dies mit der Aussage begründet: „Unser Ziel ist die Schaffung
eines vereinten Europa!” [21]
Auf einem Weg, an deren Ende die Zerstörung der alten Welt
stehen
sollte, hat man ihn dann wohl auch zu gebrauchen gewußt. Doch die
eigentlichen
Strippenzieher
- das waren andere. Denn man wollte sie
schon damals haben, die „schöne neue
Welt”, jenes
Traumgebilde, das man in eingeweihten Kreisen Novus Ordo Seclorum
nennt, die neue Weltordnung ohne den Gott der Bibel. Das Reich, das man
das
Dritte nannte, war dazu nur
Durchgangsstation. Es
hinterließ
die halbe Welt als Trümmerwüste, nachdem es einen Krieg entfesselt hatte,
der mehr als fünfzig Millionen Menschen das Leben kostete; es
zerrüttete die Völker der Welt, stürzte unsere Nation in Schuld und
Schande, raubte ihr erst die Väter, dann auch die Identität. Zu groß war
die Schuld, die zum Himmel schrie: Millionen waren in
seinen Lagern gestorben, darunter sechs Millionen Juden.
Viele, die Gott kannten, waren dabei, aber auch viele, die nie etwas
von Ihm gehört hatten...
Und noch immer will man sie, die neue Welt;
man will sie noch immer ohne Gott; man muß sie einfach haben - koste
es, was es wolle. Die
bevorstehenden Ereignisse werden die Dimension noch sprengen, die wir
eben beschrieben haben; niemand bleibt außen vor, denn diesmal werden
sie auf die ganze Welt übergreifen.
Johannes hat in der Offenbarung darüber geschrieben; darum lest
sie, bittet Gott, daß Er die Dinge auftut, die wir wissen
sollen, soweit sie für uns noch im Dunkeln liegen. Bitten wir
doch, die wir in vielen Fragen oft so blind einhergehen, den Herrn um
Augensalbe, damit wir von unserem Schaden geheilt und endlich wieder
sehend würden (Off 3. 18). Die Wiederkunft des Herrn Jesus steht
vor der Tür, ebenso das Offenbarwerden des Antichristen, dem all
dies vorausgeht und von dessen Wirksamkeit wir hier einiges
beschrieben haben (vgl. auch 1Thes 2. 1 - 12). Die Zeit ist viel
näher, als wir denken. Wir sind schon mittendrin. Gott ruft uns
zu neuer Hingabe. Er meint nicht die Hingabe an eine
Gemeindestruktur. Er meint auch keine Hingabe an ein System oder an
irgend eines unserer so überaus geliebten, gepäppelten und
gehätschelten „christlichen Werke”, die zusammen mit der
übrigen Welt vergehen werden. Er meint die Hingabe an Ihn
Selbst, und Er meint die Hingabe an den Bruder und an die Schwester,
die wir in unseren „rechtgläubigen Kreisen” so oft und so
sträflich vernachlässigt haben. Deshalb geht es uns darum,
zu warnen; wir Kinder Gottes sollten nicht an dem Denkschema
teilhaben, das sich in diesen Tagen mehr und mehr entfaltet; wir
sollten vor allem anders handeln; wir sollten zu nicht weniger
zurückkehren als zur ersten Liebe, zu der Liebe, die am Anfang
war (Off 2. 4 - 5, Apg 2. 42b - 47, 4. 32 - 35).
Was
ist also mit uns? Machen wir immer weiter so? Sind wir noch immer
nicht erschrocken? Gehen wir auch weiterhin zur Tagesordnung über?
Regiert auch bei uns der Mammon und stellt uns seine Regeln
auf, bevor Jesus uns etwas sagen darf? Erkennen wir nicht
mehr, wo wir stehen? Sehen wir nicht, daß sich längst
erfüllt, was Johannes vor fast zweitausend Jahren niederschrieb?
Wie blind sind wir also geworden? Wie blind sind die, die sich
„christlich” nennen, längst aber zu Nachfolgern, ja
sogar zu Anbetern des hier beschriebenen, auf solche Weise verehrten
Dämons geworden sind? Darum laßt euch warnen; hört
noch einmal, dringlich ist der Ruf: Ändert euer Denken, ihr
Heiligen; reinigt euch, kehrt um – verlaßt Babylon in
jeder Weise; „Kommt heraus aus ihr, Mein Volk” –
noch heute!
Heute,
wenn ihr Seine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht!
Wer
Ohren hat zu hören, der höre!
Anmerkungen, Kommentare und zusätzliche
Erläuterungen
zum Thema.
[1] Es ist
mir freilich bekannt, daß hier viele unter dem Hinweis auf sogenannte Verschörungstheorien müde lächeln
und leichthin abwinken werden. Der Hinweis darauf, daß die Finsternis
diese Dinge nicht geheimhalten könne, wenn sie überall ihre Symbole
offenlege, ist auch nur zu verführerisch. Hier haben wir jedoch zu
bedenken, daß beide Seiten -
die des Lichts wie die der Finsternis - auf Symbole großen Wert legen;
sie sind Zeichen ihres Einflußbereiches und damit der Anrechte bzw. der
Besitzrechte, die sie an den
Menschen haben, die diese ihnen eingeräumt und unter deren Herrschaftsbereich sie sich einmal begeben haben. Bei der
Dollarsymbolik ist das nicht anders. Hier haben wir in der Tat eine
ganze Reihe solcher Zeichen vorliegen, die nicht nur eine,
sondern
viele Bedeutungen haben, die sich zum großen
Teil überdecken,
ohne daß
sie sich dabei widersprechen müssen. Wenn wir
uns mit der Symbolik befassen, die hinter diesen Zeichen steht, dann
stoßen wir natürlich zuallererst auf die Gründung Amerikas als die
damals bekannte Neue Welt, als sie noch aus dreizehn Staaten bestand.
Dies ist die vordergründige Bedeutung, die vielleicht nicht allen, aber
doch vielen bekannt ist; daß wir dabei stehen bleiben, dürfte
durchaus gewollt sein. Denn wer sich mit den entsprechenden
Zusammenhängen
ein wenig näher beschäftigt, insbesondere mit der Symbolik der
Freimaurerei, der wird recht schnell bemerken, daß dies keineswegs die
einzige ist.
Wir müssen also genauer hinsehen; insbesondere
müssen wir uns auch damit auseinandersetzen,
wie die „Neue Welt” beschaffen sein sollte, als
die man Amerika in seiner Frühzeit bezeichnete (und noch bezeichnet)
und in die hinein die
Massen aus Europa, der „Alten Welt”, strömten. Vor allem aber
ist zu fragen, woher all die Worte, woher all die Symbole kommen, die
hier zu sehen sind. - Das erste, was uns dabei begegnen mag, ist
vielleicht die logische Erkenntnis, daß es
sich bei dem
Grundgedanken der „Neuen” um einen Import aus der „Alten Welt” handelt. Bereits die Bezeichnung „Dollar” - ein aus dem deutschen Wort
„Taler” gebildeter Anglizismus -
weist uns darauf hin. Über die Pyramide mit dem darüber befindlichen
sog. „Allsehenden Auge” haben wir uns bereits im
Haupttext geäußert; es erscheint mir jedoch notwendig, dem noch einige
Worte hinzuzufügen. Bei den verschiedensten Recherchen im Internet und
anderswo sind mir immer wieder die vor allem aus Kreisen der
Freimaurerei selbst, aber auch aus anderen „aufgeklärten” Quellen
hervorgebrachten Darstellungen begegnet, daß das „Allsehende Auge” aus dem Christentum stamme,
während sowohl das Auge als auch die Pyramide niemals ein Symbol der
Freimaurerei gewesen seien. Wie u. a. aus der
obenstehenden
Abbildung sowie aus den Erklärungen zu [3]
ersichtlich wird, haben sich alle diese Behauptungen
jedoch
als falsch erwiesen. Unser Bild zeigt eine nach einem Stich von C. A. Senff
1799
gefertigte, handkolorierte Fotoreproduktion, auf der eine solche
Pyramide zu
sehen ist. Sie befindet sich im Landschaftpark des Ortes Machern, einer
Kleinstadt vor den Toren Leipzigs. Die Webseite des Ortes informiert
uns wie folgt:
„1792
unter Leitung von Ephraim Wolfgang Glasewald errichtete Pyramide, die
als gräfliches Mausoleum dienen sollte, jedoch nie als solches genutzt
wurde. Der Eingang ist flankiert von zwei Löwen. Über den Triglyphen
des dorischen Portals findet sich die Inschrift: ‚Unseren
Entschlafenen’. Der
dorische Giebelvorbau ist aus Pirnaer Sandstein gefertigt. In seinen
Nischen standen einst die beiden Statuen der Genien des Todes und des
Schlafes. Über der Türöffnung befand sich ehemals ein Relief eines
Sterbenden, der sich vom Bett aufrichtet, um den Kranz der
Unsterblichkeit zu empfangen, der ihm von einem Genius gereicht wird.
Im Inneren, gegenüber dem Eingang befindet sich als Denkmal für den
Vater des Grafen von Lindenau (Carl Heinrich von Lindenau
lebte von 1755-1842) ein
dorisches Portal mit der Inschrift: ‚Tod ist
Ruhe’.
Darunter standen ehemals ein Sarkophag aus sächsischem Marmor und eine
Urne zum Andenken an die Mutter des Grafen. Unter 18 Rundbogennischen
waren Urnen aus braunem Wedgwood aufgestellt, auf denen die Namen der
Vorfahren der gräflichen Familie standen. Ein braunlackierter,
argandischer Kronleuchter hing von der Mitte des hohen Kreuzgewölbes
herab. Auf der nördlich gelegenen Rückseite des Bauwerkes befand sich
der Eingang zur gräflichen Gruft. Über dessen innerer Tür zu lesen ist:
‚Ruhe
wartet des Todten. Gebet dem Grabe seine Gebeine!’. In der
tieferliegenden Gruft sind vier Sargnischen zur Beisetzung vorgesehen.
Ausgestattet mit einem ausgeklügeltem System von versteckten Öffnungen
zwischen dem Innenraum und der darunterliegenden Gruft und zwei
seitlichen Gängen, war das Bauwerk geeignet zur Ausübung
freimaurerisch-rosenkreuzerischer Rituale. Der Überlieferung
J.F.Lange´s nach, pflegte der Graf mit seiner Familie hier zu speisen
und zu feiern.”
Quelle zitiert aus: http://www.machern.com/lexikon/m.htm#mausoleum.
Zurück
zum Haupttext.
Die oben beschriebene Pyramide ist nach der Wende aufwendig
restauriert worden und wird offiziell zu Eheschließungen wieder
genutzt. Sie
kann hier freilich nur als Beispiel dienen. Denn solche Darstellungen in
Parks, in Schlössern oder auch auf Logenhäusern finden wir viele, wenn
wir bereit sind, unsere Augen nicht zu verschließen - überall gibt es
sie, nicht nur in
unseren Breiten, und sie kommen nicht nur aus jener, sondern auch aus
der neueren Zeit. Gerade in den letzten Jahren erlebt die Bauform der
Pyramiden eine neue, ganz eigene, man ist versucht zu sagen ganz
eigenartige Renaissance. Wir behaupten natürlich nicht, daß jeder, der
irgendwie eine Pyramide errichtet, mit der Finsternis im Bunde stünde.
Das wäre ein nicht zu vetretender Unfug. Wenn wir uns jedoch nicht nur
mit der Verwendung, sondern
auch
mit der Herkunft dieser und anderer Symbole auseinandersetzen, dann
erkennen wir
schon bald ihre Quellen,
die sie in altbaylonisch - ägyptischen
Religionen und damit in der Finsternis haben. Und so ist nicht nur das
Auge, sondern auch die
Pyramide in all ihren Kulten wohlbekannt, wenn auch nicht alle Logen
sie verwenden, da das Bild der Freimaurerei uneinheitlich, ja bisweilen sogar
zerstritten
erscheint, sich teilend in Reguläre und Irreguläre, die einander
bekämpfen und gegenseitig ausschließen. Bis
heute gibt es jedoch zahlreiche Logen, die dieses
Symbol
nicht nur
in ihrem
Logenzeichen,
sondern auch im Namen tragen (so die Loge „Zur Pyramide”
in
Plauen im
Vogtland bis zu ihrer Schließung 1933 oder die Johannesloge gleichen Namens in Trier).
Wir haben
zahlreiche Abbildungen solcher Symbole vorliegen, uns aber dann doch
entschieden, sie hier nicht ausführlicher darzustellen; manchen könnte
dies vielleicht doch zur Anfechtung gereichen. Es geht hier um
nicht weniger als um Okkultismus; ein leichtfertiger Umgang, wie eine
Verbreitung
solcher Malzeichen sie
darstellen würde, wäre daher fehl am Platze. Wer über diese
Dinge mehr in Erfahrung bringen möchte, dem können wir die Lektüre des
aus christlicher Sicht geschriebenen und verhältnismäßig gut
recherchierten Buches „Freimaurerei
- Wurzeln, Ziele, Hintergründe” von Dr. Martin Hohl-Wirz
empfehlen. Es ist in der Reihe Aufklärung der Arbeitsgemeinschaft für
religiöse Fragen des Logos-Verlages
in mehreren Auflagen erschienen;
die
ISBN ist die 3-933828-09-0, und es enthält 141 Seiten. Wir haben den
Titel
nebenstehend abgebildet; auf ihm sind auch einige der betreffenden
Zeichen
zu sehen. So erkennen wir den für die Freimaurerei so
charakteristischen rechten Winkel, die verschlungenen Hände, das große
G, den Zirkel sowie das sogenannte „Allsehende Auge” im gleichschenkligen Dreieck, umgeben von
einem Strahlenkranz. Andere Symbole sind der naturgemäß aus dem
Bauwesen stammende Hammer, das Senkblei oder die Spitzkelle u. v. a. m.
Die Sitte der rituellen Grundsteinlegung, verbunden mit den drei
symbolischen
Hammerschlägen, kommt ebenfalls aus der Freimaurerei. Nicht wenige
dieser
Dinge finden wir auch in verschiedenen
Staatssymbolen oder in denen diverser politischer Parteien, Behörden
und Organisationen wieder. Die kanadische Polizei etwa verwendet einige
dieser Symbole in
ihren Abzeichen,
und sogar die ehemalige DDR, obwohl in ihr die Freimaurerei offiziell
verboten war, trug sie in offener wie abgewandelter Form in
ihrem
Staatswappen, wie andere Ostblockstaaten auch - Hammer, Sichel und
Pentagramm sind wohl allen bekannt. Die so seltsam „verschlungenen Hände” aus der Freimaurerei haben
wir auch im
Parteiabzeichen der SED vorgefunden. Doch das sei ganz unmöglich,
beeilt man sich
uns natürlich zu versichern. Jeder wisse doch, fährt man fort, daß
dies der Händedruck der
Vorsitzenden von KPD und SPD, Pieck und Grotewohl gewesen sei, um beide
Parteien zu vereinen. Man vergißt dabei geflissentlich, daß dies aus
Zwang geschah, von Moskau aus befohlen. Ein Schelm, der Böses dabei
denkt?
Wer sich mit der Geschichte einigermaßen unvoreingenommen
auseinandersetzt, der wird eine Ahnung davon bekommen, wie relativ
solche
Überlegungen sein
können. Es
waren amerikanische Töpfe,
die die russische Revolution 1917
finanziert haben, und dieselben Töpfe waren es auch, aus denen
Rußland aufgerüstet worden ist. Sicher, die Freimaurerei ist
auch in der Hitlerdiktatur verboten gewesen, und
nicht wenige Freimaurer sind in den Konzentrationslagern gestorben.
Verboten war auch die Astrologie; man wollte sie nicht für andere,
sondern für sich allein. Hitler hielt sich mehrere Hofastrologen und
Hellseher - von Anfang an. Bekannt sind etwa die Namen Steinschneider (alias Hanussen), Huter,
Krafft und andere. Hitler wird in der
Literatur oft selbst als Medium beschrieben.
Maßgebliche
Entscheidungen des sogenannten Führers, die ihn am Anfang tatsächlich
einen Erfolg nach dem anderen bescheren, entlarven ihn so als einen Geführten, als ein ausführendes Werkzeug der
Finsterniswelt - und ein ganzes Volk taumelt ihm nach, läßt sich von
ihm bereitwillig auf die Schlachtbank führen. Auch die berüchtigte SS,
der „Schwarze Orden”, entpuppt sich bei näherem
Hinsehen als eine zutiefst okkulte Veranstaltung. In eingeweihten
Kreisen nennt man sie auch den Orden
von Thule - erstanden aus dem Sumpf der altgermanischen
Götterwelt, auserkoren als dämonische Vollstreckerin des Bösen,
ausgerüstet von den höchsten Kreisen. Dies erklärt dann auch den
abgrundtiefen Haß dieser Leute gegen all jene, die auch nur irgendwie
etwas mit dem Gott Jahwe zu
tun haben - das ist das Volk der Juden ebenso wie selbstredend auch die
Christen, die sich nicht haben mit
der braunen oder sonstwie gearteteten Ideologie gleichschalten
lassen. -
Zurück
zum Haupttext.
Einen Einblick auf die wahren Zusammenhänge gewährt
das folgende
Hitler-Zitat, das aus jener Zeit erhalten geblieben ist. Darin sagt
Hitler bezüglich der Freimaurerei: „Ich
glaube natürlich nicht im Ernst an die abgrundtiefe Bosheit und
Schädlichkeit dieser in Deutschland immer harmlos gewesenen
Vereinigung. Ich habe mir genau Bericht erstatten lassen. Nun, was da
von angeblichen Greueln zutage
kam, von Skeletten, Totenköpfen, Särgen und geheimnisvollen Zeremonien,
das ist alles Kinderschreck. Aber eins ist das Gefährliche, und ist
auch dasjenige, das ich von den Freimaurern übernommen habe. Sie haben
eine Lehre gebildet, die in Symbolen und Riten stufenweise höhere
Einsicht gewährt. Die Erziehung durch
Symbole und Riten ist das Gefährliche und Große und von mir
Übernommene.
Sehen Sie nicht, daß unsere Partei etwas ganz Ähnliches sein muß?
Aber das bedeutet natürlich, daß es nicht etwas Ähnliches von anderer Seite
geben darf. Entweder wir oder die Freimaurer oder die Kirche. Aber
niemals Zwei nebeneinander” (zitiert bei Wirz, s. o.,
S. 67). Fürwahr, das ist dann
in der Tat sehr aufschlußreich...
Wir dürfen dabei natürlich nicht außer acht lassen,
daß
die
Freimaurerei sich nach Kräften auch aus der Bibel, sowohl aus dem
Judentum
als auch aus dem Christentum „bedient” und deren
Inhalte ihren Vorstellungen entsprechend nicht nur umgedeutet, sondern
regelrecht umgedreht, Licht zu
Finsternis, Finsternis zum Licht umerklärt hat (vgl. u. a.
Tempel
Salomos, sog. Hiramslegende, „christliche” oder „jüdische” Freimaurerei). Daraus
erklärt sich dann auch, warum sie immer wieder mit dem Judentum oder
dem Christentum in Verbindung gebracht wird. In der Tat waren und sind
viele Klerikale sowohl katholischer als auch protestantischer Prägung
aktive Freimaurer, und natürlich gibt es auch Juden, die in diesen
Kreisen verkehren oder Teil dieser Kreise sind. Das bedeutet
jedoch nicht, daß die Freimaurerei oder das Illuminatentum aus dem
jüdischen oder christlichen Glauben kämen oder gar mit einer
angeblichen jüdischen Verschwörung etwas zu tun hätten. Diverse
rechtsradikale und auch arabische Medien behaupten dies zuweilen. Sie
möchten wohl auch vergessen machen, daß bedeutende Führer der
muslimischen Welt, der verstorbene Hussein II. von Jordanien und Söhne
etwa, selbst Freimaurer der höchsten Grade waren - oder sind. Hier
werden Dinge wohl auch ganz bewußt zusammengeworfen, die nicht
zusammengehören. Und so entpuppen
sich jene, die solche Hetzreden führen, als Bestandteile ein und
desselben Systems.
Nein, nicht „die Juden” sind es, die die Welt an
sich
reißen wollen. Sie sind es nie
gewesen, und sie werden es nie sein. Darum ist die Legende von
der angeblichen „jüdischen” oder „zionistischen Weltverschwörung” nicht nur einfach eine
Legende. Sie ist eine von den Feinden unseres Gottes - getreu dem
Motto:
„Haltet
den Dieb, sprach der
Dieb”
-
bewußt
ausgestreute, handfeste Lüge. Und auch die Christen, die nach der Bibel leben, haben mit
solchen Dingen nichts im Sinn.
Das
Reich Gottes ist nämlich nicht von dieser Welt, und es bedarf auch
nicht der Gewalt nach der Art und Weise dieser Welt (Jo 8. 23, 18. 36). Weder den Juden noch den
Christen wäre so etwas jemals möglich - nicht, solange sie in den Wegen
Gottes bleiben
wollen. Daran
ändern auch die Kriegspläne eines Herrn Bush, der sich selbst als „wiedergeborenen Christen” bezeichnet, herzlich wenig.
Die neuerlich überall betriebene Hetze gegen bibelgläubige, tatsächlich wiedergeborene
Christen rührt u. a. aus solchen Dingen. Dies dürfte in gewissen
Kreisen
durchaus
beabsichtigt, zumindest aber hochwollkommen sein. Daß man ganze Städte
anzündet, um sie niederzubrennen, und hinterher ruft, die Christen oder
die Juden seien´s gewesen, ist ja nicht wirklich neu. Mit Bush´s
Auftreten hat dies freilich eine neue Qualität gewonnen. Denn das ist tatsächlich neu: Daß einer
- Jahrhunderte nach den
Kreuzzügen der katholischen Kirche
- sich als bibelgläubigen Christen bezeichnet
(!) und gleichzeitig die
halbe Welt in Brand setzt - und das auch noch als angeblichen „Kreuzzug
gegen das Böse” deklariert. (Der in
Maurerkreise
tiefverstrickte George W. Bush
ist überdies
Mitglied jener United Methodist
Church, die regelmäßig Boykottaufrufe gegen Israel
veranstaltet.)
Gott
mag diese Dinge zum Gericht
benutzen. Er sagt dies in Seinem Wort. Doch ist dies
nicht die
Art, in der Er Seine
Kinder führt. Ich denke nicht, daß ein Christ, der sich an
Gottes Wort hält, Bomben werfen, Menschen quälen und gleichzeitig ruhig
schlafen kann. Soweit dies unseren Umgang
mit anderen Menschen und überhaupt mit dieser Welt betrifft, hat Jesus uns etwas anderes gelehrt. Unser
Gott streitet nicht
durch menschliche Heere; Sein Reich kommt überhaupt nicht durch
menschliche Anstrengung. - „Nicht
durch Heer und nicht durch Kraft, sondern durch Meinen Geist, spricht
der Herr der Heerscharen” (Sach 4. 6, Schlachter). Während
jüdischer wie christlicher Glaube beide
ihre Wurzeln in Gott haben,
jeder von ihnen auf die ihm gegebene Weise, kommen jene nicht aus dem
Licht, sondern aus
der Finsternis, und „schmücken” sich lediglich mit „fremden Federn”. In ihnen wirkt der Teufel,
der sich als Überbringer des Lichts verstellt und seine wahren Pläne
auf ebenso vielfältige wie vielschichtige Art und Weise zu verbergen
sucht - und so ist nicht nur bei mir der Eindruck entstanden, daß die
wirklichen Hintergründe in jeder Richtung und von allen möglichen und
unmöglichen Seiten
verschleiert, zurechtgedeutet und passend „umgelogen” werden, daß sich schier „die Balken biegen” (vgl. 2Kor 11. 14 -
15).
-
Zurück
zum Haupttext.
Die Pyramiden-Symbolik ist besonders in der zweiten
Hälfte
des 18. Jahrhunderts eingeführt geworden, da man sich vermehrt den
alten
ägyptischen Kulten der Isis und Osiris zuwandte und seine Kenntnisse -
ein zentraler Bestandteil der Freimaurerei ist das große „G”, die „Gnosis” - zunehmend aus dem
Geheimwissen dieser Kulte entnahm. In der von dem Freimaurer Johann Amadeus
Mozart (1756 - 1791) geschriebenen Oper „Die
Zauberflöte”, in der solche Riten
dargestellt werden, die zum Teil auch Initiations-, d. h.
Einführungsriten sind, wird einiges davon sichtbar. (Ganze fünfzehn
Tage nach ihrer Uraufführung ist Mozart unter mysteriösen, bis heute
nicht wirklich aufgeklärten Umständen verstorben. In der Folgezeit
konstruiert man daraus die
Legende einer Vergiftung durch seinen angeblichen Widersacher Antonio Salieri, der von 1750 - 1825 gelebt hat.) Typische
Vertreter
dieser Manie kommen aus den Kreisen des deutschen Adels; so gehört etwa
der preußische König, Freimaurer und Rosenkreuzer Friedrich Wilhelm II.
(1744 - 1797) zu denen, die sich mit diesen Dingen beschäftigt
und
diese ihre Abgötterei in weite Kreise eingeführt haben. Überhaupt hat
sich das preußische Königshaus der
Freimaurerei sehr weit geöffnet. Uns werden allein acht seiner
Mitglieder
genannt, die in ihr verstrickt gewesen sind. Von der „Ägyptomanie”
deutscher Adelskreise, überhaupt von dem
romatischen Bestreben, sich den Dingen und vor allem dem verborgenen (d. h. okkulten) Wissen
des
Altertums - sowohl des Orients als auch der Antike - zuzuwenden und aus
diesem Wissen heraus sein Leben zu gestalten, zeugen noch heute die
Parkanlagen jener Zeit (u. a. Sanssouci, Wörlitz, Machern, Bad Muskau),
vor allem aber
auch die diversen Berliner Museen, deren Sammlungen zum großen Teilen
auf das preußische Königshaus sowohl dieser als auch späterer Jahre
(die wilhelminische bzw. Kaiserzeit) zurückzuführen sind. Der
sogenannte, eben erst wieder
restaurierte „Pergamonaltar” etwa, in der Bibel bekannt
als „Thron Satans” (Off 2. 12 - 17), gehört
dazu. Bei ihm handelt es sich um einen dem Zeus geweihten Altar, den man
nach achtjähriger Ausgrabungszeit (1878 - 1886) aus dem heute in der
Türkei liegenden
Pergamos eigens herbeigeschafft (!) und um den herum man -
gewissermaßen
wie einen „Tempel” - das „Pergamonmuseum” errichtet hat (erbaut von
1897 - 1899, eröffnet 1901, vollendet 1930). Mit all
diesen Dingen ist ein schwerer Bann über unser Land gebracht worden.
Laßt uns nun jedoch zu der Pyramide auf
unserem
Ausschnitt des Dollarscheines zurückkehren. Neben vielen anderen
Symbolen, die inklusive des Adlers alle
aus der Freimaurerei nachgewiesen sind, fallen dem Betrachter
vor allem die verschiedenen Schriftzüge auf. Wir können nicht auf alle,
wollen aber doch auf einige wichtige eingehen. So scheint uns der
Schriftzug
„Novus
Ordo Seclorum” von besonderem Interesse zu sein. Eigentlich müßte es ja „Saeculorum” heißen, dies ist jedoch
offenbar der
Siebzehnzahl der Buchstabensymbolik zum
Opfer gefallen, die auf dem
Schein ersichtlich wird und die wir
hier nicht näher erklären können. Diese Fügung ist
der Antike entlehnt; sie stammt aus der sog. 4. Ekloge (übersetzt bedeutet das
Wort in etwa „Erwählte” oder „Erlesene”, es geht um besonders
erlesene Hirtengedichte) des römischen Dichters Vergil (Publius Vergilius Maro, 70 - 19 v.
u. Ztr.). Darin
heißt es: „Magnus ab integro saeclorum nascitur ordo”, d. h. „Die große Ordnung (oder Abfolge) der
Zeitalter beginnt erneut”. Hier verwendet und entsprechend
umgestellt, bedeutet
sie eigentlich die neue Weltordnung,
als eine Ordnung neuer Zeitalter,
die es
anzustreben
galt - und so, wie es damals war, so ist es auch noch heute. Besonders
auffallend ist, daß sich das Wort Ordo
(Ordnung oder Reihenfolge) nicht etwa auf nicht
das lateinische „mundus” (Genitiv mundi) für „Welt” bezieht,
auch
steht hier nicht das Wort „orbis” (Genitiv orbi) für den bewohnten Erdkreis, sondern
es wird ausdrücklich der Begriff sec(u)lorum
verwendet, d. h. Zeitalter -
und er steht im Plural!
Diese vierte Ekloge, entstanden um das Jahr 40 v. u.
Ztr. herum, ist die wohl berühmteste Vergils. In ihr wird die Geburt
eines Welterlösers angekündigt, und mit diesem Erlöser werde eine
Abfolge neuer Zeitalter,
eine ganz neue, noch nie dagewesene Ordnung heranbrechen, prophezeit
sie uns. Und sie tut dies mit Worten, mit denen sich viele an die
Geburt Christi erinnert sahen. Vergil ist darum, obwohl er gemeinhin
als Zauberer galt, im Mitterlalter oft „verchristlicht”, d. h. in christlichem Sinne
umgedeutet worden; er galt sogar als Vorbote des Christentums; allein
er ist
es nicht. Er kommt nicht von der Bibel her, und damit auch nicht von
Gott - seine Herkunft ist eine
ganz andere. Wirkliche Bibelleser werden
es wissen. Und so sind die Hirten, die da singen, eben nicht die Hirten
auf dem Felde vor Betlehem; darum ist auch das Hirtenparadies, von dem
er schwärmt, nicht das Paradies der Bibel; und darum ist auch der neue
Welterlöser, dessen Geburt sie besingen und die ein neues Zeitalter
heraufführen soll, nicht Jesus, der Sohn jenes wahren Gottes, der Jahwe heißt, sondern eine
Ausgeburt der griechisch-heidnischen Götterwelt. Wenn dies anders sein
sollte, und all diese Worte irgend etwas mit dem Gott der Juden und
Christen zu tun hätten, wie man uns gerne glauben machen will, warum
hat man dann keine Worte aus der Bibel,
aus Gottes Wort
genommen? Sagte Jesus etwa, daß die Klassik der Antike Ihn bezeugen
würde? Oder sagte Er nicht vielmehr, daß die Heilige Schrift es ist, die von
Ihm zeugt? Die Bibel kennt nur einen,
der sich als Christus, als
Messias bezeichnen wird, und es nicht ist, und der sich auf den Thron setzen wird, der dem wahren Messias gebührt - es
ist der Antichrist mit der Zahl 666,
und dies ist eines Menschen Zahl
(s. Off 13. 1 - 18).
Zurück
zum Haupttext.
Hier
zeigt sich einmal mehr, daß es - vordergründig - weniger um die Welt
also solche, sondern vielmehr um eine ganz neue,
sich von der vorigen wesensmäßig unterscheidende Weltordnung
ohne den Gott der Bibel ging
bzw. heute noch geht - denn zu jener Zeit galt das alte
Europa noch immer als der Hort des Christentums. Hier geht es nicht um
Jahwe; hier geht es auch nicht um Jesus, Seinen Sohn; hier geht es um
die Eine Neue Welt, um den Anbruch eines neuen Zeitalters unter der
Führung des Antichristen. Darum ist auch
die Pyramide unfertig, die auf dem „One-Dollar-Bill” gezeigt wird; man verwirft
Jesus, den göttlichen Eckstein, und setzt dafür das vermeintlich allsehende Auge des angeblichen „Baumeisters
aller Welten” an die Spitze -
alles und jeden soll es sehen, alles und jeden soll es kontrollieren
können, alle Fäden soll es in der Hand haben, alles soll in ihm
zusammengeführt werden. Niemand soll
mehr kaufen, niemand verkaufen
können, der nicht das „Merkmal
des wilden Tieres” hat - „oder
seinen Namen, oder die Zahl seines Namens” - an der Hand und an der
Stirn (Off 13. 16 - 17). Daß dies ausgerechnet
auf dem Ein-Dollar-Schein zu sehen ist, dem einzigen, auf dem all das
wiedergegeben wird, kommt also nicht von ungefähr. Es
zeigt uns, daß diese Kontrolle vom Geld
her ausgeführt wird, von den Grundlagen des Geldes, und von
diesen Grundlagen her auch ausgeführt werden soll. Und damit
verrät es
uns auch, welche Macht es ist, die durch
das Geld regiert.
Das alles ist dann auch der
eigentliche Grund dafür, weshalb die
heute - analog zur amerikanischen Verfassung - entwickelte Verfassung der EU keinerlei
Gottesbezug besitzt, noch jemals besitzen darf. Darum kann sie sich lediglich
auf Europas kulturelle Traditionen berufen,
d. h. insbesondere die der sog. Aufklärung,
die sich wiederum aus der griechischen Klassik und Philosophie speist,
während - sowohl unter dem Vorzeichen fortschreitender
Kommerzialisierung
des öffentlichen wie privaten Lebens als auch unter dem Deckmäntelchen
vermeintlicher Toleranz, vor allem im
Schatten des
Islam, dessen Eindringen durch die durchaus in Kauf genommene
Ausbreitung von
Muslimen immer weiter forciert wird - Christentum wie
Judentum fortwährend zurückgedrängt
werden. So entpuppen sich die durch die diversen „christlichen” Parteien werbewirksam
vorgeführten Bestrebungen, der EU doch noch einen irgenwie gearteten „Gottesbezug” abzuringen, nicht nur als
vordergründig-naiv, sondern auch als Selbstbetrug und Augenwischerei. -
Aufwachen sollten wir nun spätestens bei
dem Schriftzug „Annuit
C½ptis”. Denn auch hier handelt es
sich
um einen Griff in die Götterwelt der griechisch-römisch-heidnischen
Mythologie. Und wieder hat man sich in der Dichtkunst Vergils bedient. Diesmal ist es die
sog. Aeneis, entstanden etwa
zwischen 29 und 19 v. u. Ztr., der man ihn entnommen hat. Er ist eine
nur
geringfügig abgeänderte Verkürzung einer an den heidnischen Gott
Jupiter gerichteten
Anrufung,
die da lautet: „Jupiter omnipotens, audacibus annue c½ptis.” - „Allmächtiger Jupiter, gewähre (o. gestehe
zu, sage zu, von der Grundform annuo abgeleitet) das wagemutig Begonnene”. So kommen beide Fügungen
nicht, wie man vielleicht annehmen soll, aus dem Christentum, sondern
sie sind alle beide fest im
Heidentum verwurzelt!
Held jenes unvollendet gebliebenen Epos ist Aeneas,
der
aus dem brennenden Troja flieht, nach Latium kommt und dort zum
Stammvater der Römer wird. Vergils Aeneis, die sich in ihren Grundzügen
wiederum aus Homers Ilias und
der Odyssee speist, ist somit
zu einem der
bedeutendsten Gründungsmythen des Römischen Weltreiches geworden; es
ist das Nationalepos der
Römer schlechthin. Diese Dinge hat
man sich
zu den geistlichen Grundlagen Amerikas erkoren, und dieselben Dinge
sind auch die
geistlichen Grundlagen der heutigen Europäischen Union. (Die USA sind
im Wesentlichen ja nichts anderes als ein Produkt sowohl von
Kolonialisierungsbestrebungen als auch von Auswanderungsbewegungen,
die - schöne „Neue Welt”! - neben der Verschleppung
von Afrikanern als Arbeitssklaven, da die
Europäer zu teuer geworden waren,
fast alle aus
dem Europa des 16./17. Jahrhunderts hervorgegangen sind.) Wie nahe die
Gründungsideen der EU denen der USA in Wirklichkeit sind, sagen uns die
Wahlsprüche beider Staatengebilde: Aus dem „E
Pluribus Unum”, dem „Aus
Vielen Eins” Amerikas, abgebildet
wiederum auf der Ein-Dollar-Note, wurde hier „In
varietate concordia” (In Vielfalt geeint). Es ist schon
wichtig zu wissen, was da eigentlich geeint werden soll. Das Wort Europa - europe, u. a. von erebos abgeleitet - bezeichnet das
alte Schattenreich nicht nur in der griechischen Mythologie. Es ist das
Reich des Dunkels und der Todesschatten, das Reich, in dem die Sonne
untergeht (deshalb nennt man es das Abendland). Bezeichnend ist auch
das Werk, das man sich zur Hymne Europas erwählte: Es ist ausgerechnet
die Vertonung von Schillers „Ode an
die Freude”, die diese Freude als „Tochter
aus Elysium” (griech. Tochter aus dem Paradies der
Götter und Heroen, röm. Tochter aus der Unterwelt) besingt, um so in deren Heiligtum
einzutreten (vgl. dazu 1Mo 6. 1 - 7, Mt 24. 37 - 39!). - Friedrich Schiller war
selbst
kein Freimaurer, stand aber mit einer ganzen Anzahl von Freimaurern in
Verbindung. Teile seiner Lehrerschaft waren Illuminaten, und er selbst
hatte eine Zeitlang einer Einführungsgruppe in das Illuminatentum
angehört. So
hat er 1785 seine Ode an die
Freude auf Ersuchen Christian Gottfried Körners, eines seiner
freimaurerischen Freunde, für die Tafel der
Loge ‚Zu den
drei Schwertern’ in
Dresden verfaßt. -
Zurück
zum Haupttext.
Das moderne
Europa entsteht
derzeit in den alten römischen Grenzen neu, wird aber noch darüber
hinausgehen. Es stellt also die
Fortsetzung desselben Reiches dar, indem es sich auf dieselben Dinge
(vgl. d. sog. Römischen Verträge) und Mythen gründet. Vor dem Gebäude
des
Europäischen Rates in Brüssel befindet sich eine Plastik, die die „Jungfrau Europa” - in der Mythologie eine
sterbliche Göttin - zeigt, die, auf
einem zweihörnigen Fabelwesen (Jupiter resp. Zeus) reitend, von
diesem entführt, zu seiner Geliebten gemacht und
zuletzt
betrogen wird. So reitet heute der ganze Kontinent bereits auf diesem
Tier, um von ihm betrogen und in die Finsternis abgeführt zu werden.
Wir kennen diese Symbolik eigentlich als den Ritt der Europa, Tochter
des Königs von Phönikien, auf Zeus, der
sie als Stier davonträgt, um sie nach Kreta zu entführen.
(Man beachte den in beiden Abbildungen
- Abb. 9 rechts und 10 gleich unten links - jeweils gleichen Griff der
Europa
nach den Hörnern des Wesens bzw. nach dem Horn des Stieres.) -
Ein Stier
- seit dem alten Babylon steht er für Fruchtbarkeit und
Erfolg - ist zugleich eines der Hauptsymbole der Börse; in ihm, als dem
„Börsenbullen”, erkennen
wir auch das sprichwörtliche „goldene
Kalb”, den Gott Mammon wieder, der immer dann in
Gestalt des
zweiten Symbols, des
„Bären” erscheint, d. h. als
Raubtier, das
mit seinen erhobenen
Klauen alles niedermacht und mit seinen Zähnen
auffrißt, wenn
die Kurse
fallen bzw. die Geldgewinne nicht die gewünschte Höhe
erreichen
sollten. Wenn
genügend Existenzen zerstört und
ausreichend
Arbeitsplätze vernichtet sind, dann ist das für die Börse jedesmal ein
Fest, denn dann sinken die Kosten, und damit steigen die Kurse wieder. Und so ist es die in maßlos
gewordener Geldgier vollzogene Anbetung
dieses Stieres, der wir den heute als vermeintlich modernen Heilsweg
angepriesenen
totalitären
sog.
„Neoliberalimus” (richtiger und ehrlicher
wäre der Begriff Marktradikalismus) im Zuge des extra neuerschaffenen
Kampfbegriffes
„Globalisierung” zu verdanken haben. Von
dem hier beschriebenen Geschehen lesen wir in der Offenbarung, die uns
in Kap. 17. 1ff
die
Frau, die
Hure Babylon, auf dem Tier, d. h. dem Antichristen sitzend beschreibt;
durch die Hurerei mit ihr sind die Könige der Erde fett und die
Kaufleute reich geworden (s. a. Off 18. 3, 9ff).
Der Leser lasse sich die Augen
öffnen und lese einmal gründlich, was
hier steht; er lasse es in dem
Zusammenhang und vor allem nicht ohne Gebet auf sich einwirken:
„Dann kam einer von den sieben Boten, die
die sieben Schalen hielten, und sprach zu mir: ‚Herzu! Ich
will dir das Urteil (o. Gericht) über die
große Hure zeigen, die an
vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde gehurt haben, und von
dem Wein ihrer Hurerei wurden die auf der Erde Wohnenden berauscht’. Darauf brachte er mich im Geist in eine
Wildnis. Dort gewahrte ich eine Frau auf einem scharlachroten wilden
Tier sitzen, dicht voller Namen der Lästerung. Es hatte sieben Köpfe
und zehn Hörner. Die Frau war mit Purpur und Scharlach umhüllt und
vergoldet mit Gold und mit kostbaren Steinen und Perlen geschmückt; in
ihrer Hand hielt sie einen goldenen Becher, bis zum Rand voll mit den
Greueln und unreinen Dingen ihrer Hurerei und der der Erde. Auf ihrer
Stirn war ein Name geschrieben: ‚Geheimnis - Babylon die Große - die
Mutter der Huren und der Greuel der Erde’. Und ich gewahrte die Frau,
berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu” (Off 17.
1 - 6). - Dies alles erfüllt sich gerade vor unseren Augen; es
ist - im dritten Quartal 2005 -
in großen Teilen der gegenwärtige Stand. Jupiter, eine
Hauptgottheit, ist ja kein anderer als
die römische
Entsprechung des griechischen „Göttervaters” Zeus; beide sind, wie ihre
Herkunft aus dem altbabylonischen bzw. altägyptischen Götterkult zeigt,
wiederum
Verkörperungen Luzifers bzw. des Teufels. Zeus, in der Mythologie der
höchste griechische Gott, gilt wie der römische Jupiter als der Gott
von Donner und Blitz; schon
Jesus sah den den Teufel wie einen Blitz aus dem Himmel fallen (Lk 10.
18). In den Kulten der
altägyptischen Religionen liegen auch die Wurzeln jener Pyramide,
die in der Freimaurererei als zentrales Symbol gilt. So haben wir hier
- in dem oben angeführten „Annuit C½ptis” - die Erfüllung eines „Gebetes” vorliegen, das einst an den
Teufel gerichtet worden ist; denn es ergibt sich, da man in dem auf der
Rückseite des Dollar wiedergegebenen Symbol das Perfekt benutzt - annuit statt annue - , daraus
nichts anderes, als daß man das, was man da propagiert, von der hier
angesprochenen „Gottheit”
schon empfangen hat - es ist „begonnen” worden, denn es wurde bereits „gewährt”, und so will man es nun
unter
allen Umständen und um jeden Preis auch zu Ende führen.
Zurück zum Haupttext.
[2] Der Schriftzug „In God we trust” ist erst 1956 nachträglich
eingefügt worden.
[3]
Es
wird gemeinhin behauptet, daß dieses vermeintliche
„allsehende Auge” aus der Symbolik des
Christentums stamme. Wie
wir nicht nur an dem
schielenden (in manchen Darstellungen auch weinenden) Auge erkennen
können, entspricht die hier gezeigte Darstellung
jedoch
ganz klar einer Fälschung. Hier versucht der Teufel seine eigenen Dinge
unterzumischen. Zunächst dazu ein paar ganz einfache Gedanken. Wie
könnte ein nur in eine Richtung sehendes Auge zugleich allsehend sein? Wie könnte Gott
Sich ändern, wo doch Sein eigenes Wort - Ja 1. 17 - sagt, daß in Ihm
keine Änderung noch der Schatten eines Wechsels zu finden sind? Auch
aus der Darstellung eines nicht gleichseitigen,
sondern nur gleichschenkligen
Dreiecks habe ich bislang herausgelesen, daß wir
hier nicht ein Symbol der göttlichen Trinität, sondern eine dämonische
Nachäffung derselben vorliegen haben. - Einen vermehrten Gebrauch
dieser Symbolik haben wir in etwa seit der Zeit des Barock zu
verzeichnen. Auch im Klassizismus kommt sie - naturgemäß - sehr häufig
vor. Sie hat
jedoch nicht nur in dieser Zeit Verwendung gefunden. Auch in der Epoche
der Industrialisierung des neunzehnten Jahrhunderts (teilweise auch noch im
zwanzigsten), als nicht wenige Kirchen auch von Freimaurern - durchaus
wohlmeinend - erbaut oder
z. T. auch restauriert worden
sind (!), haben dieses und andere Zeichen wiederum Eingang in solche
Kirchen
gefunden.
Die Folgen solcher Dinge sind i. d. Regel ein für
lange Jahre darniederliegendes
geistliches Leben an solchen Orten und auch ein nicht unbedeutender
Widerstand gegen das Evangelium, bis diese Vermischung erkannt, die
Symbole entfernt und über diesen Dingen Buße getan worden ist. Von
einigen
Gebetseinsätzen bereits aus der Zeit der früheren DDR sind mir die
Zusammenhänge solcher Anrechte der Finsternis, ihrer Beseitigung und
dem danach regelmäßig zunehmenden
geistlichen Leben an einem solchen Ort noch immer vertraut. Freilich sind diese Dinge in
unseren Kreisen oft
übertrieben worden. Andere wieder lehnen sie gänzlich ab. Wie die
Verbrennung von den Zauberbüchern aus der Apostelgeschichte nach
erfolgter Umkehr und die darauf
folgende „Zunahme
des Wortes” zeigt (Apg 19. 17 - 19),
sind sind sie jedoch ebenso wahr wie notwendig - wirklich bitter notwendig. (Wie geistlich
empfindende Geschwister vielleicht denken mögen, sind diese Sätze nicht
ohne einigen
inneren Kampf geschrieben. Der Herr helfe uns und erbarme sich über
uns.
Amen.) - Die in ihrer Basis zwar kleinere,
sich
dabei aber um so mehr in den Himmel erhebende Pyramide - die beiden
Schenkel des Dreiecks sind deutlich länger als die Basis - ist mit
Recht
immer wieder auch als ein neuerlicher Turmbau
zu Babel gedeutet worden. Das Symbol des dreieinigen Gottes, wenn wir sie denn in einem Dreieck
versinnbildlichen wollten,
stünde
dazu in einigem Gegensatz; es soll ja die Dreipersönlichkeit Gottes
(drei zu einer Figur zusammengefügte Geraden) als die eines und in sich gleichen Wesens
bezeichnen (die Geraden müssen jeweils gleich sein). Das Auge Gottes
wäre bei einer solchen Konstellation genau in der Mitte - hier könnte es in der Tat als „allsehend”
dargestellt werden,
denn es schaut, im Gegensatz zu dem einseitig
schielenden Auge der Dollarpyramide, in jede Richtung
gleichermaßen. Das ist zunächst ein bestechender Gedankengang, und ich
habe ihn lange Zeit für richtig gehalten.
Aus
der
Verwendung eines solchen Dreiecks ergeben sich
jedoch insgesamt einige
Schwierigkeiten. Ein lieber Bruder und väterlicher Freund hat uns
zusätzlich darauf aufmerksam gemacht. Zunächst einmal ist zu sagen, daß
die Verwendung eines Dreiecks als Symbol durchgängig aus
der Maurerei kommt. Obwohl
die Maurerei sich selbst sich u. a. aus der Arbeit der Steinmetze in
den alten mittelalterlichen Dombauhütten erklärt, ist es doch kein eigenständiges christliches
Zeichen.
Das Dreieck ist ein uraltes Maurerwerkzeug, mit der die Waagerechte
ausgelotet wurde, und stellt das Hauptwerkzeug jener Zeit dar, das dazu
diente, ein Bauwerk
„im Lot” zu errichten. Daher kommt
dann auch der wohlbekannte Ausdruck, daß „alles im Lot” sei. Es gab ja
damals keine Wasserwaagen mit Libelle wie heute, sondern man hatte die sog. Lotwaage, die umgedreht
auch als Waagebalken fungierte.
Anstelle der Wasserwaage benutzte man das Lot, das in einem
Dreieck
aufgehängt war, um die Waagerechte zu erhalten (die
Ermittlung der
Senkrechten geschah, wie oft heute noch, allein durch das Lot). Hier
hat man die Senkrechte
durch die Waagerechte übertragen. Je breiter der untere Schenkel des
Dreiecks (die
Basis) war,
desto breiter war die Auflage, und umso genauer konnte gemessen werden.
Unser nebenstehendes Bild zeigt ein solches Werkzeug im Vordergrund.
Interessant ist dabei der Gedanke, daß es immer die
nach unten wirkenden Kräfte sind, auf die man hier baut; das Lot
ist ja im Wesentlichen nichts anderes als ein Pendel, das immer nach unten zeigt, bedingt durch die
Erdanziehungskraft. (Wir kennen das
Pendel u. a. auch sonst aus dem Okkultbereich.) Aus diesem
Gesamtzusammenhang ergibt sich
dann auch das Dreieck
der Freimaurerei, das mit seinem innenliegenden Auge den maurerischen „Baumeister
aller Welten” darstellen soll. Ich habe
hier das Wort „Gott” ganz bewußt vermieden - denn
nicht der Gott Jahwe ist es,
der hier auf uns schaut; es ist Horus,
der Sohn des Ra, des ägyptischen Sonnengottes, und damit Satan,
nach
maurerischem Diktus Luzifer, der sogenannte „Lichtträger” selbst.
Wie so vieles, so ist auch dieses Symbol danach „verchristlicht” und in den Bau und die
Ausstattung von Kirchen aufgenommen worden, wobei man (im Idealfall)
strikt darauf geachtet hat, ein gleichseitiges,
nicht gleichschenkliges
Dreieck darzustellen. Es sollte, wie wir oben angedeutet haben, den
dreieinigen Gott versinnbildlichen, der mit seinem Auge auf alle unsere Werke sieht, was ganz
bewußt mit dem Zeichen der o. a.
Lotwaage (dem
Dreieck als Symbol für Genauigkeit und Recht) verbunden worden
ist. Dem ebenso aufmerksamen wie in geistlichen Dingen empfindsamen
Betrachter fällt sicherlich auf, daß man dabei von dem Schwerpunkt der
Gnade abweicht;
man sieht nicht mehr auf das Kreuz, auf die vollbrachte Erlösung,
sondern richtet sein Augenmerk
wieder ganz auf die eigenen Werke.
Die Werke (vor allem auch die der
menschlichen Vernunft) aber wiederum sind in der Freimaurerei
besonders wichtig. Folgendes Beispiel kann uns diesen Gesichtspunkt
sicher verdeutlichen: An einer mit einer reichen freimaurerischen
Ornamentik
versehenen Tür, die ich vor fast zwanzig Jahren in Pegau,
einer Kleinstadt südlich von Leipzig fand, waren die Worte angebracht: „Jesus ist
mein Richter”. Diesen Hinweis auf den Richter, nicht den Retter als
Eingangstür (!) sah ich im Sommer 1986. Ich weiß nicht, was
inzwischen aus dieser Tür geworden ist, ich besitze leider auch kein
Bild davon. Daß dieses Denken auch in unseren Kirchen und Gemeinden überhaupt erst
Fuß fassen konnte, ist eine
große Tragik. Es zeigt
aber die Einfallstor, durch das der Feind diese Dinge einbringen
konnte: Es ist die Selbstgerechtigkeit.
Wenn man
freilich für geistliche Dinge kein Empfindungsvermögen mehr besitzt,
nachdem es durch „aufgeklärten” Rationalismus und
Bibelkritik zerrüttet worden ist, alles Dinge, die sich wiederum aus
freimaurerischen Wurzeln speisen, dann ist es freilich kein Wunder,
wenn auch ein Einbruch der dazugehörenden Symbolik geschieht. Wenn man
die Gnade verläßt, dann kommt der Feind herein. Das ist eine geistliche
Binsenweisheit. Jesus ist
unsere Gerechtigkeit. Wer nicht auf
Jesus baut, sondern auf Werke, der verliert die Gnade, dem bleibt nur
noch das Gericht. Da werden dann die Werke vor Gott gewogen; da wird es
in jedem Falle heißen: „Gewogen,
gewogen und doch zu leicht befunden”. Die Waage ist ja
auch ein Symbol des Rechts,
wie sie in zahlreichen Darstellungen der „Justitia” zu sehen ist. Und diese
Waage ist wiederum ein Symbol der Freimaurerei. Auf dem Notenbanksymbol
der Vorderseite des Dollarscheins ist sie, neben dem Winkel, ebenfalls
abgebildet. Hier sehen wir, wie dicht das alles beieinderliegt - und
doch so weit voneinander entfernt.
Die folgende Darstellung aus der Wikipedia
- es empfiehlt sich, den ganzen Artikel zu lesen - ist sehr erhellend
und belegt die Herkunft des Dreiecks nicht erst aus der Zeit des
Pythagoras, der sie im 6. Jh v. u. Ztr. lediglich weiterverarbeitet und
in seinem Satz zusammengefaßt hat, sondern aus der Zeit der
Pyramidenberechnung der alten Ägypter und der Babylonier. Damit kann
auch die Herkunft des Dreiecks aus der Zeit des Pyramidenbaus nicht
mehr geleugnet werden; das Dreieckssymbol weist uns immer auch auf das
Pyramidensymbol hin:
„Der Satz
des Pythagoras ist einer der fundamentalen mathematischen Sätze der
euklidischen Geometrie. Er besagt, dass in allen ebenen rechtwinkligen
Dreiecken die Summe der Flächeninhalte der Kathetenquadrate gleich dem
Flächeninhalt des Hypotenusenquadrates ist. Oder als Gleichung
a² + b² = c²,
wobei a und b wie im Bild... für die
Längen der winkelanliegenden
Seiten, der Katheten, stehen und c die Länge der dem rechten Winkel
gegenüberliegenden Seite, der Hypotenuse, darstellt.
In der modernen Mathematik motiviert der Satz das Konzept des
Senkrechtstehens in abstrakten Räumen.
Der nach Pythagoras von Samos benannte Satz ist theoretischer Ausdruck
der von indischen, babylonischen und ägyptischen Baumeistern und
Priestern entwickelten praktischen Kunst, bei Abmessungen von Feldern
und Bauten mit Hilfe von Seilen präzise rechte Winkel zu erzielen.
Schon eine kleine Abweichung vom rechten Winkel führt bei Bauwerken zu
katastrophalen Ergebnissen, insbesondere bei großen Konstruktionen wie
Pyramiden konnten sich die historischen Ingenieure nicht die geringste
Abweichung erlauben.”
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Satz_des_Pythagoras
Damit wäre dann wohl auch die Herkunft jenes Symbols
hinreichend geklärt.
Aus dem gleichschenkligen,
nicht gleichseitigen
Dreieck ergibt sich, nach der Maßgabe, daß die Gesamtwinkelsumme eines
Dreicks 180 Grad beträgt, wiederum der rechte Winkel aus der Freimaurerei.
Weiter oben - siehe die Erklärungen zu [1]
- haben wir ihn im
Zusammmenhang mit der Pyramiden- und anderer Freimaurersymbolik bereits
angeführt. Das gleichseitige Dreieck hat nur spitze Winkel von jeweils
60 Grad; damit ist
es für die Maurerei unbrauchbar. Wohl deshalb hat es man dann auch in
Kirchen verwendet. Dieser Zusammenhang kennzeichnet
zugleich aber auch die Stelle, in der der Feind in die christliche
Symbolik eingebrochen ist und sie mit ungöttlichen Elementen durchsetzt
hat. Hier konnte offenbar nicht immer in der rechten Weise
unterschieden werden. Es wäre wohl besser gewesen, wenn man solche
Dreicksdarstellungen von vornherein vermieden hätte; die Gefahr der
Vermischung hätte somit
an dieser Stelle gänzlich ausgeschlossen werden können.
[4]
Dort noch ohne die hier gezeigten Abbildungen und etwas weniger
ausführlich.
[5]
Man hat in den Systemen sowohl des Sozialismus bzw. des Kommunismus als
auch in dem des sog. Nationalsozialismus immer jeweils in sich
wesensgleiche Formen eines Staatsmonopolkapitalismus
(d. h. es besteht ein mehr oder weniger ausgeprägtes Monopol des Staates an Grund,
Bodenschätzen und Produktionsmitteln) wiedererkannt.
[6]
Was ist die zwangsweise Enteignung von Hausbesitzern, Fabrikanten und
Bauern anderes als staatlich verordneter und dann auch vollzogener Raub?
[7] Man
hat uns verschiedentlich vorgeworfen, daß wir einen wie auch immer
gearteten „Sozialismus” wieder
einführen wollten. Wer solche Dinge unterstellt, so ist zu befürchten,
der hat von den hier niedergelegten Dingen nichts begriffen. Der klebt
noch allzusehr am System dieser Welt. Wir sprechen hier nämlich ausdrücklich nicht von Gleichmacherei.
Aber es ist schon bezeichnend, daß Paulus zwar von den Herren und den Knechten (w.
Sklaven) spricht, die beide zum
Glauben gekommen sind, und gleichzeitig ihnen beiden Verhaltensmaßregeln mit auf
den Weg gibt, die ihre Standesunterschiede
in der Welt zwar nicht verwischen, doch ihr Verhältnis zueinander in einer
solchen grundlegenden Art und Weise verändern werden, daß es innerhalb dieses Verhältnisses am
Ende keinen Herrn und keinen Knecht mehr gibt, sondern nur noch den Bruder und die Schwester in
Christus (Eph 6. 5 - 9). „Da
gibt es weder Juden noch Griechen, weder
Sklaven noch Freie (!), weder männlich noch weiblich, denn ihr seid
allesamt einer in Christus Jesus” (Ga 3. 28). Im Leibe des Herrn
dienen wir alle einander, und
wir empfangen auch alle
voneinander! Die Liebe „sucht nicht das Ihre”, hat der Apostel geschrieben (1Kor
13. 5). Da geht es nicht mehr darum: Was
erhalte ich? Da fragen wir nicht mehr: Was bekomme ich ich für meine Gabe?
Da geht es danach, was der andere
braucht!
[8] Genau das ist der Weg, den
wir hier zu gehen haben. Wer
diesen Weg jedoch in ein Anwenden
von
Prinzipien verkehrt, um selbst
reich zu werden (wie dies u. a. die sog. Glaubensbewegung
lehrt) der geht an dem Gesagten vorbei; es kann nicht funktionieren, weil Gott es nämlich nicht für ihn,
sondern für den anderen, für seinen Nächsten, den Bruder und die
Schwester bestimmt hat. Das Gesetz
des Christus, wie Paulus es niedergelegt hat, besteht eben nicht
darin, daß ein jeder einen „Zehnten” oder ähnliches zu geben
habe, um aus diesen Geldern eine „Gemeindestruktur” zu errichten, tolle Gebäude
zu bauen, eine bessere Einrichtung zu kaufen und anderes mehr. Dieses Gesetz spricht überhaupt nicht von
äußerlichen Gebäuden oder Strukturen, sondern von den Gliedern selbst.
Und darum lautet es: Einer trage des anderen Last (Ga 6. 2).
Hierbei geht es eben nicht darum,
für sich selbst, sondern für den
anderen zu säen (Ga 6. 6 - 10, so auch 2Kor 9. 1 - 15). Dies ist
das Gesetz, hier dürfen wir getrost sagen die Gesetzmäßigkeit, in dem bzw. in der
der Christuskörper überhaupt erst wirksam
werden kann. Alles andere endet in Klerikalismus, in
Kirchendenken und damit in menschlicher Hierarchie, während die Liebe
verlassen wird und damit der eigentliche
Leib zum Erliegen kommt. Das ist leider der Zustand, den wir bis
heute weithin vorfinden. Hier ist der eigentliche
Krebsschaden des heutigen Christentums zu finden und zu benennen.
[9]
Wer sich ein Bild davon machen will, wie sehr Paulus sich gerade auch um den Einzelnen
gekümmert hat und um sein Fortkommen besorgt war, was bis dahin ging,
daß er für alles, was dieser etwa verschuldet haben könnte, selbst aufzukommen bereit war (!),
dem sei die Lektüre des zwar kurzen, dafür aber umso eindrücklicheren Philemon-Briefes ans Herz gelegt.
[10]
D. h. beides ist untrennbar;
bei Gott gibt es keine Trennung zwischen „Profanem” und „Geistlichem”, d. h. Er macht keinen
Unterschied zwischen dem Bedarf des Geistes und dem des Leibes, wie es
u. a. die Gnosis lehrt. Wir sind immer
ganze Menschen aus Geist, Seele und Leib. Näheres zu diesem
Zusammenhang haben wir etwa im dritten Kapitel
der „Zehntenlüge” ausführlich niedergelegt.
Daß sich der geistliche Fokus dann am Schluß von Israel auf die Nationen
richtete, hat durchaus etwas mit der Vernachlässigung jener
Handreichungen am Anfang zu tun. Und wir denken tatsächlich, daß Gott
die beiden Herden auf diesem Wege
wieder vereinen wird, damit aus ihr eine
Herde unter einem Hirten
werde. Hier offenbaren sich auch die Gründe für die zahllosen
Spaltungen in der Christenheit und die so überaus forcierte Betonung
auf andere Hirten, d. h. auf
menschliche Leiterschaft. Es hängt alles miteinander zusammen, und es
ist viel einfacher, als die meisten unter uns zu denken wagen!
[11] Hellenisten
(grie. hêllenistês) werden die Juden jener Zeit genannt, die die
Überlieferungen des Judentums verlassen und griechische Sitten und
Gebräuche angenommen hatten. Die Hebräer,
die „Orthodoxen”
also, lehnten naturgemäß die griechischen Sitten ab. Zwischen beiden
Gruppen - es ist schon traurig, daß bereits in der frühen Gemeinde
diese Gruppenbildungen nicht wirklich überwunden werden konnten und von
daher immer wieder vervorbrachen - kam es nun zu Auseinandersetzungen
auf der materiellen
Ebene, weil die Hebräer die Witwen der Hellenisten bei der Versorgung
übersehen
hatten. So mußte dann auch der alte Widerstreit zwischen den
vorgeblich „Frömmeren”
und Reicheren und den vermeintlich „weniger
Frommen” und Armen erneut aufbrechen. Wir
kennen genau dieselben Auseinandersetzungen - fußend auf demselben Denken - zwischen „links” und „rechts” auch aus unseren Tagen. Und
all das hat weitreichende Folgen!
[12]
Zu
diesem Gebaren schreibt der Mitternachtsruf,
ein christliches Magazin, in dem vorrangig Endzeit-Themen behandelt
werden, unter der Rubrik „Im Blickfeld” einen höchst
interessanten Artikel, den ich hier einmal wiedergeben möchte:
„Babylons
Menschenhandel
Menschenhandel - ein längst überholter Begriff oder moderne
Wirklichkeit? Die biblischen Berichte weisen auch diese Tatsachen für
die Endzeit auf und bestätigen deren Charakteristik, so wie wir sie
heute vorfinden.
Aus gut unterrichteter Quelle verlautet: ‚Fahnder des österreichischen
Bundeskriminalamtes vergleichen den internationalen Menschenhandel mit
der Arbeitsweise internationaler Konzerne: Die Ware Mensch wird
bestellt - Lieferanten liefern’, sagt Roman Idinger. Der durch
Menschenhandel weltweit erwirtschaftete Umsatz liegt nach Idinger bei
zehn Milliarden Dollar. ‚Insgesamt werden vier bis fünf Millionen
Menschen jährlich gekauft und verkauft. Dabei müssen vor allem Frauen
unter sklavenähnlichen Lebensbedingungen arbeiten’ (P.D. Nr. 6).
Das erinnert doch sehr an das letzte Babylon, das von Gott unter das
Gericht gestellt und vernichtet wird... (Es wird zitiert Off 18. 11 -
13, 15 - 18.) Das
letzte Babylon wird sich in jeder Hinsicht zu einem
materialistischen Reich entwickeln, in dem Menschen wie Ware behandelt
und Seelen wie Materialien behandelt werden. ‚Leiber und Seelen der
Menschen’ werden gleichzeitig aufgeführt mit Waren ‚von Gold und Silber
und Edelsteinen’.
Während große Weltkonzerne und Banken immer mehr Gewinne verbuchen,
werden in den unteren Etagen Tausende von Angestellten entlassen. Alte
Menschen werden euthanasiert, noch nicht Geborene abgetrieben oder gar
nicht erst gezeugt und das meistens um der Finanzen wegen.
‚Kostenrisiko’ nennt man das. Was etwas kostet, wird entsorgt, was
Gewinn bringt, wird verkauft oder gekauft. Dabei spielt es keine Rolle,
ob es sich um Materialien, Tiere oder Menschen handelt. Ulrich
Skambraks (Topic) hat schon vor Jahren darauf hingewiesen, daß unsere
Gesellschaft bewußt auf eine 20/80 Gesellschaft hin manipuliert wird.
Das heißt, es wird darauf hingearbeitet, daß 20 Prozent das Geld
verdienen und das Sagen haben, während die restlichen 80 Prozent wie
Sklaven behandelt werden. Tatsächlich werden die Tendenzen in diese
Richtung immer erkennbarer.
Daß man mit den internationalen Menschenhandel jährlich bereits zehn
Milliarden Dollar erwirtschaftet und und diese Art von Arbeit bereits
mit ‚Konzernen’ vergleicht, ist ein Reden für sich. Die Globalisierung
fördert den Menschenhandel und damit hat unsere Zeit bereits im Bereich
von Offenbarung 18 Fuß gefaßt. Wie wahr die Bibel doch ist. Für das 19.
und 20. Jahrhundert galten biblische Begriffe für die Endzeit wie ‚der
Handel mit Menschenseelen’ und ‚Sklaventum’ doch als total überholt,
und plötzlich sind diese Dinge in unserer ‚ach so modernen Welt’ voll
im Trend. Die Endzeit läuft ihren Weg, und einmal mehr schließen wir
daraus, daß wir schnellen Schrittes der Apokalypse entgegeneilen und
der Herr Jesus bald wiederkommt.”
Aus: Norbert Lieth, Mitternachtsruf, Ausgabe 6 / 2005: „Was
geschah, geschieht und
geschehen wird”,
Seiten 13/14.
Zurück zum Haupttext.
[13] Die offiziellen Verlautbarungen maßgeblicher Vertreter
der katholischen wie evangelischen Kirchen lassen immer wieder einmal
darauf
schließen. Der Ratsvorsitzende der EKD, Huber, „mahnt” die Regierenden jedenfalls
ständig dazu, in den sog. Reformen „ja nicht nachzulassen”.
Läßt sich die Amtskirche wieder einmal als Interessenvertreterin der
Reichen und Mächtigen dieser Welt mißbrauchen? Sollte der Platz der
Kirche bzw. der Gemeinde Jesu nicht ein ganz anderer sein?
Siehe auch: http://www.idea.de/cfml/homepage/detail_artikel.cfm?cfid=3036919&cftoken=63113555&ArtikelID=35954.
[14] Wir
reden hier nicht einem bewußten Mißbrauch oder einem unberechtigten
Erschleichen von Sozialleistungen das Wort. Wer so etwas tut, der
betrügt und muß diese Dinge vor Gott und, wo möglich, auch vor Menschen
bereinigen. Es ist jedoch bezeichnend, daß gerade in den kommerziellen
Fernsehsendern (unter Verweis auf Einzelfälle, die es sicherlich auch
gibt) in der letzten Zeit eine regelrechte Hetzjagd auf Empfänger von
Arbeitslosenunterstützung ausgebrochen zu sein scheint. Steckt dahinter
Absicht oder nur die (leider) ganz alltägliche Sensationsgier?
[15]
Das
evangelikale Informationsblatt TOPIC hat
sich im September 2005 zu
dieser seit langen Jahren gezielten Meinungsmanipulation (die in ihrer
Raffinesse, ihrer Dreistigkeit, aber auch in ihren Möglichkeiten wohl
die „Propagandakunst” diverser früherer
kommunistischer Staaten bei weitem in
den Schatten stellen dürfte!) unter der Überschrift „Eine radikale Reform
der öffentlichen
Meinung” wie folgt geäußert:
„Nur vordergründig ist die sogenannte
öffentliche Meinung so etwas wie der Durchschnitt dessen, was die
Menschen in Bezug auf einen bestimmten Sachverhalt denken und
empfinden. In Wirklichkeit ist sie das Ergebnis eines komplizierten
Prozesses, in dem Informationen und Gefühle von den einzelnen Menschen
ihrer Persönlichkeit gemäß verarbeitet werden. Dieser weitgehend
unbewußte Prozeß kann für den größten Teil einer Bevölkerung gesteuert
werden, wenn die wesentlichen Akteure mitspielen.
Das zur Zeit wichtigste Beispiel, wie
gut so etwas gelingen kann, betrifft die Einstellung des überwiegenden
Teils der Bevölkerung zu Reformen in der Wirtschaft. Die hat sich
nämlich keineswegs frei entwickelt, sondern ist wesentlich das Ergebnis
einer brillanten und dauerhaften Öffentlichkeitsarbeit, deren Ursprung
eher unscheinbar war:
Der Chef der Metallarbeitgeber
ärgerte sich vor Jahren über eine repräsentative Umfrage, wonach sich
die meisten Deutschen einen starken Sozialstaat wünschten. Folgen des
Ärgers waren die Gründung der ‚Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft’ (INSM)
mit einem Budget von 100 Millonen (!) Euro ab dem Jahr 2000 und eine
beispiellose Kampagne mit dem ganz offen genannten Ziel, in Deutschland
einen ‚Bewußtseinswandel’ herbeizuführen, also die Deutschen durch
eine
umfassende Manipulation der öffentlichen Meinung umzuerziehen. (Selbiger
Verein wird vom Verband Gesamtmetall zusätzlich mit 9 Millionen Euro p.
a. gefördert, Anm.) Mit
Hilfe der sehr erfahrenen Werbeagenur Scholz & Friends wurden
Anzeigen entworfen und jene Aussagen festgelegt, die dem Volk auf allen
Kanälen einzuhämmern seien. Sie kennen das: Der Sozialstaat hat
Deutschland an den Abgrund gebracht und muß einschneidend reformiert
werden.
Die INSM gewann eine Vielzahl von Prominenten dafür, diese Botschaft
seit dem Jahr 2000 überall unters Volk zu tragen - in Talkshows,
Vorträgen, Büchern und ‚Fachbeiträgen’. Sie spielt auf der gesamten Klaviatur
der ‚Public Relations’ (Öffentlichkeitsarbeit) und schafft es
sogar, Medien selbst für ihre Ziele einzupannen. Daß die ahnungslosen
Bürger nach und nach zu dem Schluß kamen: ‚Wenn so viele ganz verschiedene kluge
Leute derselben Meinung sind, muß das stimmen’, ist Folge eines gezielt und unablässig
angewandten kommunikationstheoretischen Tricks, wonach eine Botschaft
am besten ‚sitzt’, wenn sie von möglichst vielen und
möglichst verschiedenen Trägern übermittelt wird. Das klappt vorzüglich
- in manchen Talkshows können die Botschafter der INSM schon beinahe
unter sich diskutieren - der Zuschauer weiß nichts von dieser
Gemeinsamkeit. Oder wußten Sie etwa, daß Paul Kirchhof, Peter Müller,
Lothar Späth, Friedrich Merz, Hans Tietmeyer (alle CDU), Christine
Scheel und Oswald Metzger (Die Grünen) in dieser gigantischen
Manipulation mitmischen? Tietmeyer, der Kuratoriumsvorsitzende der
INSM, hätte übrigens in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit u. a. als
Bundesbankchef, Finanzstaatssekretär und Wirtschaftsberater zur
Wiedervereinigung wie kaum ein anderer vorzügliche Möglichkeiten
gehabt, die angeblich schlimmen Zustände zu verhindern, die er heute
beklagt.”
Zurück zum Haupttext.
Unter der Rubrik „Woher stammen die politischen Inhalte und
Interessen?” fährt TOPIC anschließend fort:
„Die großen wirtschaftspolitischen,
teilweise auch die gesellschaftspolitischen Ziele für Deutschland werden längst nicht mehr nur von denen
forciert, die sich zur Wahl
stellen, sondern von einer ganzen Reihe demokratisch nicht
legitimierter Organisationen und Unternehmen im In- und Ausland. Dazu
gehören beispielsweise die Bertelsmann-Stiftung und die
vorgestellte ‚Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft’, aber auch der sogenannte ‚Bürgerkonvent’. Dessen Leiter, der Jurist Meinhard
Miegel, warnt unablässig vor dem Zusammenbruch des Rentensystems, ist
inzwischen wohl jedem Talkshow-Zuschauer bekannt und propagiert ‚einschneidende Reformen’. Nicht so bekannt ist, daß Miegels ‚Deutsches Institut für Altersvorsorge’ ganz von der Deutschan Bank finanziert
wird und daher ganz offensichtlich Politik in eigener Sache macht,
nämlich bezüglich privater Altersvorsorge.
Im
internationalen
Rahmen dürften
die Trilaterale Kommission und die
Bilderberg-Gesellschaft den größten Einfluß haben, jene
Zentralorganisationen der großen Weltkonzerne sowie der Welt- und
Finanzpolitik. Sie haben bei der (am 18. September 2005
vorgezogenen, Anm.) Bundestagswahl
alle Eisen im Feuer und können nur gewinnen: Nicht nur Schröder ist auf
ihren Treffen aufgetreten, sondern auch Merkel. Die CDU-Vorsitzende
scheint der Trilateralen Kommission besonders verbunden zu sein, hat
doch die Organisation vor ein paar Monaten (22. - 24. 10. 2004,
Anm.) gar in den Räumen der Berliner
CDU-Fraktion getagt. Einige Gesprächspartner der letzten Zeit, etwa
ihren neuen Wirtschaftsberater Heinrich von Pierer und
ThyssenKrupp-Chef Gerhard Cromme, kennt sie dann ja bereits aus der (Trilateralen) Kommission.”
Daß Deutschland, was die sogenannten
Reformen, sprich
den Abbau sozialer Schutzmechanismen vor kapitalistischer Willkür angeht, keineswegs
Schlußlicht, sondern Vorreiter in der gesamten Europäischen Union ist
und solches von einer deutschen Regierung auch dringend erwartet wird,
entlarvte sich in einer Ausführung des EU-Währungskomminssars Joaquin
Almunia, wie die NETZEITUNG am 23.
09. 2005 schrieb, die wiederum Bezug
auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung genommen hatte.
Ausgangspunkt waren
das Überschreiten der sog. Maastricht-Kriterien sowie die wochenlangen
Querelen zu Regierungsbildung und Kanzlerschaft nach der Bundestagswahl
am 18. September 2005 zwischen SPD und CDU. Die „EU kennt
kein Pardon mehr mit Deutschland”, titelte das Magazin und fuhr fort: „Die
aktuelle politische Lage in Deutschland gibt laut Almunia Anlass zu
großer Sorge. ‚Wir
brauchen eine starke deutsche Regierung’, zitiert
die Zeitung den EU-Kommissar. Deutschland setze Maßstäbe für die
übrigen EU-Partner, und weitere Reformen in Berlin seien ‚sehr
wichtig für das
Funktionieren der gesamten Eurozone’.” Almunia hatte mit einem
Wiederaufleben des gegen Deutschland gerichteten Defizitverfahrens
gedroht - die Staatsverschuldung wird ein weiteres Jahr mehr
als drei Prozent des
Bruttoinlandsproduktes betragen - und
angedeutet, daß die EU „Vorschläge für weitere
Anpassungen”
zu einer Behebung dieser zu hohen Staatsverschuldung machen werde. Es
dürfte nicht allzu schwer zu erraten sein, was diese „Vorschläge”
wohl beinhalten werden. Da drängt sich doch die Frage auf, wer hier wen
belügt...
Zurück zum Haupttext.
[16] Mehr
über die Geschichtsfälschungen und Lügen des sog. „Palästinensischen Mythos” und der in heutigen Medien
leider üblichen einseitigen und verzerrten Berichterstattung über
Israel ist in dem bei Asaph
erhältlichen Buch „Philister
oder Die Große Täuschung” von Ramon Bennett zu erfahren
(erschienen bei Arm Of Salvation, Jerusalem, ISBN 965-90000-4-9, ca.
380
Seiten). Ich kann dieses und andere Bücher des Autors zu diesem Thema nur wärmstens
empfehlen; manchem werden dabei die Augen nicht nur auf-, sondern wohl
auch übergehen. Man könnte dies angesichts der offensichtlichen
Unwahrheiten,
die uns über den Staat und das Volk Israel erzählt worden sind und
werden, nur
wünschen.
[17]
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/George_Orwell.
Das hier besprochene Buch „George
Orwell - 1984” ist im u. a. Ullstein-Verlag
erschienen. ISBN 3-548-23410-0, Paperback, 383 Seiten, 20. Auflage
2000. Auf dem Rückumschlag lesen wir ein Zitat aus dem Münchner Merkur: „Orwell
hätte sein Buch auch ‚2000’ nennen
können”.
[18]
Diese
von Gott gesetzte Obrigkeit
ist in einer Monarchie der König, in
einer Demokratie die gewählte Regierung. Zu einer solchen
Obrigkeit gehören also definitiv nicht solche Kreise, die durch Wahlen
vom Volk (als dem Souverän) her nicht legitimiert sind Macht auszuüben,
Einflüsse geltend zu machen und von daher die Regierungen zu
unterwandern suchen (siehe hierzu vor allem vor allem die
nachfolgenden Erklärungen unter 19 und 20).
Entwicklungen, wie wir sie hier vorliegen haben, ist unser
entschiedener und eindeutiger Widerstand entgegenzusetzen; dabei gilt um Christi Willen, daß wir dem
Teufel zu widerstehen haben (Ja 4. 7f). Eine falsche
Obrigkeitshörigkeit ist an
der Stelle nur nicht angebracht, sondern lebensgefährlich - die
Ereignisse, die das Entstehen des sog. Dritten Reiches angebahnt haben,
bestätigen dies ganz klar. Das Gebet für die Obrigkeit nach 1Tim 2.2f
erhält von daher einen ganz besonderen Stellenwert.
Dabei sind und bleiben
wir uns dessen bewußt, daß gewisse Entwicklungen, wie wir sie hier
thematisieren, in der Heiligen Schrift vorhergesagt werden und von
daher unumgänglich sind. Allerdings dürfen wir es uns dabei nicht zu
einfach machen und „eben laufen lassen, was da läuft”. Denn das hatten wir alles
schon einmal. - „Ihr seid
das Salz der Erde”, sagte der Herr. Wir wissen: Salz
ist der Stoff, der die Fäulnis aufhält. „Wenn
nun das Salz fade wird, womit soll man es wieder salzen? Zu nichts mehr
erweist es sich als stark genug, als nur hinausgeworfen und von den
Menschen niedergetreten zu werden” (Mt 5. 13). Die uns umgebende,
immer offensichtlicher werdende Fäulnis unserer Gesellschaft,
namentlich der Wirtschaftswelt,
hat also sehr viel
damit zu tun, daß wir heute ein Christentum vorliegen haben, das in
weiten Bereichen seinen Unterschied zur Welt und damit seine Salzkraft
verloren hat. Ein solches Christentum - fade gewordenes Salz - wird hinausgeworfen
und von den Leuten zertreten werden. Das ist eine deutliche Warnung vor
dem Gericht, das sich anschickt über die Gemeinde zu kommen. Und in
vielen Bereichen, gerade auf
dem Gebiet des Wirtschaftlichen und der Versorgung, ist es schon da.
Das zeigt uns dann auch den Bereich auf, in dem wir am meisten
fehlgehen und am wenigsten ein Zeugnis davon sind, daß es mit Gott auch
anders geht.
Zurück zum Haupttext.
[19] Hierzu möchte ich die zwar „weltlichen”, m. E. auf
dem wirtschaftspolitischen Gebiet jedoch sehr fundierten Webseiten des
Autors
und Wirtschaftswissenschaftlers Albrecht
Müller empfehlen. Er ist der Schreiber des Buches „Die
Reformlüge”, 2004 erschienen im Droemer-Verlag (ISBN 3-426-27344-6,
ca. 415 Seiten) und seit August 2005
in einer neueren aktualisierten Version bei Knaur erhältlich. In seinem Buch
wie in seinem Webauftritt
weist er die Unhaltbarkeit und (zu großen Teilen wohl auch bewußte)
Verlogenheit der weithin grassierenden neoliberalen Thesen nach. Man
sollte vielleicht nicht alles an dem Werk kritiklos übernehmen. Das
liegt sicherlich auch nicht im Sinne des Verfassers. Wer
sich jedoch auch einmal mit den tatsächlichen Hintergründen heutiger
Wirtschaftspolitik beschäftigen
will und wer vor allem bereit ist, die diesbezügliche, heute leider
gängige Meinungsmache in
Frage stellen zu
lassen, dem empfehle ich dieses Buch. Die hier niedergelegten
Dinge beweisen: Hinter all dem steht
kein unabwendbares Naturgesetz, sondern ein sich hinter
pseudowisswenschaftlichen Argumenten versteckender, bewußt und
zielgerichtet ausgearbeiteter
Plan. Hier soll eine ganze Ära beendet und auf den Müllhaufen
der Geschichte gekarrt werden; man wähnt sich in der
Tat am Beginn einer neuen, einer ganz anderen Republik.
Vielleicht
meinte
dies auch die für ihre marktradikalistischen Positionen bekannte Angela Merkel, als sie in ihrer zum
60. Jahrestag der CDU in nicht ganz einwandfreiem Deutsch gehaltenen
Rede behauptete, wir hätten „wahrlich
keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf
alle Ewigkeit”(wörtliches Zitat). Das war
dann auch das einzige Mal,
daß das Wort
„Demokratie” in dieser Rede auftauchte.
Ich glaube kaum, daß alle CDU-Freunde,
die dieser Rede Beifall gezollt haben, bemerkt haben, was diese Frau da eigentlich von
sich gibt und wofür sie wirklich steht.
Hier sollten endlich alle
Alarmglocken
läuten! Wie lange wollen wir solche Leute noch stützen, indem wir etwa für sie werben, blauäugig,
wie wir sind? Wie lange
wollen wir noch schlafen und zu all dem schweigen? Wie lange wollen wir
noch
auf Lügen bauen und, was noch schlimmer ist, sie bedenkenlos nachreden
helfen? Wie lange wollen wir uns an diesen Dingen zumindest mitschuldig machen?
Die Merkelsche Rede ist auf den Seiten der CDU immerhin noch abrufbar.
Quelle: http://www.cdu.de/doc/pdf/05_06_16_Rede_Merkel_60_Jahre_CDU.pdf.
Albrecht Müller weist nach, daß
wir es hier vor allem mit einer flächendeckenden Unterwanderung
gleichgeschalteter Wirtschaftslobbyisten zu tun haben, in deren
Folge wiederum der politisch „rechte Rand”
erstarken wird. Als wir vor ein
paar Jahren in Freundeskreisen überhaupt auf die Möglichkeit einer solchen
Entwicklung hingewiesen haben, sind wir oft noch verlacht worden. Heute
lacht man schon weniger. Es ist exakt
dieselbe
Entwicklung wie die
in den dreißiger Jahren, und wieder ist Deutschland der Vorreiter. Es
gibt eben
auch hier nichts Neues unter der Sonne. Das angesichts hunderttausender
sogenannter
„Jobs”,
von denen ihre Inhaber kaum noch leben oder ihre Familien ernähren
können, gegenüber
Sozialforderungen immer wieder angeführte Totschlag-Argument, daß sozial sei, was
Arbeit schaffe, ist eine fast wörtliche Entlehnung aus der
Propaganda jener Zeit, hervorgebracht in den Hirnen deutscher
Wirtschaftsverteter, willfährig kolportiert und umgesetzt durch die
deutsche Politik dieser wie jener Tage. Ein Zitat aus dem Jahre 1932 lautet: „Der gesunde Staat wird eine gesunde
Wirtschaft haben. Gesunde Wirtschaft bedeutet heute vor allem
Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Derjenige ist wirklich und wahrhaft
sozial, der Arbeit schafft. Es gibt ewige Wirtschaftsgesetze, die kein
Volk ungestraft verletzen darf. Das haben die sozialistischen
Machthaber in Deutschland außer Acht gelassen. Sozialismus ist
Erwerbslosigkeit”.
Nein, hier spricht nicht
etwa Guido
Westerwelle von der FDP. Diese Sätze kommen auch nicht aus diesem
Jahrhundert. Sie stammen von Alfred
Hugenberg, dem Besitzer des damals nach ihm
benannten Medienkonzerns
und dementsprechend weit nach rechts ausgerichteten Politiker, und sind
Rundfunkansprachen zur
letzten Reichstagswahl entnommen, die dieser am 28. und
31.
Juli 1932 gehalten hat. Der „Rechtsaußen”
Hugenberg, Steigbügelhalter der Nazis und für kurze Zeit Minister
in Hitlers
Kabinett, lebte von 1865 - 1951, und nur
mit Mühe und in mehreren Berufungsverfahren konnte er nach dem Krieg
seine sogenannte „Entnazifizierung”
durchsetzen. Er bekam sie schließlich unter dem Eindruck, daß er zu
alt sei, um sich noch politisch zu betätigen. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
Leipzig - siehe Aktenzeichen BVerwG 3 C 20.04
und die dazugehörige Pressemitteilung
- bestätigte noch im
März 2005 seine Rolle als Wegbereiter der braunen
Diktatur.
Seine Rede, aus der wir hier
nur ein kurzes Zitat wiedergegeben haben,
stellt ein in ihrer Grundtendenz bemerkenswertes Konglomerat
aus wenig Wahrheit
und viel Lüge dar. Nun, das kennen
auch wir zur Genüge - allerdings kennen wir das aus der Polemik unserer Tage.
Doch damit ist es
nicht
genug. Müller (s. o.) schreibt
weiter, skizziert die Bestrebungen jener Zeit: „Mit Bildung der Harzburger Front will
Hugenberg unter Einschluß der NSDAP die nationalistischen Kräfte gegen
das Kabinett Brüning bündeln. Seine Ziele sind hierbei eine
republikfeindliche Politik unter Einbindung des Nationalsozialismus”. Hugenberg will (anfangs) nicht
nur zurück zur Monarchie. Er will überhaupt weg von der
Demokratie, will endlich weg von dem, was seinen
Einfluß und vor allem seine Profite
schmälern könnte. Dazu ist ihm jedes
Mittel recht. Von da her erkennen
wir auch die
Gesinnung, vor allem aber den Geist,
aus dem sowohl dieser als auch andere, ganz ähnlich lautende Sätze
entstanden sind. Von dem „Sozial ist, der Arbeit schafft” im Zusammenhang der vorgeblich „ehernen Wirtschaftsgesetze” von 1932 bis zu dem nachfolgenden „Arbeit macht frei” - den höhnenden Inschriften auf
den Eingangstoren deutscher Konzentrationslager - lag eine Spanne von
nur
wenigen Jahren. Man hat heute lediglich den Satz ein wenig umgestellt
und
das Wort „Der”
mit dem unpersönlicheren „Was”
ausgetauscht. Dabei vergißt man - damals wie heute
- selbstredend die gigantischen Profitberge zu erwähnen, die man
mittels dieser Ideologie für sich
selbst anzuhäufen sucht, und gebärdet sich als Wohltäter der
Nation. Die für das heutige Deutschland leider so typische
Geschichtsvergessenheit weiter Kreise der Bevölkerung kommt dabei gewiß
nicht ungelegen. Denn wenn wir wissen, von
wem etwas kommt, dann können wir auch Rückschlüsse darauf
führen, was da kommt
und damit auch, was das eigentlich
für eine Arbeit sein soll, die man da schaffen zu wollen vorgibt.
Daß
die Öffentlichkeit erkennt, wer dahintersteht,
von welchem Hintergrund das
also eigentlich
kommt,
liegt von daher vielleicht nicht unbedingt im Interesse derer, die
solche Sätze
kolportieren.
Quelle - Hugenberg-Zitate: http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=1116.
Zurück
zum Haupttext.
Im heutigen Fall ist es wieder die INSM,
die von dem (in Wirtschafts- und Sozialfragen als Scharfmacher
bekannten)
Gesamtmetall-Vorstand Kannegießer
ins Leben gerufene sog. „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft”, das relativ neue,
millionenschwere und mittlerweile wegen massiver
Schleichwerbung ins Gerede gekommene Propaganda-Organ
der deutschen Industrie (siehe die Anmerkungen zu 15),
die diesen Slogan aus der Mottenkiste der Vorkriegszeit hervorgeholt
und der Zeit angepaßt hat.
Das war im Jahre 2000, also zeitgleich mit der Entstehung der INSM. Bis
dieser Satz in die offizielle Politik
Eingang hielt und zuerst von der CDU (Merkel, dann vor allem aber auch
Althaus, Merz
und Koch) aufgegriffen worden ist, brauchte er dann nur noch zwei
Jahre. Das ist nicht nur eine
deutliche Verhöhnung der Mehrzahl unseres Volkes. Es ist auch eine
Verhöhnung der Geschichte. Noch arroganter und
noch schnoddriger
geht´s nimmer. Wir konstatieren also: „Der Schoß ist fruchtbar - immer - noch, aus dem das kroch”
(frei nach Brecht). Und so kriecht es heute wieder...
Ich unterstelle
diesen
Leuten zwar keine wissentlich böse
Absicht und erst recht keine wie auch immer geartete „braune
Gesinnung”.
Das wäre eine schlimme Diffamierung nicht zuletzt auch derer, die aus
ehrlichem Herzen nach Lösungsansätzen suchen und von daher sehr
integere, achtenswerte Persönlichkeiten sind, von denen ich einige sehr
schätze und wünschte, daß wir mehr davon hätten. Aber
das, was sie von sich ständig behaupten, das sind sie nicht: sie sind
eben nicht so ideologiefrei, daß sie in ihrem Handeln und Entscheiden
tatsächlich unbeschwert sind.
Sonst hätten sie vielleicht doch einmal die
Mühe und nicht zuletzt auch den Mut aufgebracht, die sich so
„neu”
gebärdenden und dabei doch so alten Thesen des Kapitals kritisch zu
hinterfragen. Müssen sie sich nicht vorwerfen lassen,
daß der Lüge glauben und -
als
allzeit bereite Erfüllungsgehilfen des Industrie- und Bankenkapitals -
zu
ebenso gedankenlosen wie willfährigen Vollstreckern dieser Lüge
geworden sind? Daß sie
dies zuweilen unter „christlichem”
Vorzeichen tun, macht die Sache um ein Vielfaches schlimmer. Es macht solche Politiker und
Unternehmensvertreter nämlich - sei es
nun bewußt oder unbewußt - zu Verführern des
deutschen Volkes. Hinter der Verführung und den schönen
Glamour-Fassaden aber wird
die Fratze des
menschenverachtenden, des totalitären
Kapitalismus sichtbar. Aufwachen,
Geschwister,
Freunde, aufwachen! Nicht
an die CDU (oder an die SPD oder andere) glauben, sondern an den Herrn!
- Exakt
dieselbe Politik von künstlich erzeugter Deflation,
Lohnkürzungen und massivem Sozialabbau - verbunden mit genau denselben
Erklärungen wie heute! - hatte auch die Zeit der Weimarer Republik
beendet und führte nach ihrer Zerschlagung direkt und fast bruchlos zur
Machtergreifung der
Nazis, was von der deutschen Industrie (mit nur sehr wenigen Ausnahmen)
selbstverständlich heftigst begrüßt worden ist.
Es besteht daher die Gefahr,
daß wir auf eine ebensolche Entwicklung hinsteuern,
wenn
dem
nicht mutig, eindeutig und klar Einhalt geboten wird. Insofern stehen
tatsächlich Freiheit und
Demokratie auf dem Spiel; unter pseudo-demokratischem, „freiheitlichem”
Deckmäntelchen (Freiheit
- für wen?) bei gleichzeitig zunehmender Aushöhlung der
Rechte der arbeitenden Bevölkerung, vorrangig
der abhängig Beschäftigten und der kleinen Selbstständigen,
droht eine mehr oder weniger schleichende
Wiedereinführung einer offenen kapitalistischen
Diktatur, allerdings einer solchen bisher nicht gekannten Ausmaßes. Der
Grad der Monopolisierung in der Zeit des sog. „Dritten
Reiches” wird
dabei noch überschritten. Der Unterschied zum Monopolkapitalismus früherer
Zeiten ist hierbei der, daß nicht mehr der Staat das Monopol an den
Produktionsmitteln, sondern das
Kapital das Monopol am Staat besitzt und von daher die
Richtlinien der Politik vorgibt. Das
ist jedoch das Ende einer jeden Demokratie und damit auch das Ende
jeglicher
Freiheit. Hier beginnt nach
allgemeiner Erkenntnis ganz eindeutig eine Diktatur. Nur
Narren möchten glauben, daß der Hitlersche „Nationalsozialimus”
etwas mit Sozialismus (oder
gar mit einem „sozialen
Gewissen”) zu
tun gehabt habe. Einige wollen uns das heute
offenbar glauben machen.
Nein - die Hitlerdiktatur war eine kapitalistische
Diktatur, wie sie kapitalistischer kaum hätte sein können. Die Nazis
haben die Monopole nicht angestastet, sondern blieben aufs engste mit
ihnen verbunden, ja verschmolzen regelrecht
mit ihnen. Wir sollten
uns von daher nicht blenden lassen. Folgt, nach
60 Jahren relativer
Freiheit, dem
Dritten Reich ein Viertes, vielleicht unter einem ganz anderem Namen
und
scheinbar unter anderem
Vorzeichen, aber ebenso totalitär? Das, so meine ich,
steht wohl
zu befürchten. - Näheres zu diesem Themenkomplex finden wir u. a. auf Albrecht Müllers
Nachdenkseiten. Es lohnt
sich für den, der wirklich nachdenken
will!
Weitere Links
zum Thema:
Die ganze Hugenberg-Rede: http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/hugenberg/
Hugenberg-Originalton 1932: http://www.dhm.de/lemo/objekte/sound/hug/index.ram
Zum Abspielen der Tondatei wird ggf. der Real-Player
oder Real Alternative
benötigt.
Zurück zum Haupttext.
[20]
In der
Tat waren weite
Teile nicht nur des deutschen, sondern auch des
internationalen, vor
allem aber des amerikanischen Finanz- und Monopolkapitals an der Finanzierung der
Hitlerdiktatur beteiligt. Jene unkontrollierte
Verflechtung internationaler Industriekonzerne und im Hintergrund
agierender Kreise der Hochfinanz, die man heute als Globalisierung
bezeichnet, ist eben keine Erfindung oder gar eine „Notwendigkeit”
unserer Tage, wie die diversen und
hochdotierten Agit-Prop-Inszenierungen diverser Bilderberger bzw. der
mit ihnen zusammenhängenden wirtschaftsnahen Kreise und ihrer
Handlanger in Politik und Medienwelt uns unaufhörlich
einzutrichtern versuchen. Ihre
unablässig und auf allen Kanälen vorgetragene
Propaganda, die in weiten Bereichen stetige Wiederholung immer
derselben Inhalte, sei sie nun
offen oder unterschwellig, erinnern manchen kritischen Beobachter
zumindest
in Teilen an solche Gehirnwäsche- und Motivationstechniken, wie sie in
totalitären Strukturen üblich sind, und damit auch an die
Entleerungspraktiken diverser Psychosekten. Nicht wenige sind so zu dem
Schluß
gelangt, daß diese Leute sehr genau wissen,
was sie tun, warum sie es tun und wie sie es tun. Sie scheinen vor
allem zu wissen,
wie man Seelen korrumpiert; nicht ohne Grund sind sie hochbezahlt, denn sie sind
absolute Profis in ihrem Geschäft. Wir sollten uns von ihnen auf gar keinen
Fall einwickeln lassen. - Offenbar hat man noch immer nicht
gelernt. Man scheint auch vermeiden zu wollen, daß andere lernen oder
überhaupt auch nur selbständig zu
denken wagen. Die
Geschichte zeigt auf bedrückende Art und Weise, was dabei herauskommt, wenn alle Macht dem Kapital
überlassen wird, ein mehr oder weniger
ungebremster Kapitalismus heranwuchert und der Staat sich zum Erfüllungsgehilfen der
Wirtschaft machen läßt. Hier entsteht eine in ihrer
Wirkung verheerende Verquickung der Wirtschaft mit dem Staat -
und das geht solange, bis wir
zuletzt wir ein autoritäres System vorliegen haben, eine offene
Diktatur, der niemand mehr entrinnen kann.
Die
Entstehung des sog. Dritten Reiches war ebenfalls eine schleichende, über lange Zeiträume vorbereitete;
den meisten sind ihre eigentlichen Hintergründe verborgen geblieben,
bis heute - oder sie leugnen sie oder wollen sie nicht wahrhaben.
Überhaupt hat jene Zeit mit der heutigen einiges gemeinsam. Daß
wir an dieser Stelle eine Abbildung einer Fotomontage aus jener Zeit
eingefügt haben, die die Verbindungen des Nazireiches mit dem Kapital
jener Zeit erhellt und satirisch aufnimmt, geschieht also nicht ohne
Grund. Und das ist eben nicht nur linke
Propaganda gewesen, wie gewisse Kreise der deutschen Industrie uns
bis heute ebenso gerne wie eilfertig weismachen wollen. In seinem sehr
ausführlichen und außergewöhnlich gut recherchierten Werk „Das
schwarze Reich - Geheimgesellschaften” beschreibt E. R. Carmin (wahrscheinlich ein
Pseudonym), wie jene Ereignisse
von langer Hand geplant - lange noch vor dem ersten Weltkrieg - und im
Hintergrund gesteuert worden sind. Wir greifen einige Passagen aus
seinem Buch auf und zitieren daraus:
„Es ist offensichtlich, daß die Entwicklung
in Bayern (gemeint sind die von den Nazis immer wieder
angezettelten Schlägereien und umstürzlerischen Umtriebe von der Zeit
der frühen 20er Jahre an, Anm.) von
höherer
Stelle, um nicht zu sagen, auch von Staats wegen, nicht nur geduldet,
sondern gefördert wurde. Dazu gehörte im übrigen auch die ‚Technik der bayrischen Gerichte, bei
Übergriffen der Nationalsozialisten den sich wehrenden Gegner zu
verurteilen’, was natürlich nur möglich war ‚mit stillschweigender oder ausdrücklicher
Zustimmung des Reiches’ (Gumbel
1924, S. 173). Es ist erwiesen, daß hinter jenen Geheimbünden und deren
Aktivitäten auch ausländische Interessen standen: Ein von Mitgliedern
des aus dem Freikorps Oberland hervorgegangenen Blücherbundes für März
1923 geplanter, allerdings durch Denunziation aufgeflogener Putsch in
München war mit über 92000 Goldmark, immerhin an die 40 Millionen
Reichsmark, von Frankreich finanziert worden (Gumbel, S. 206f). Der im
Krieg als britischer Agent tätig gewesene SA-Führer Luedecke...
versorgte nicht nur die SA mit Waffen und Munition, sondern auch mit
französischen Devisen... Freilich, ausländische Zuwendungen für Hitler
waren schon damals tabu: Als der Herausgeber der britischen Zeitschrift
‚Foreign
Affairs’, das
Unterhausmitglied Morel, bei einer Unterredung mit dem bayrischen
Landesdiktator Kahr 1923 darauf hinwies, Hiler habe über sieben oder
acht Mittelsmänner französische Gelder erhalten, protestierte dieser
mit dem Hinweis, Hitler sei doch ein national eingestellter Mann
(Görlitz, Geldgeber, S. 44)...”
„...Was und wen”, fragt Carmin einige Abschnitte
weiter,
„mochte der Reichskanzler a. D. Brüning
1947 gemeint haben, als er in
einem Brief an den Herausgeber der ‚Deutschen Rundschau’ schrieb: ‚Das Finanzieren der Nazipartei, teilweise
von Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet hätte, ... ist ein
Kapitel für sich. Ich habe niemals öffentlich darüber gesprochen, doch
im Interesse Deutschlands könnte es notwendig sein, es zu tun und
aufzudecken, wie dieselben Bankiers im Herbst 1931 den amerikanischen
Botschafter Sakett gegen meine Regierung zugunsten der Nazipartei zu
beeinflussen suchten (...) Einer der Hauptfaktoren bei Hitlers
Aufstieg... war die Tatsache, daß er große Geldsummen von fremden
Ländern 1923 und später empfing und gut für die Sabotage des
passiven Widerstandes im Ruhrgebiet gezahlt wurde. In späteren Jahren
wurde er bezahlt, um um Unruhen hervorzurufen und und revolutionäre
Tendenzen in Deutschland zu ermutigen, von Männern, die sich
einbildeten, daß dies Deutschland schwächen könnte und das
Bestehenbleiben irgendeiner verfassungsmäßigen zentralen Regierung
unmöglich machen würde. Diejenigen, die solange versucht haben, diese
Tatsachen zu unterdrücken, täuschen sich, wenn sie glauben, daß sie
dies auf die Dauer tun können’ ...
Zurück zum Haupttext.
(...)
Hitlers Aufstieg zur Macht war weder schicksalhaft noch unaufhaltsam...
Bis 1933 hatte Hitler nie die Mehrheit der deutschen Wähler hinter sich
gehabt, wenn er auch erstaunliche Wahlerfolge errang. Dennoch hat er
nicht an der Spitze einer revolutionären Massenbewegung die Macht
ergriffen, wie er es sich vielleicht selbst eingebildet hat, sondern er
ist vielmehr durch Hintertreppen-Intrigen zum Reichskanzler ernannt
worden, und zwar zu einem Zeitpunkt, als seine politische Bewegung
ihren Gipfelpunkt bereits überschritten hatte und die wirtschaftlichen
und politischen Faktoren, die seinen Aufstieg begünstigt hatten,
bereits schwanden. In der Partei herrschte Zwietracht, und Hitler
spielte gegen Ende 1932 sogar mit dem Gedanken, ‚sein Leben mit einer Kugel zu beenden’ (vgl. Toland, Adolf Hitler, a.a.O., S.
384). Nach Müllern-Schönhausen soll Hitler in dieser depressiven
Stimmung wieder einmal Trost bei seinem Magus Herschel Steinschneider
alias Hanussen gesucht haben, der ihm auch prompt weissagte, daß am 30.
Januar sein Aufstieg zur Macht beginnen werde. Dazu schrieb der
Hellseher dem Führer noch ein bemerkenswertes Gedicht:
Die Bahn zum Ziel ist noch verrammelt,
Die rechten Helfer nicht versammelt,
Doch in drei Tagen - aus drei Ländern,
Wird durch die Bank sich alles ändern.
(Müllern-Schönhausen, die Lösung des
Rätsels Adolf Hitler, a.a.O., S. 137)
Daß dabei in der
Tat ‚die Bank’, nämlich ganz wesentlich der Bankier von
Schröder nebst Hitlers politischem Steigbügelhalter, dem päpstlichen
Kammerherrn von Papen... eine bemerkenswerte Rolle spielte, kommt...
nicht von ungefähr...”
Aber, wie Carmin herausstellt, kommt es noch weitaus dicker. Und wenn wir genau
zuzuhören bereit, dann sind wir endlich
auch wieder bei den Fragen, die uns heute durchaus einmal beschäftigen
sollten.
Denn genau diese Fragen sind es ja auch, deren Beantwortung bis heute
immer wieder tabuisiert wird. Sollen hier die Spuren der Vergangenheit
nicht nur
verwischt werden, sondern vor allem auch für alle Zeiten verwischt
bleiben? Die Frage beantworte jeder sich selbst, der auch nur halbwegs
klar denken kann. „Eines stimmt schon”, schreibt Carmin. „Es war nicht die deutsche Industrie als
solche, die Hitler an die Macht finanziert hatte. Es war zweifellos die
deutsche Industrie als Bestandteil multinationaler, vorwiegend
amerikanischer Konzerne und Kartelle (heute, da man dies in
noch größerem Stil
durchzieht, nennt man es Globalisierung, Anm.) mit
gewichtigen Vertretern der Wallstreet in den Aufsichtsräten und
Vorständen, die als Kanal für die Finanzierung der Wiederaufrüstung und
der Vorbereitung Deutschlands zur kriegführenden Macht ebenso dienten
wie zur direkten Finanzierung Hitlers und Himmlers, nachweisbar sogar
bis 1944(!): Beispielsweise sogar durch ITT, über das ‚Sonderkonto S’, bei der Schröderschen Bank J. H. Stein
in Köln (Sutton, Wallstreet/Hitler, S. 79f., S. 128ff., Sampson,
Anthony, Weltmacht ITT - die politischen Geschäfte eines
multinationalen Konzerns, Reinbeck/Hamburg 1973, S. 23, 41). Wie das
Spiel letzten Endes ablief, beschreibt knapp und präzise Anthony
Sampson im Hinblick auf den amerikanischen Multi ITT: ‚Während mithin ITT-Focke-Wulff-Flugzeuge
alliierte Schiffe bomardierten und über ITT-Drähte Informationen
für deutsche Unterseeboote weitergegeben wurden, warnten die
ITT-Funkpeilgeräte die Alliierten vor deutschen Torpedos.’ (Ders., S. 35).
Aber dieses Spiel war ja noch vergleichsweise
harmlos.
Wer, wie und warum Hitler und die NSDAP finanziert hat, ist
zweifellos in jeder Beziehung eine Frage von fundamentaler Bedeutung,
im Hinblick auf die Beurteilung der Vergangenheit ebenso wie, vor
allem, die Zukunft nicht nur Deutschlands(!!). Wer also war es?
Zurück zum Haupttext.
Ende 1933 gab ein
in Holland lebender belgischer Journalist namens J. G. Schoup in einem
allgemein als seriös bekannten Verlag in Amsterdam das Buch eines
Sidney Warburg mit dem vielversprechenden Titel: ‚De Geldbronnen van het
Nationaal-Socialisme. Drie Gesprekken met Hitler’ (‚Die Geldquelle des Nationalsozialismus.
Drei Gespräche mit Hitler’) heraus, das die Fragen zu beantworten
versprach: Die Aufsichtsratsvorsitzenden sämtlicher amerikanischer
Federal-Reserve-Banken, Rockefeller, Carter von der Guaranty Trust
Company, Glean von Royal Dutch Shell, auf einen kurzen Nenner gebracht
die vereinigte Bruderschaft der Wallstreet-Hochfinanz, die Warburgs,
Morgans, Schiffs, Rockefellers, Harrimans einschließlich Montagu Norman
von der Bank of England, waren es, die den Aufstieg Hitlers und der
NSDAP zwischen 1929 und 1933 mit insgesamt 32 Millionen Dollar,
umgerechnet etwa 128 Millionen Mark, direkt finanziert haben sollen...
Nun, das Buch hat seine eigene Geschichte. Und nicht zuletzt diese ist
es auch - abgesehen von den tatsächlich verifizierbaren Fakten der
Hitler-Finanzierung, die seinen Inhalt als glaubwürdig erscheinen
lassen, vor allem hinsichtlich der grundsätzlichen Behauptung: Hitler
wurde von der Wallstreet finanziert, Hitler-Deutschland wurde von den
Kräften der Hochfinanz wieder aufgerüstet, Hitler und die Deutschen
wurden von der internationalen Hochfinanz als Werkzeug benutzt um -
abgesehen von allerlei möglichen Endzielen wie der Erzwingung einer
neuen Weltordnung (!) - schnöden Kriegsgewinn aus dem Gemetzel zu
ziehen. - Das Buch von Sidney
Warburg wurde, nachdem sein Erscheinen Ende 1933 in der Presse mehrerer
Länder angekündigt worden war, kurz darauf (wie bezeichnend,
Anm.) vom Verlag mit der Begründung
zurückgezogen, es handele sich um eine Fälschung, einen Sidney Warburg
gebe es nicht. Die Auflage wurde größtenteils vernichtet. Dennoch
überlebten einige Exemplare...”
Wir kehren
noch einmal an den Anfang des Buches
zurück, worin Carmin jene Aussagen auf den Punkt bringt, die auch wir
an
dieser Stelle betont wissen wollen. Dort schreibt er: „Das Dritte Reich mag in seiner damaligen
Form untergegangen sein. Der Schoß, aus dem das Ungeheuer kroch, ist
freilich noch immer fruchtbar... Gewiß, im Zeitalter der multimedialen
Massenmanipulation bedarf es keines Trommlers namens Hitler, bedarf es
keiner Goebbels mehr, und keinem noch so fanatischen Nostalgiker und
psychopathischen Hakenkreuzschmierer wird es ohne ‚geschichtliche Notwendigkeit’ jemals gelingen, jenes Dritte Reich von
damals wieder zum Leben zu erwecken. Dennoch könnte es sich auf andere
Weise und in anderer Form bewahrheiten, was in den Kreisen der ‚Neuen Rechten’ schon vor Jahrzehnten prophezeit und
propagiert wurde: die Revolution im Osten als Vorbedingung für den Sieg
der Revolution von rechts, im Westen. Damit stellt sich ein aktueller
Zusammenhang her.
Das Dritte Reich
ging unter, es hatte seinen Zweck erfüllt. Das Reich, jenes okkulte
Reich, als dessen Bestandteil und Instrument sich das
nationalsozialistische Deutschland manifestiert hatte, ging niemals
unter.
Hitler ist in der Geschichte der Neuen Weltordnung
lediglich ein Synonym für eine ganze Reihe von Hitlers, die, vor den
Karren des Novus Ordo Seclorum gespannt, die Menschheit in eine ganz
bestimmte Richtung ziehen, führen, locken, notfalls und nicht selten
eben prügeln. In diesem Sinne ist Hitler nicht tot. Er hat nur
verschiedene Gesichter, Gestalten, Namen, Rollen: Die des Diktators,
des Massenmörders, des populistischen Demokraten, des Demagogen, des
Rebellen und Revolutionärs, des Terroristen, des Friedensstifters, des
Mitläufers, des zynischen Ehrgeizlings, des Verführers und des
Verführten, des Welterlösers und des Vernichters, des ‚rex mundi’ und des nützlichen Idioten im relativen
Guten wie im relativen Bösen - und in diesem Sinne sind auch Links und
Rechts letzten Endes Begriffe politischer Relativität. Das Recht der
Völker auf Selbstbestimmung, Demokratie und Freiheit: hohle, wenngleich
psychologisch wirksame Begriffe, die, beliebig ausgefüllt, der
Täuschung und der Manipulation dienen und von denen letzten Endes nur
übrigbleibt, was die Gesetze des Reiches der neuen Weltordnung
erlauben. Das Ziel ist alt, der Weg scheint unumkehrbar.
Wir haben es
hier mit Kräften zu tun, die sich bewußt sind, daß das Wissen um die
Zusammenhänge zwischen Mensch und Welt, den Gesetzen der Evolution, den
sich daraus ergebenden Wechselwirkungen und deren Beherrschung durchaus
praktisch genutzt werden kann, um das politische und geistige Leben der
Völker im Rahmen des Novus Ordo Seclorum als deren Wohltäter und
Bewahrer der einzigen Wahrheit zu kontrollieren... Viel wirksamer als
es noch die roten Fahnenmeere der Kommunisten und die berauschenden
Aufmärsche der Nationalsozialisten aus dem Thule-Reich jemals gekonnt
hätten, können sie den Menschen in jedem Wohnzimmer jene Rituale, jene
Schauspiele, jene suggestive Farbenpracht bieten, mit denen der moderne
Geist nur allzu leicht zu manipulieren ist.
Dieses Reich
existiert. Es hat insgeheim schon immer existiert. im Zeichen des
Pentagramms hat es allen natürlichen und oft nur scheinbaren
Widerständen zum Trotz Hitlers Traum nun verwirklicht: Herrschaft und
Kontrolle über die Welt zu erlangen. Das Reich ist dabei, sich mehr und
mehr zu offenbaren. Die Terminologie seiner heimlichen Diener, die
dabei sind, die letzten Bausteine zu bearbeiten, spricht eine deutliche
Sprache. Ob dieses Haus der neuen Ordnung ein Reich des Guten oder ein
Reich des Bösen sein wird - diese Frage endgültig zu beantworten wird
letzten Endes die Aufgabe eines mündigen Menschen sein...” (Quelle zitiert aus: E. R. Carmin, Das
Schwarze Reich - Geheimgesellschaften - Templerorden -
Thule-Gesellschaft - Das Dritte Reich - CIA, S. 217, 219, 220,
222, 224 und zuletzt S. 8 - 11, Nikol-Verlag Hamburg
2002, etwa 890 Seiten, erschienen u. a. auch bei Heyne, München und
Weltbild, ISBN
3-933203-62-7).
Zurück zum Haupttext.
Hier haben wir
gerade als Christen, die die Bibel kennen und von daher wissen, „wohin die Reise geht”, nicht nur den Weg zu Gott zu erklären und
die Menschen dann doch wieder stehen zu lassen, wie und wo sie sind.
Wir haben auch zu
warnen und, so weit und solange dies in unserer Macht steht, den
Anfängen zu wehren, den Mitmenschen zur Hilfe und der Wahrheit zum
Zeugnis. Es
ist an uns zu entscheiden, ob wir auch in diesen Fragen unserem Herrn
nachfolgen oder aber Bestandteil dieses Systems sein oder werden
wollen, indem wir tun, was alle tun, und nachplappern, was alle sagen.
Das
Kapital, wir sollten konkreter sagen die hinter ihm stehenden Kräfte,
sind jedenfalls immer bereit gewesen,
durchaus auch über Leichen zu gehen,
wenn es darum ging,
ihre Ziele zu verwirklichen, ihre Macht immer weiter auszubauen und die
eigenen Profite zu maximieren. Und nicht
nur in der Nazizeit geschah
dies zuweilen auch buchstäblich. In der einschlägigen
Literatur werden nicht nur
ITT, sondern - beispielsweise -
auch Ford und General Motors
genannt, die Hitlers Kriegsmaschinerie
nicht nur (einige
von
Anfang an) gefördert und ausgehalten, sondern sich dann z. T.
auch durch Zwangsarbeit in ihren
deutschen Niederlassungen bereichert haben. Das Regime der Nazis war von seinen Wurzeln her weder
wirklich national noch
wirklich sozial. Es ging ihm nicht darum,
unser Land tatsächlich gesegnet,
geschweige denn darum, daß es auch für
andere ein Segen sei. Am deutschen Wesen sollte die Welt eben
nicht genesen, wie die damalige Propaganda hetzte und tönte, sondern
sie sollte vor allem unterjocht und ausgebeutet werden. Und wie sie
ausgebeutet wurde! So erweist das Nazireich - gerade in seiner
engen Verschmelzung mit dem Kapital - als Produkt
hemmungslosester
Ausführung dessen, was man heute Globalisierung
nennt.
Die berüchtigten IG
Farben etwa sind geradezu ein Paradebeispiel jener Zeit.
Hervorgegangen aus einem deutschen, 1916 gegründeten Firmenverband,
verschmolzen sie bald mit vielen anderen deutschen, schweizerischen wie
später auch amerikanischen Firmen zu einem schier unüberschauberen,
unentwirrbaren Großkonzern. Ihre Rolle in der Politik war eine
verheerende. So waren sie an der Zerschlagung der Weimarer Republik
aufs engste beteiligt, und wählten die, von denen sie sich die meisten
Profite versprachen. Sie haben also nichts anderes getan, als exakt den Weg zu gehen, den man
heute in gleicher Weise geht. Man kaufte auf, was es aufzukaufen gab;
die Geldgier kannte keine Grenzen; die Arbeiter und Angestellten der
Teilfirmen des neu entstehenden Konzerns wurden in Scharen entlassen,
und stets begründete man dies damit, daß man doch wettbewerbsfähig sein
müsse „in dieser schwierigen Zeit”. Unter den
IG-Farben-Arbeitern derselben Zeit
hat ihnen dies darum den Spottnamen „IG Stempel” (von stempeln gehen, sich
arbeitslos melden) eingebracht. Zugleich hat man das Entstehen dieser
Arbeitslosenheere der deutschen „Linken” angelastet. Es ist dieselbe
Methode; wer also will uns glauben machen, daß das Kapital sich ausgerechnet heute - von seinem Wesen her - geändert
habe und „wahrhaft geläutert” worden sei?
Welcher sog. „Normalbürger”
etwa weiß schon, daß
eben dieses Firmenkonsortium, zu dessen Produktpalette neben einer
ganzen
Reihe verschiedenster Sprengstoffe auch das
Blausäuremittel Zyklon B
gehörte, u. a. durch seine bereits im
Jahre
1929 eingegangene Verbindung mit Standard
Oil eben kein rein deutscher, sondern ein
deutsch-amerikanisch-multinationaler
Mischkonzern gewesen ist, und daß die immerhin
kriegswichtige Technik, Benzin aus Kohle zu gewinnen, nicht
allein auf
deutscher, sondern zu großen Teilen auch auf amerikanischer Technologie
beruhte? Wer spricht etwa noch davon, daß in den Werken der IG Farben
bereits im Jahre 1934 Kriegsübungen abgehalten worden sind, und daß
diese sich nicht nur an der Ausführung der Eroberungspläne der Nazis
beteiligt, sondern diese in weiten Bereichen selbst initiiert haben?
Wie viele weiterführende Recherchen ergeben haben, ist dies jedoch nur
ein Teil jener
Verquickung internationalen Kapitals mit dem Hitlerregime gewesen, wenn
auch ein nicht unbedeutender - und das ging bis weit in die Kreise
Hitlers und der SS Himmlers hinein. Man wußte durchaus, mit wem man
sich eingelassen hatte, und man wußte wohl auch warum, und ganz
gewiß war man sich darüber im klaren, was man da eigentlich tat.
Daß, unter
Berücksichtigung der oben dargestellten Umtriebe, diverse alliierte
Kreise von
Anfang an selbst über die Vernichtungslager informiert
gewesen sein müssen, zeigen
u. a. Luftbilder, die in dieser Zeit - etwa
um
1940 - aus amerikanischen Flugzeugen heraus aufgenommen worden sind.
Zurück zum Haupttext.
Das ZDF
stellte dazu die
Frage: „Bomben
auf Auschwitz?” und berichtete am 7. Mai
2004:
„Klage
gegen die USA wegen unterlassener Hilfeleistung. -
Auschwitz-Überlebende haben 2001 die US-Administration unter George W.
Bush wegen Beihilfe zum Völkermord verklagt und verlangen vor dem
Bundes-Bezirksgericht in Washington 40 Milliarden US-Dollar
Schadensersatz. Inzwischen wurde im April 2004 eine weitere Klage beim
Internationalen Gerichtshof in Den Haag eingereicht.
Die Anklage lautet auf ‚begründeten
Tatverdacht der (passiven) Mittäterschaft beim Völker- bzw. Massenmord
der Nazi-Hauptkriegsverbrecher in Auschwitz.’ Die
Basis dieser Klage, vom Düsseldorfer Juristen Peter Wolz eingereicht,
ist das 1919 in der Völkerbundakte verankerte Interventionsprinzip und
bezieht sich auf ‚die
Rettungspflicht der verantwortlichen Eliten beim Völker- bzw.
Massenmord an unschuldigen Zivilisten in einem gerechten Krieg’, wie es
die Kläger formulieren. Zusätzlich berufen sie sich auf den ‚Rettungserlass’ des
US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt vom 22. Januar 1944 ‚zur
sofortigen Rettung der vom Mord bedrohten Juden in Europa’ als
Grundlage ihrer Klage gegen die Vereinigten Staaten.
Bombardierung gefordert. - Einer der Kläger ist
Kurt-Julius Goldstein, Ehrenpräsident des Internationalen
Auschwitz-Komitees. Der 90-jährige Überlebende argumentiert, dass
bereits seit Dezember 1942 die USA in vollem Umfang über die Verbrechen
der Nazis in Auschwitz informiert waren: Aus Unterlagen der britischen
Luftwaffe geht hervor, dass die polnische Exilregierung in London
bereits im Januar 1941 von den Massenmorden in Auschwitz gewusst hat
und die Bombardierung des Konzentrationslagers zu diesem Zeitpunkt auch
gefordert hat.
Im amerikanischen Außenministerium ist zusätzlich
dokumentiert, daß sowohl Präsident Roosevelt, als auch sein
persönlicher Freund und Berater Henry Morgenthau jr. im Dezember 1942
über den Massenmord der Nazis an 2 Millionen Juden und den geplanten
Mord an weiteren 5 Millionen Juden informiert waren.
Auschwitz III im Zielkatalog. - Ab Frühjahr 1944
waren die amerikanischen Luftstreitkräfte militärisch und technisch in
der Lage, Zufahrtswege und Infrastruktur der Konzentrationslager in
Auschwitz - und anderswo in Europa - zu zerstören. Mit einer
Bombardierung von Eisenbahnbrücken und Verkehrswegen Mitte Mai 1944
hätte die Deportation von 430.000 ungarischen Juden und die Ermordung
von mindestens 300.000 verhindert werden können, so die Kläger. Bei
einer früheren Bombardierung hätten 400.000 weitere Juden aus Ungarn
vor dem sicheren Tod im Konzentrationslager gerettet werden können.
Allerdings wurden nur die Wirtschaftsbereiche von
Auschwitz, das Lager III, in den Zielkatalog für die Bombardierungen
durch die amerikanische Luftwaffe aufgenommen, nicht aber die
Vernichtungslager Auschwitz I und II - Auschwitz und Birkenau - oder
die Transportwege dorthin. Eine gezielte Bombardierung der Krematorien
und Unterkünfte des deutschen Wachpersonals wurde als technisch nicht
durchführbar eingestuft.
Moralische Pflicht. - Kurt-Julius Goldstein erinnert
sich daran, die Bombardierung des Vernichtungslagers gewünscht zu
haben, jedes Mal, wenn die amerikanischen Bomber über Auschwitz
hinweggeflogen sind. Es wäre eine Erlösung gewesen - sogar auf die
Gefahr hin, selbst bei einem solchen Bombenangriff zu sterben. Aber die
Rettung der Inhaftierten in Auschwitz, so spekuliert Goldstein, stand
nicht oben auf der Prioritätenliste der Alliierten. (...)
Zulässige Klage. - Nichtsdestotrotz: die
Klageschrift ist eingereicht, noch im Oktober 2000 vom Weißen Haus
entgegengenommen und am 2. Januar 2001 vom damals zuständigen
Bundesrichter in Washington als zulässige Klage akzeptiert. Die
Beantwortung der Klage wurde vom amerikanischen Justizministerium unter
Mitarbeit des Militärs und der Geheimdienste übernommen. In ihrem
Antrag an den amerikanischen Bundesgerichtshof schreibt das
Ministerium: Die Klage gegen die Regierung ist zurückzuweisen, denn
dies sei ein Eingriff in die Staatssouveränität und eine unzulässige
Einmischung in die Außenpolitik.
Interventionspflicht bei Völkermord. - Immerhin aber
räumt das
US-Justizministerium ein, daß man, so wörtlich, ‚die
gründlich dargelegten Anschuldigungen der Klageschrift als wahr’
akzeptiere. Ob es jemals aber eine Verhandlung oder gar ein Urteil in
Sachen
Interventionspflicht bei Völkermord geben wird, ist mehr als ungewiß.
Zu viel steht für das Weiße Haus auf dem Spiel. Dabei geht es nicht nur
um die Schadensersatzforderung in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar. Es
geht auch um den Ruf und das Ansehen der Vereinigten Staaten ...
von Christhard Läpple und Tong-Jin Smith, 07.05.2004.”
Zitiert aus: ZDF-Aspekte, Bomben auf
Auschwitz?
Siehe unter: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,2124644,00.html.
Zurück zum Haupttext.
Und doch
ist auch
das nur ein Teil der Abgründe, die
sich da auftun. Die Liste der Verstrickungen und der Verstrickten ist
zu lang, als daß sie hier oder anderswo ausführlich bekannt, geschweige
denn hinreichend besprochen werden könnte. Nur
Gott kennt sie, Ihm entgeht nichts,
und Er wird der unbestechliche Richter sein. Denn Sein Gericht
beinhaltet das, was jene wohl nie hatten: Es ist nicht käuflich, und
bei Ihm
gibt es kein Ansehen der Person - kein noch so „wohlmeinend” beeinflußter Richter, kein noch
so hochdotierter
Rechtsanwalt, keine noch so gut funktionierende Finsternis-Connection
und kein noch so „blaues Blut” könnten dies jemals wenden. Wir
aber können hier nur
weniges aus
dieser Liste andeuten. Sie
umfaßt nicht nur Hitlers SA, jenes
300.000 Mann starke braune Heer der dreißiger Jahre des vorigen
Jahrhunderts - wohlfinanziert vom internationalen Kapital und
ausgerüstet mit amerikanischen Waffen. Sie reicht auch nicht nur vom
Bush-Clan in Amerika, von den Verbindungen jener unsäglichen Bonesman, die über Prescott Bush in
die Machenschaften von Standard Oil
verwickelt waren, bis hin zum
Begründer der sich nach einer Hotelkette nennenden Bilderberger, jenem 2004
verstorbenen holländischen Kronprinzen und früheren SS-Mann Bernhard
von der Niederlande, für seine schillernde Vergangenheit bekannt
und für den Rest seines Lebens, wie die Rothschilds und
Rockefellers
auch, in Sachen
„Bilderberger” eifrig bemüht gewesen. Nein
- es reicht nicht, nur die
Vergangenheit zu sehen.
Doch die Vergangenheit hilft uns, die Ziele zu erkennen, die jene
angetrieben haben und ihre Nachfolger noch immer antreiben. Und diese
Ziele sind klar. Vor allem ein Ziel
ist klar und treibt den alten Größenwahn zu neuer Blüte: Es ist nicht
nur die Auferstehung des alten Römerreiches „europäischer Nation”. Dieses Reich soll auch die
Weltherrschaft besitzen. Eines nicht mehr fernen Tages soll sie
erreicht, soll Europa
die alles beherrschende
Supermacht sein. Das ist beschlossene Sache. Die Bilderberger wollen es schließlich so.
Die hinter ihnen stehenden Kräfte
wollen es so. Koste es, was es
wolle. Und wenn noch so viele dabei auf der
Strecke bleiben.
Babylon - in der Schrift ein Synonym
für das alte Rom - soll endlich wieder in den Himmel wachsen, und
„an seinem Wesen soll die Welt genesen”.
„Die
48. Bilderberg-Konferenz wurde vom 1. bis 3. Juni 2000 in Brüssel,
Belgien abgehalten. Neben anderen Themen diskutierte die Konferenz die
US-Wahlen, Globalisierung, die New Economy, den Balkan, die
EU-Erweiterung und die europäische extreme Rechte. Etwa 100 Personen
aus Europa und Nordamerika haben an den Diskussionen teilgenommen. Das
Treffen war privat, um eine offene und freie Diskussion zu ermöglichen”. Das ist die offizielle und in
dieser oder ähnlicher Form alljährlich wiederkehrende, ebenso dürre wie
fragwürdige Verlautbarung
diverser Printmedien zu diesem Ereignis. Bürger, die in der früheren
DDR oder in anderen ehm. Ostblockstaaten aufgewachsen sind, kennen diese Art der
Berichterstattung bereits. Man sagt etwas
- das,
was ohnehin jeder weiß - und verschweigt doch alles. Hier ist in der Tat mehr als
nur ein
gesundes Mißtrauen angebracht. Denn das ist keine
Konferenz,
zu der
man sich anmelden kann. Hier trifft sich eine von einem ominösen, stets
im Hintergrund agierenden „Lenkungsausschuß” ausgesuchte Schar. Mehr als
hundert sollen es nie sein. Es sind Regierungschefs und
Oppositionelle, auserwählte Gesellschafter, Medienmogule, Lobbyisten,
die maßgeblichen Vertreter der Hochfinanz
und (last but
not least) die
alles beherrschenden
Wirtschaftsbosse, die sich in trauter Runde versammelt haben - unter
der
Bedingung, daß striktes Stillschweigen über die Inhalte gewahrt wird. „Wenn Tausende von Milliarden Dollar in
Gewicht von Zentnern zu rechnen wären, dann würde der Fußboden
einsturzgefährdet sein, auf dem sich die Herren Rockefeller, Agnelli, Ford,
Rothschild, Heinz, kleinere Millionäre wie Wolff von Amerongen, Herren
der Banken, Minister, Präsidenten und sonstige Koryphäen bewegten, die
etwas zu sagen haben, dank ihrer Stellung oder ihres Gehirns”, schrieb Egon Bahr, der als Architekt der
Ostpolitik gilt, über die Teilnehmer (zitiert bei hollandnews.de).
Über das Treffen in 2003 etwa, das im Trianon Palace Hotel in Versailles
stattfand, hat man erfahren, daß das Hotel - wie die Hotels an den
Orten anderer Jahre - für die Öffentlichkeit komplett geschlossen worden sei.
Nicht-Bilderberger hätten das Hotel sogleich verlassen müssen,
Aushilfskräfte
seien nach Hause geschickt worden. Wer geblieben sei, dem habe man mit
fristloser Kündigung gedroht - für den Fall, daß man ihn dabei
erwischen würde, daß er etwas über das Treffen publik werden ließe. Niemand von ihnen hätte überdies mit einem
Bilderberger sprechen dürfen, bevor dieser sie nicht angesprochen habe.
Es sei ihnen auch verboten worden, jemanden in die Augen zu sehen.
Bewaffnete Wachen hätten das Hotel komplett abgeriegelt. So ist
es ganz offenbar, daß man in jenen Kreisen das Licht scheut, mehr noch
als die Katze das Wasser. Gewiß nicht ohne Grund. Studiert man die
Teilnehmerlisten, die indessen nach außen gedrungen
sind, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die
Hochgradmaurer aller Welt sich hier die Klinke in die Hand geben. Vor
jeder
Öffentlichkeit
abgeschirmt (notfalls auch unter Androhung von Zwang und Waffengewalt
gegen allzu Neugierige) können sie hinter verschlossener Tür
das verhandeln, was sie im Auftrag ihrer Geldgeber, den Architekten der
neuen Weltordnung, den Regierungen und
Völkern der Welt
dann zu diktieren gedenken. Offenbar sind dann dann - regelmäßig - die
Dinge, die auf den jeweils nachfolgenden G8-Gipfeln beschlossen werden.
Wie praktisch.
Was soll man noch sagen? Man hat den Gott der Bibel hinausgeworfen
und hat sich statt dessen auf den Teufel eingelassen. Wo der
Gott Jahwe uns nichts mehr zu sagen hat, da sind die Dämonen, die auch Götter sein wollen, nicht
mehr weit. Von den
Verstrickungen in satanische Geheimorden des Typus „Skull and
Bones” alias „Templer-Orden” alias „Prieure
de Sion” - die freilich mit dem biblischen Zion nie etwas am Hut
hatten - über die Politik von „Skull and
Bones” bis hin zu den Früchten von „Skull and
Bones” ist es dann - wir sprechen über eine jahrhundertelange
Entwicklung, in der das eine aus dem jeweils anderen große Teile seiner
Wurzeln
bezieht - nur
noch ein
relativ kurzer Weg.
So haben wir Schädel und Knochen überall, Schädel und Knochen in den
deutschen oder anderen Konzentrations- und Flüchtlingslagern, Schädel
und Knochen in den
Ländern der
sog. Dritten Welt, hingemordet durch ideologisch verbrämte, maßlos
gewordene Profitsucht und Machtgier, erstickt durch allmählichen
Lebensentzug,
stranguliert durch bewußtes Halten in
Abhängigkeit, vergiftet durch Zerstörung ihrer Umwelt, ausgelaugt durch
Ausbeutung und Hunger, aufgerieben von Vertreibung und zerschlagen
durch Gewalt, die wiederum von Waffen ausgeht, die zuvor - wohlwissend
und exakt kalkulierend - an Freund und
Feind verkauft worden sind.
Und all das wird gesteuert von einer Elite,
die die Welt zu regieren sich angemaßt hat und sich dies auch weiterhin
anmaßen will - um jeden Preis. Eine Elite ist dies freilich,
die unter pseudo-christlichem, freiheitlich-liberalem oder
humanistischem
Deckmäntelchen agiert,
je nach Bedarf; es ist auswechselbar, immer der Mode der Zeit und der
Farbe der jeweiligen Partei angepaßt. Gebildet
wird sie von Menschen, die Beziehung
verwechseln mit Erfolgsdenken und Machtgewinn, und die
Geldbesitz und Profit für einen
besonderen Segen halten. Und doch haben sie es abgelehnt, vor
Gott ihre Knie zu beugen. Ja, auch sie
führen zuweilen die Worte „Gott” oder „Bibel” im Mund, und manche reden
sogar von einer „Wiedergeburt”. Das tun Freimaurer
wie Mitglieder diverser freimaurer-ähnlicher Sekten auch.
Den Weg aber,
der zur neuen Geburt des Lebens
führt, den haben sie längst verworfen. Stehen bleiben am
Kreuz, im Angesicht des blutüberströmten Jesus von Nazareth wirklich Buße tun, wirklich umkehren, den Tod
sterben, den es dort zu
sterben gilt, abgewaschen werden
im Blut des Lammes - das alles wollen sie nicht. Den Gott der Bibel haben sie ad acta
gelegt. Sie beten lieber den
Teufel an, als sich vor Jesus zu demütigen. So sind sie - ganz
folgerichtig! - in den Besitz allen Geldes und allen
Reichtums
dieser Welt gekommen (s. Mt 4. 8 - 11).
Zurück zum Haupttext.
[21] Hitler
vor einer Versammlung des NS-Führungskorps, vermutl. 1939, zitiert bei:
E. R. Carmin: Das Schwarze Reich,
S. 170, s. a. die Erklärungen zu 20.
Verwendete Bibelübersetzungen und
Hilfsmittel
Wo nicht anders angegeben, wurden für
das Neue Testament, das Erste und
Zweite Buch Mose, die Psalmen, die Propheten Jesaja und Daniel die
folgenden Ausgaben der Konkordanten
Übersetzung verwendet:
Konkordantes Neues Testament mit Stichwortkonkordanz
6. Auflage 1995, Alle Rechte vorbehalten
Konkordantes Altes Testament, Das Erste und Zweite Buch Mose
2. erw. Auflage
Konkordantes Altes Testament, Die Psalmen
1. Auflage 1994
Konkordantes Altes Testament, Jesaja
Studienheft mit transliterierten göttlichen Titeln
3. Auflage
Konkordantes Altes Testament, Daniel
1. Auflage 1991
Konkordanter Verlag Pforzheim
Leipziger Str. 11
75217 Birkenfeld
An allen anderen
Stellen wurden
verwendet:
Elberfelder Übersetzung (Unrevidierte Version)
„Die Heilige Schrift Aus dem Grundtext übersetzt”
73. Auflage 1993
Revidierte Elberfelder Übersetzung
Verlag R. Brockhaus,
Wuppertal
Schlachter - Übersetzung
„Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments / Unter
Berücksichtigung der besten Übersetzungen / Nach dem Urtext übersetzt
von Franz Eugen Schlachter / Neu bearbeitet und herausgegeben durch die
GENFER BIBELGESELLSCHAFT, Genf, 1985”
Die Geschriebene des Alten und des Neuen Bundes
Übersetzung von Fritz Henning Baader, 3. (überarbeitete)
Gesamtausgabe 1998
Copyright 1998 by F. H. Baader, 75328 Schömberg
Novum Testamentum Graece
Nestle - Aland, 26., neu bearbeitete Auflage 1979-1988
Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten
Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament
Hrsg. Gerhard Kittel u. a.
Verlag Kohlhammer, Stuttgart u. a., 1933-1969
Bildnachweise
Abb. 1, 7, 8
und 14 zeigen
Vergrößerungen verschiedener Ausschnitte aus Abbildungen
amerikanischer
Ein-Dollar-Scheine.
Abb.
2 Der „Börsen-Bulle” in der Nähe der New Yorker
Börse, Ausschnitt
(aus: Wikipedia, Autor: Martin Dürrschnabel, freigegeben als Public
Domain)
Abb.
3 Buchtitel „Nineteen
Eighty-Four - 1984” von George Orwell,
Ullstein-Verlag, Ablichtung
Abb.
4 Ursprünglich als Mausoleum errichtete Pyramide des
Freimaurers und Rosenkreuzers Carl
Heinrich von Lindenau (1755-1842) im
Park von Machern bei Leipzig,
erbaut 1792, handkolorierte
Fotoreproduktion nach einem idealisierenden Stich von C. A. Senff 1799, Ausschnitt (aus:
parkmachern.de)
Abb.
5 Buchtitel „Freimaurerei
- Wurzeln, Ziele, Hintergründe” von Dr. Martin Hohl-Wirz,
Logos-Verlag, Reihe Aufklärung der Arbeitsgemeinschaft für religiöse
Fragen, Ablichtung
Abb.
6 Hammer, Zirkel, Ährenkranz und Händedruck: Symbole der
ehm. DDR und der SED, beide freigegeben als Public Domain, Montage
Abb.
9
Europa, auf Zeus reitend: Verkleinerter Ausschnitt
aus einer Abbildung des Justus-Lippsius-Gebäudes in Brüssel (aus:
Wikipedia, Autor: Stern, Wien, freie Verwendung unter der GNU Free
Documentation License GNU FDL)
Abb.
10 Europa und Zeus als Stier, grie. Vasenbild: abgelichtet
aus:
Meyers Großes
Handlexikon, 11. Auflage 1974, S. 228 Stichwort Europa, Meyers
Lexikonverlag.
Abb.
11 Rückseite der griechischen 2-Euro-Münze (Quelle:
bundesbank.de)
Abb.
12 Peter Bruegel, Der Turmbau zu Babel, Ölgemalde 1563.
Kunsthistorisches Museum Wien, verkleinerter Ausschnitt (aus:
towerofbabel.com).
Abb.
13 Mittelalterliche Steinmetzen bei der Arbeit mit Lotwaage
im Vordergrund (aus: Glanlaender, Ausschnitt).
Abb.
15 Rechtwinkliges Dreieck, Eigenherstellung nach Wikipedia,
Public Domain
Abb. 16
Buchtitel „Die
Reformlüge” von Albrecht Müller,
erschienen im Droemer-Verlag, Kopie
des Einbandes, verkleinert
Abb.
17 „Vater
Hugenberg” - Karikatur von Hans Gerner,
Holzschnitt 1929 (Quelle: Sonntagszeitung, erich-schairer.de). - Zur
Anzeige diverser Symbole im geschichtlichen Zusammenhang dieser Zeit
verweisen wir auf §86 Abs. 3
StGB.
Abb.
18 Zeitgenössische Satire unter dem Titel: „Der Sinn
des Hitlergrusses:
Kleiner Mann bittet um große Gaben. Motto: Millonen stehen hinter mir!” von John Heartfield,
Fotomontage, Deutschland 1932, fotomechanische Reproduktion (Quelle:
metmuseum.org, Ausschnitt).
Abb.
19 Buchtitel „Das
schwarze Reich” von E. R. Carmin,
Nikol-Verlag Hamburg, Ablichtung
Abb.
20 Auschwitz am 23. 08. 1944, Luftbild aus einem alliierten
Flugzeug, verkleinerter
Ausschnitt
(aus: Stern-Magazin)
Sollte
bei der
Wiedergabe eines Bildes oder eines Textzitates ein Urheberrecht
oder eine andere rechtliche Bestimmung verletzt worden sein, bitten wir
um eine entsprechende Nachricht.
Wir werden dann das betreffende Bild bzw. den
betreffenden Text umgehend entfernen oder entsprechend anpassen.
Lieber
Bruder, liebe Schwester!
Wir
hoffen, daß die vorliegenden Bibelstudien bzw. Ausführungen Euch zum
Segen
geworden sind und unser HERR Jesus Christus Euch damit in Seiner
Liebe neu begegnet ist und berührt hat, so wie auch wir von Ihm
berührt worden sind.
Gleichzeitig
bitten wir Euch aber auch, selbst in der Schrift nachzuforschen, ob
es sich so verhält (Apg 17. 11). Gottes Wort ist so voll
unerschöpflichen Reichtums, daß wir ganz bestimmt nicht
auf Vollständigkeit und Fehlerlosigkeit dieses Bibelstudiums
bestehen. Denn allein in Christus sind alle Schätze der
Weisheit und der Erkenntnis verborgen (Kol 2. 3).
Wir
wünschen uns, daß sich dieser Reichtum in Eurem Leben
entfaltet und Ihr so nicht nur zu Schatzsuchern, sondern zu
Schatzhebern werdet.
Wenn
Ihr aus diesen Studien etwas empfangen habt und sie an
Geschwister weitergeben wollt, die ebenfalls „Hunger” danach
haben, so bitten wir Euch, das sehr verantwortungsbewußt
und mit göttlicher Liebe und Weisheit zu tun. Benutzt diese
Bibelstudien nicht, um einen „Krieg” zu entfachen, Geschwister zu
verwirren und zu trennen. Bitte bedenkt, daß unser HERR voller
Gnade und Sanftmut mit Jedem von uns Seinen eigenen Weg geht und ER
aussucht, wann wir welcher „Nahrung” bedürfen. Wir möchten
auf Johannes 10. 8 hinweisen: Jesus sagte: „Alle, die Mir
zuvorkommen wollten, sind Diebe und Wegelagerer; die Schafe jedoch
hörten nicht auf sie.” Werden wir zu solchen, dann haben
wir die Liebe verlassen, die wir unseren Brüdern und Schwestern
schuldig sind. Hört also bitte auf das Reden unseres HERRN Jesus
Christus und gebt diese Bibelstudien weiter, wenn ER Selbst dafür
eine Tür aufgetan hat.
Bitte
beachtet dabei die folgenden drei Dinge:
1.
Gebt diese Studien kostenlos weiter, auf welchem Wege auch immer Ihr
wollt, aber nehmt nichts als Gegenleistung dafür (Mt 10. 8 - 9).
2.
Bitte gebt diese Studien unverändert und vor allem vollständig
weiter. Einzelne Bruchteile könnten durchaus, da sie aus dem
Zusammenhang herausgenommen worden sind, mißverstanden werden.
Solche Mißverständnisse können Schaden anrichten.
3.
Diese Studien dürfen nicht in irgendwelchem Zusammenhang mit
kommerzieller oder sonstiger Werbung veröffentlicht werden.
Bitte seid im Umgang mit
den hier niedergelegten Dingen besonders vorsichtig.
Die
vorliegende Schrift ist am 16. 11.
2005 zuletzt bearbeitet worden.
Thomas Giese,
Velbert * Simone Schmieder, Plauen
©
2003 - 2005
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